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Münzwurf und Torwart-Panne: Alle EM-Eröffnungsspiele seit 1960

Am 11. Juni startet die um ein Jahr verschobene paneuropäische EM. Los geht’s mit der Partie zwischen Italien und der Türkei in Rom. SPOX blickt auf alle Eröffnungsspiele des Turniers seit der Geburtsstunde 1960 zurück.
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EM 1960: Damals noch in Kinderschuhen entschieden sich gleich mehrere Nationen, darunter Deutschland, Italien und England, gegen eine Teilnahme am "Europapokal der Nationen". Auch wegen der untypischen Durchführung.
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Man wolle nicht die Zeit zwischen den Weltmeisterschaften "verschenken", sagte Bundestrainer Sepp Herberger damals. Aufgrund der vielen Absagen nahmen nur 17 Teams teil. Die Qualifikation für die Endrunde (vier Nationen) begann schon 1958.
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Um die Teilnehmerzahl auf 16 zu reduzieren, spielten die Tschechoslowakei und Irland eine Vorausscheidung, womit man das Hinspiel auch als Eröffnungsspiel bezeichnen könnte. Irland gewann 2:0, doch die Osteuropäer kamen durch ein 4:0 im Rückspiel weiter.
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Für die eigentliche EM qualifizierten sich nach Durchlauf der K.o.-Phase schließlich Endrunden-Gastgeber Frankreich, die Sowjetunion, Jugoslawien und die Tschechoslowakei. So kam es also am 6. Juli 1960 zum ersten offiziellen EM-Spiel, ein Halbfinale.
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In Paris verlor Frankreich nach einer 2:1-Halbzeitführung mit 4:5 gegen Jugoslawien, das im Finale mit 1:2 gegen die Sowjetunion im Prinzenpark verlor. Das Spiel um Platz drei entschied die Tschechoslowakei für sich.
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EM 1964: Gleiches System, aber mit 29 Teilnehmern. Westdeutschland hatte erneut abgewunken. In der Endrunde standen erneut die Sowjetunion, Gastgeber Spanien, Dänemark und Ungarn.
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Im Eröffnungsspiel am 17. Juni 1964 setzte sich Spanien dank Siegtorschütze Amancio im Estadio Santiago Bernabeu knapp mit 2:1 nach Verlängerung gegen Ungarn durch - und gewann vier Tage später auch das Finale gegen den Titelverteidiger mit 2:1.
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EM 1968: Bislang war um den Henrie-Delaunay-Pokal unter dem Label Europa-Nationenpokal gekickt, nun erkannte die UEFA das Turnier als Europameisterschaft an. Erstmals nahm auch Westdeutschland teil, die DDR bereits zum dritten Mal.
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Beide verpassten die Endrunde in Italien aber, die eine der kuriosesten der Geschichte werden sollte. Das Eröffnungsspiel in Neapel (5. Juni 1968) gewann Italien nach Münzwurf gegen die Sowjetunion, weil es nach 120 Minuten 0:0 gestanden hatte.
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Damals hatte es noch kein Elfmeterschießen gegeben, im Finale rückte man vom Münzwurf ab. Das Endspiel der Gastgeber gegen Jugoslawien endete 1:1. Das Wiederholungsspiel gewann Italien um Superstar Dino Zoff mit 2:0.
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EM 1972: Weiterhin nahmen nur vier Teams an der Endrunde teil, am Ende holte sich eine von Stars gespickte deutsche Nationalmannschaft den Titel. Beckenbauer, Müller, Maier und Netzer bildeten das Herz des Teams.
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Den Startschuss in Anderlecht machten aber die Dauergäste aus der Sowjetunion und Ungarn am 14. Juni 1972 (1:0, Siegtorschütze: Anatoli Konkow). Die DFB-Elf gewann das zweite Halbfinale gegen Gastgeber Belgien und schließlich das Endspiel mit 3:0.
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EM 1976: In Kroatien sollte der amtierende Welt- und Europameister nicht seinem Favoritenstatus gerecht werden und verlor im Finale gegen die Tschechoslowakei, die im unveränderten Modus das erste Halbfinale bestritt.
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In Zagreb, damals noch in Jugoslawien, gewann der spätere Sieger mit 3:1 gegen die Niederlande nach Verlängerung (16. Juni 1976). Ein Eigentor von Ondrus, der auch die Führung erzielte, bescherte Oranje überhaupt die extra Minuten.
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Stürmerstar Zdenek Nehoda traf zur erneuten Führung für die Tschechoslowakei, ehe Frantisek Vesely den Sack zumachte. Im Elfmeterschießen, das erste in einem großen Finale, folgte dann der Titel - nach einem Fehlschuss von Uli Hoeneß.
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EM 1980: Die Geburtsstunde des Modus, wie wir ihn im Prinzip bis heute kennen. Acht Teams, aufgeteilt in zwei Gruppen, qualifizierten sich damals für die Endrunde in Italien. Der Unterschied zu jetzt: Die Gruppenersten zogen direkt ins Finale ein.
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Die deutsche Nationalmannschaft spielte das Eröffnungsspiel gegen Titelverteidiger Tschechoslowakei (11. Juni 1980). Karl-Heinz Rummenigge erzielte den Treffer des Tages zum 1:0-Sieg - und legte somit den Grundstein für den Finaleinzug.
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Ebenfalls in Erinnerung blieb das 3:0 gegen die Niederlande durch einen Dreierpack von Klaus Allofs. Im Endspiel setzte sich das DFB-Team verdient nach einem Doppelpack von Horst Hrubesch (10. und 88.) mit 2:1 gegen Belgien durch.
