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Fussball

BVB - Thesen nach Einzug ins Pokalfinale: Dortmund schielt aufs Happy End

Von Patrick Brandenburg

 

3. Die Borussia bleibt ein wackliges Gebilde

Der BVB bleibt sich treu und so muss man trotz des Aufwärtstrends Wasser in den Wein gießen. Was der höchste Halbfinalsieg in der Geschichte des DFB-Pokals gegen den Quarantäne gebeutelten, nicht voll im Saft stehenden Zweitligisten aus Kiel wirklich wert ist - den Beweis muss die Borussia gegen größere Gegner erst noch antreten. Einige Defizite dürften die Dortmunder sogar bis in die Sommerpause schleppen.

Das defensive Mittelfeld bleibt eine Problemzone. Emre Can wirkt seit Wochen übermotiviert und überspielt. Auch gegen Kiel sorgte er beim Stande von 0:0 für einen Moment der Sorge, als er im Mittelkreis unnötig ins Dribbling ging und prompt einen gefährlichen Konter heraufbeschwor. Für Umschaltspezialisten wie Leipzig die perfekte Einladung zum Tore schießen. Zurzeit hängt beim BVB in der Schaltzentrale zu viel davon ab, dass ein 17-Jähriger - Jude Bellingham - regelmäßig alle Erwartungen übertrifft. Diese Unwucht gilt es zu beseitigen.

Auch auf der Seite bleibt die Situation schwierig, besonders bei den rechten Außenverteidigern. Lukasz Piszczek hat sich zurück in die erste Elf gespielt und macht das recht souverän. Aber die Tempodefizite sind beim Routinier nicht zu übersehen. Gegen Kiel hatte der 35-Jährige mehrfach das Nachsehen gegen den flinken Reese und musste sich sogar tunneln lassen. Im anstehenden Leipzig-Doppelpack könnten die Duelle mit Forsberg, Angelino und Co. Schlüsselmomente sein. Hier muss Terzic schnell Lösungen finden.

BVB: Keine Alternativen für den Angriff

Zumal die Alternativen geringer werden nach der schrecklichen Verletzung von Mateu Morey. Der Spanier wird wohl lange fehlen, vielleicht sogar über den Sommer hinaus. Bei Thomas Meunier als Ersatzkandidat hat zurzeit kaum jemand ein gutes Gefühl rund ums frühere Westfalenstadion. Der Belgier spielt eine Saison zum Vergessen und scheint aktuell keine Alternative zu sein.

Zu guter Letzt fehlt auch für die Offensive der Druck von der Bank. Die Zeit der Joker-Rekorde im ersten Favre-Jahr ist lange vorbei. Julian Brandt lässt als Reus-Backup Chance um Chance vorbeiziehen. Auch der Brasilianer Reinier bringt kaum Impulse. Im Sturm hat der BVB gar keine Alternative seit der Verletzung von Youssoufa Moukoko. Steffen Tigges ist den Beweis schuldig geblieben, mehr zu sein als ein guter Regionalliga-Stürmer.

Und ein Thorgan Hazard fremdelt - bei aller Klasse - als "falscher Neuner". Gegen Kiel ließ er sich immer wieder auf die Seite fallen. Die Angriffsspitze stärker zu besetzen, dürfte bei Sportdirektor Michael Zorc auf der Aufgabenliste für die neue Spielzeit ganz oben stehen. Bis dahin drücken vermutlich alle Dortmunder die Daumen, dass Haaland für die kommenden Highlight-Spiele wieder fit wird.

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