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Fussball

Reservisten-Bewerbung beim FC Bayern im Pokal gegen Düren: Ein Trio empfiehlt sich

Von Dennis Melzer

Der FC Bayern trat beim ungefährdeten 3:0 gegen 1. FC Düren in der ersten Pokalrunde mit einer B-Elf aus Arrivierten, Neuzugängen und Nachwuchskickern an. Vor allem drei Spieler betrieben Eigenwerbung.

Wie erwartet durften in der ersten Runde des DFB-Pokals diejenigen, die kurz vor Schließung des Transferfensters noch den Weg nach München gefunden hatten, erstmals ihr Können im Bayern-Dress zeigen.

Eric Maxim Choupo-Moting, Marc Roca, Bouna Sarr und Douglas Costa, allesamt zunächst vornehmlich für die Breite verpflichtet, starteten gegen den fünftklassigen 1. FC Düren, auch Neuzugang Alexander Nübel kam zu seinem ersten Einsatz.

Komplettiert wurde die Mannschaft von einigen Arrivierten wie Thomas Müller oder Jerome Boateng, Talent Jamal Musiala feierte zudem sein Startelf-Debüt bei den Profis. Die Bank setzte sich aus Spielern der Zweitvertretung und U19 zusammen.

Ein ungewohntes Bild beim deutschen Rekordmeister, allerdings sollte es Im Duell mit den tapferen Amateuren aus dem Rheinland auch ohne das Gros der Stars reichen. Dabei offenbarten sich zwar nachvollziehbare Abstimmungsprobleme, ein Trio empfahl sich dennoch.

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Eric Maxim Choupo-Moting: Bayerns Soforthilfe

Der Deutschland-Rückkehrer deutete über weite Strecken an, warum der FC Bayern ihn geholt hat: Choupo-Moting muss sich nicht großartig akklimatisieren, sondern ist imstande, gleich als Soforthilfe zu fungieren.

Der Routinier gab insgesamt die meisten Torschüsse aller Spieler ab (7) und steuerte zwei Treffer bei, außerdem holte er den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:0 heraus. Obwohl er noch "das ein oder andere Ding" hätte machen können, sei er mit seinem Einstand zufrieden, gab er im Anschluss bei Sport1 zu Protokoll.

"Es hat heute sehr gutgetan, mal wieder etwas länger auf dem Platz zu stehen", sagte Choupo-Moting, der natürlich um seine Rolle als Backup für Robert Lewandowski weiß: "Wenn ich meine Minuten nach ihm bekomme, ist das okay - und wenn wir dann mal zusammenspielen, umso besser! Ich werde versuchen, so viel zu spielen wie möglich."

Mit Blick auf den eng getakteten Spielplan und seine Erfahrung dürfte er dieses Ziel erreichen.

Jamal Musiala: Bayerns Rohdiamant sorgt für glänzende Augen

Musiala zählt zu den größten Versprechen des FCB-Campus, in letzter Zeit taucht sein Name aber immer häufiger auf dem Spielbogen der ersten Mannschaft auf. Völlig zurecht, wie der 17-Jährige gegen Düren unter Beweis stellte.

Mit ordentlich Selbstbewusstsein ausgestattet, wagte sich der Youngster schon im ersten Durchgang ein ums andere Mal ins Eins-gegen-Eins, nahm es anfangs mitunter aber mit zu vielen Gegenspielern auf.

Besonders nach dem Seitenwechsel glänzte der englische U-Nationalspieler aber als erfolgreicher Dribbelkünstler, untermauerte seinen Ruf als Edeltechniker eindrucksvoll. Musiala sorgte in Minute 64 für das Highlight der Partie, als er drei Dürener wie Slalomstangen umkurvte und schließlich den Außenpfosten traf.

Der Rohdiamant führte die meisten Zweikämpfe aller Spieler (13) und entschied davon 61,5 Prozent für sich. Insgesamt ein Auftritt, der bei den Bayern-Fans für glänzende Augen gesorgt haben dürfte. Beim FC Chelsea, der ihn im Sommer 2019 gen München ziehen ließ, wird man sich hingegen nicht erst seit Donnerstagabend mächtig ärgern.

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Douglas Costa: Extralob von Bayern-Trainer Hansi Flick

Münchens neuer Flügelflitzer in seinem alten Wohnzimmer. Costa, der aus Turin zurück an die Isar gelotst wurde, weil drei Spieler für die offensive Außenbahn zu wenig sind und Wunschkandidat Callum Hudson-Odoi nicht von Chelsea loszueisen war, machte seinen Job gut.

"Douglas ist noch nicht bei hundert Prozent, aber das, was er mit dem Ball macht, ist vielversprechend", resümierte Flick im Nachgang auf der Pressekonferenz. Tatsächlich wartete der Brasilianer mit einigen sehenswerten Einzelaktionen auf, das 1:0 initiierte er mit einem klugen Pass auf Sarr.

Fünf Torschussvorlagen brachte Costa zustande, kein Münchner bediente die Kollegen in Abschlussposition häufiger.

Da Flick eine Rückkehr von Leroy Sane nicht terminieren wollte und Gnabry sowie Coman zuletzt mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, erscheint ein erneuter Einsatz des 30-Jährigen schon am Samstag in Bielefeld nicht unrealistisch.

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