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EM 1984: Das Halbfinale wurde wieder eingeführt, bei acht Teilnehmern an der Endrunde in Frankreich blieb es aber. Der Gastgeber eröffnete das Turnier mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Dänemark im Pariser Prinzenpark.
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Frankreich tat sich lange schwer, ehe Michel Platini nach 78 Minuten sein erstes von neun Turniertoren erzielte. Deutschland schied bereits in der Gruppenphase aus. Die Equipe Tricolore gewann schließlich auch das Finale (2:0 gegen Spanien).
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EM 1988: 14 Jahre nach der erfolgreichen Heim-WM trug die Bundesrepublik Deutschland erneut ein Turnier aus. Der Modus blieb unverändert. Am 10. Juni eröffnete der Gastgeber die Euro mit einem 1:1 gegen Italien in Düsseldorf.
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Die jungen Italiener waren Deutschland lange überlegen und gingen durch Roberto Mancini (53.) in Führung. Andreas Brehme glich in der 56. Minute per Freistoß aus, nachdem Torwart Walter Zenga mehr als vier Schritte mit dem Ball in der Hand gelaufen war.
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Im Halbfinale scheiterte Deutschland dann am späteren Sieger Niederlande nach einer 1:2-Niederlage. Oranje schnappte sich nach einem 2:0 gegen die Sowjetunion schließlich seinen bis heute einzigen Titel.
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EM 1992: In Schweden überzeugten die Gastgeber von Beginn an und starteten am 10. Juni mit einem 1:1 gegen Frankreich ins Turnier. Jan Eriksson (24.) und Jean-Pierre Papin (58.) erzielten die Tore. Schwedens Reise ging bis zum Halbfinale.
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Gegen das DFB-Team war dann Schluss. Der amtierende Weltmeister aus Deutschland verpasste trotz der Wiedervereinigung aber einen weiteren Triumph und verlor das Finale mit 0:2 gegen Dänemark. Die Außenseiter wurden damals "Danish Dynamite" getauft.
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EM 1996: Erstmals mit 16 Mannschaften holte sich Deutschland den Titel zum dritten Mal. Das Eröffnungsspiel im Wembley (8. Juni) endete 1:1 zwischen Gastgeber England und der Schweiz. Alan Shearers Führungstor wurde von Kubilay Türkyilmaz egalisiert.
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Das Heimteam rückte bis ins Halbfinale vor, ehe es gegen Deutschland im Elferschießen unterlag. Der heutige Nationaltrainer Gareth Southgate verschoss. Im Finale gegen Tschechien (2:1) schrieb dann Oliver Bierhoff mit seinem Golden Goal Geschichte.
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EM 2000: Mit Belgien und den Niederlanden gab es erstmals zwei Austragungsländer. Die Roten Teufel bekamen das Eröffnungsspiel am 10. Juni und gewannen nach Toren von Bart Goor und Emile Mpenza 2:1 gegen Schweden.
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Belgien schied trotzdem als Dritter aus, während für die Niederlande erst im Halbfinale Schluss war. Deutschland wurde mit einem Punkt Gruppenletzter. Im Finale gewann Frankreich mit 2:1 gegen Italien durch Golden Goal (David Trezeguet).
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EM 2004: Im Eröffnungsspiel (12. Juni) standen sich mit Gastgeber Portugal und Griechenland auch die späteren Finalgegner gegenüber. Karagounis (7.) und Basinas (51.) brachten die Griechen 2:0 in Führung, Cristiano Ronaldos Tor kam zu spät (90.+3.).
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Die erste Überraschung war perfekt und nur ein kleiner Vorgeschmack auf das Endspiel, das Griechenland ebenfalls für sich entschied. Angelos Charisteas erzielte den Siegtreffer. Deutschland schied bereits sang- und klanglos in der Vorrunde aus.
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EM 2008: Mit Österreich und der Schweiz gab es erneut zwei Gastgeber. Die Nati verlor das Eröffnungsspiel am 8. Juni etwas überraschend durch den Treffer von Vaclav Sverkos mit 0:1 gegen Tschechien - und schied schließlich wie das ÖFB-Team aus.
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Im Finale gewann Spanien dank Torschütze Fernando Torres mit 1:0 gegen die deutsche Nationalmannschaft.
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EM 2012: Polen eröffnete das Turnier mit einem 1:1 der langweiligen Sorte gegen Griechenland am 8. Juni in Warschau. Robert Lewandowskis Führungstor reichte nicht für den so wichtigen Sieg, weil Dimitrios Salpingidis ausglich.
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Sowohl Polen als auch Co-Gastgeber Ukraine schieden in der Gruppenphase aus, während Spanien nach dem WM-Sieg 2010 den dritten Titel in Folge einfuhr. Im Finale gewann La Furia Roja deutlich mit 4:0 gegen DFB-Bezwinger Italien.
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EM 2016: Erstmals nahmen 24 Nationen teil, weshalb es erstmals Achtelfinals gab. Gastgeber Frankreich eröffnete das Turnier mit einem 2:1-Sieg gegen Rumänien (10.Juni). Erst kurz vor Schluss erzielte Dimitri Payet den Siegtreffer (89.).
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Zuvor hatten Olivier Giroud (57.) und Bogdan Stancu (65.) getroffen. In einem dramatischen Finale musste sich der Weltmeister von 2018 dann Portugal mit 0:1 geschlagen geben. Eder avancierte in der Verlängerung zum Matchwinner (109.).
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