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Fussball

BVB - Thesen nach Einzug ins Pokalfinale: Dortmund schielt aufs Happy End

Von Patrick Brandenburg

 

2. Die Abteilung Offensivspektakel meldet sich zurück

Die Sorge vieler Dortmund-Fans war unbegründet, dass sich der kurzfristige Ausfall von Torjäger Erling Haaland gegen einen tief stehenden und kompakt verteidigenden Gegner wie Kiel als zu schwere Hypothek erweisen würde. Im Gegensatz zu vielen Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit hatte der BVB gegen den Außenseiter keine Probleme, ohne die Wucht des Norwegers das dichte Abwehrgeflecht zu zerpflücken.

Das liegt vor allem daran, dass Dortmunds Trio Infernale rechtzeitig zum Saisonfinish in Topform gekommen ist. Allen voran Marco Reus, der fast wie in besseren Zeiten für die nötige Kreativität in der schwarzgelben Offensive sorgt. Der Kapitän weiß in Jadon Sancho und Giovanni Reyna nun auch wieder selbstbewusste Partner an der Seite, die Doppelpässe oder knackige Kombinationen spielen können.

Reus hat zwei Drittel der Saison weit unter seinen Möglichkeiten gespielt. Seit dem Achtelfinale der Königsklasse in Sevilla dreht der 31-Jährige aber auf. Vier Tore und sieben Assists stehen seither für ihn wettbewerbsübergreifend zu Buche. Mehrfach war er Matchwinner der Borussia. Gegen Kiel hatte er unter anderem mit dem hochwertigen Treffer zum 3:0 Anteil am Erfolg. Bezeichnend war aber vor allem die ebenso energische wie trickreiche Vorarbeit zum 2:0, die den Widerstand des Pokalschrecks früh brach.

© getty
Gegen Zweitligist Kiel hatte der BVB keine Probleme.

BVB: Reyna "X-Faktor" im Saisonendspurt?

Ähnliches gilt für Jadon Sancho, der seine Formkrise schon etwas früher beendet hat. Dank der zwei Assists im Pokal-Halbfinale hat der Scorerkönig der vergangenen Saison (je 20 Treffer und Assists) seine Bilanz schon wieder auf 30 Torbeteiligungen (12 Treffer/18 Assists) geschraubt. Und das rotz mäßiger Hinrunde und Zwangspause von neun Spielen. Der junge Engländer hat wieder so viel Selbstvertrauen, dass er es gegen die Störche mit Kabinettstücken fast übertrieb.

Und schließlich passt auch das dritte Mosaiksteinchen wieder: Reyna hat seinen Corona-Blues abgelegt und erinnert wieder an seinen spektakulären Saisonstart. Seit der Bundesliga-Partie in Stuttgart, wo er mit einer Torvorlage glänzte, hat der 18-Jährige kontinuierlich an Selbstvertrauen gewonnen. Sein erster Doppelpack in Schwarzgelb gegen Kiel drückt das super aus.

Zwei Vorlagen und drei Treffer in den letzten fünf Partien in der Liga und im DFB-Pokal haben den US-Amerikaner nach dem ersten Durchhänger seiner Karriere wieder zum festen Startelf-Kandidaten befördert. Die Ruhr Nachrichten orakelten bereits, der unberechenbare Techniker könne zum "X-Faktor" im Saisonfinish des BVB werden.

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