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Fussball

FC Arsenal taumt mit fluchendem Özil Richtung Negativ-Rekord

SID

Der Sinkflug des FC Arsenal geht auch mit dem Interims-Trainerduo Freddie Ljungberg und Per Mertesacker weiter. Es droht eine traurige Rekordmarke.

Mesut Özil stapfte wild fluchend vom Rasen des Emirates Stadium. Als der Weltmeister von 2014 Interims-Co-Trainer Per Mertesacker kurz vor dem Spielertunnel abklatschte, hatte er sich noch immer nicht beruhigt. Nach der peinlichen 1:2-Niederlage gegen Kellerkind Brighton Hove & Albion ist die Stimmung beim FC Arsenal offenbar auf dem Nullpunkt angekommen.

"Das ist nicht Arsenal", sagte Interimscoach Freddie Ljungberg schon in der Halbzeitpause zu seinen Profis. Nach dem Spielende legte der Schwede nach: "Sie hatten große Angst, den Ball zu bekommen, sich zu bewegen und haben einfach still gestanden." Ein verheerendes Urteil über das Team, das mittlerweile in der Premier League zehn Punkte von den Champions-League-Rängen trennen. Und nur noch fünf Zahler von der Abstiegszone.

Verunsichert, ängstlich und zunehmend frustriert - der 13-malige Meister wartet seit nun neun Pflichtspielen auf einen Sieg und stößt mit der Negativserie in historische Dimensionen vor. Zehn Partien ohne einen Erfolg in allen Wettbewerben gab es für den Klub zuletzt 1977 - in einem Jahr, in dem Niki Lauda über seinen zweiten WM-Titel in der Formel 1 jubelte, Muhammad Ali die Boxwelt beherrschte und Borussia Mönchengladbach letztmals deutscher Meister wurde.

Arsenal taumelt weiter - dabei hatten Ljungberg und Mertesacker nach der Entlassung von Unai Emery in der vergangenen Woche Änderungen vorgenommen. Nach dem schon unbefriedigenden 2:2 bei Norwich City setzten die verdienten Ex-Profis erneut auf ein 4-2-3-1-System vor Torhüter Bernd Leno mit Özil auf der linken Offensivseite. Der Techniker, 2018 unter großem Getöse aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten, bereitete per Ecke immerhin noch den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Alexandre Lacazette (50.) vor.

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Arsenal: Schlechte Stimmung innerhalb der Mannschaft?

Die Gegentore durch Adam Webster (36.) und Neal Maupay (80.) trafen das Heimteam aber ins Mark und sorgten für ein donnerndes Echo - nicht nur von den entsetzten Zuschauern. Ein "lebloses" Team hatte die Zeitung Independent gesehen: "Arsenal, das unter Unai Emery und jetzt Freddie Ljungberg lustlos und stetig seine Identität verliert, steckt im Elend."

Özils Ärger, der sich offenbar in erster Linie gegen Stürmer Lacazette richtete, deutete auch an, dass es in den eigenen Reihen nicht hundertprozentig zu stimmen scheint. Zuletzt hatte schon der Streit der Fans mit Granit Xhaka für Wirbel gesorgt. Letztlich verlor der Ex-Bundesliga-Profi sein Kapitänsamt.

Am Donnerstag sorgte nun noch ein weiterer guter Bekannter in Deutschland für Aufsehen. Pierre-Emerick Aubameyang, einst für Borussia Dortmund auf Torejagd, ging während der laufenden Partie beim Stand von 1:1 kurz in die Kabine. "Ich habe nur gesehen, dass er plötzlich wieder zurück auf den Platz lief", sagte Ljungberg: "Wenn du musst, musst du."

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