Das waren Deutschlands Helden von der EM 1996

Am 30. Juni 1996, also heute vor 24 Jahren, hat das DFB-Team in London das EM-Finale gegen Tschechien mit 2:1 nach Verlängerung und Golden Goal gewonnen. Wir blicken auf die Helden von 1996.
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TOR – Andreas Köpke (damals 34 Jahre, Eintracht Frankfurt, 6 Spiele): Es war sein erstes großes Turnier als Nummer eins. Zuvor stand stets Bodo Ilgner im Kasten. Köpke verursachte gegen Italien einen Elfmeter – und hielt.
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Oliver Kahn (27, FC Bayern, 0 Spiele): Seine große Ära war noch nicht gekommen. Wäre dennoch beinahe zu einem Einsatz gekommen. Wegen des unglaublichen Verletzungspechs wurde vor dem Finale ein Feldspielertrikot für ihn beflockt.
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Oliver Reck: (31, Werder Bremen, 0 Spiele): Gleiches galt für Reck. Die DFB-Elf hatte im Endspiel nur vier Feldspieler auf der Bank sitzen. Im äußersten Notfall, bei Verletzungen während des Warm-Ups, hätten vielleicht Kahn und Reck spielen müssen.
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ABWEHR – Jürgen Kohler (30, Borussia Dortmund, 1 Spiel): Führte die Mannschaft im Auftaktspiel als Kapitän aufs Feld. Es war gleichzeitig der letzte Einsatz des "Koksers" bei dieser EM. Nach 14 Minuten zog er sich einen Innenbandriss im Knie zu.
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Markus Babbel (23, FC Bayern, 5 Spiele): Er war der Nutznießer des Kohler-Ausfalls. Er spielte mit Ausnahme des unbedeutenden letzten Gruppenspiels gegen Italien jede Minute.
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Thomas Helmer (31, FC Bayern, 6 Spiele): War in der Dreier-Abwehrkette gesetzt, die Belastungen machten ihm jedoch zu schaffen. Am Finaltag wurde er mit drei Nadeln fitgespritzt. Es hat sich gelohnt: Helmer leitete per 50-m-Pass das Golden Goal ein.
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Christian Ziege (24, FC Bayern, 6 Spiele): Stand jede Minute auf dem Feld. Erzielte im Auftaktspiel nach 26 Minuten die Führung gegen Tschechien. Auch im Endspiel hatte er entscheidenden Anteil am EM-Erfolg. Sein Assist führte zum 1:1.
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Stefan Reuter (29, Borussia Dortmund, 4 Spiele): Der heutige Geschäftsführer des FC Augsburg war das Pendant von Ziege auf der rechten Seite. Bitter: Er sah im Halbfinale gegen England seine zweite Gelbe Karte und war fürs Endspiel gesperrt.
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Matthias Sammer (28, Borussia Dortmund, 6 Spiele): Der zentrale Mann im 3-5-2-System mit Libero. Entwickelte sich zum Spielmacher dieser Mannschaft und wurde am Ende des Turniers zum besten Spieler gewählt.
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Rene Schneider (23, Hansa Rostock, 0 Spiele): Kam trotz der Verletzungsmisere des DFB-Teams nicht zum Einsatz. Machte ohnehin insgesamt nur ein Länderspiel: 95' gegen Südafrika.
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MITTELFELD – Thomas Häßler (30, Karlsruher SC, 6 Spiele): Nach Stationen bei Köln, Juventus und der Roma zur Zeit der EM Karlsruher. In der Gruppenphase gesetzt, bei den k.o.-Spielen nur Einwechselspieler und beim Finale wieder in der Startelf.
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Dieter Eilts (31, Werder Bremen, 6 Spiele): Der langjährige Werder-Spieler war im defensiven Mittelfeld eine entscheidende Stütze und spielte bis zur Halbzeit des Finals jede Sekunde. Dann musste er für Bode weichen.
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Andreas Möller (28, Borussia Dortmund, 5 Spiele): Hatte bei der EM seinen Stammplatz sicher, bis er beim Halbfinale gegen England seine zweite Gelbe Karte sah. Den Triumph musste er deshalb gesperrt von der Tribüne aus verfolgen.
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Thomas Strunz (28, FC Bayern, 5 Spiele): Sah beim dritten Gruppenspiel gegen Italien Gelb-Rot und fehlte deshalb gegen Kroatien gesperrt. Erst zum Finale kehrte er wieder in die Startelf zurück.
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Steffen Freund (26, Borussia Dortmund, 4 Spiele): Erlitt im Halbfinale einen Kreuzbandriss und musste in der Folge über ein halbes Jahr lang pausieren. Machte nach der EM nur mehr zwei Länderspiele.
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Marco Bode (26, Werder Bremen, 3 Spiele): Bis zum Finale stand er nur 11 Minuten auf dem Platz, gegen Tschechien waren es immerhin 49. Wurde für Eilts eingewechselt.
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Mehmet Scholl (25, FC Bayern, 3 Spiele): Bei den drei Gruppenspielen saß er noch jeweils über die volle Spielzeit auf der Bank, ab dem Viertelfinale aber gesetzt. Scorerpunkt gelang ihm keiner.
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Mario Basler (27, FC Bayern, 0 Spiele): Wegen Knöchelproblemen frühzeitig abgereist. Kam nicht zum Einsatz.
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Jens Todt (26, SC Freiburg, 0 Spiele): Wegen Verletzungen vor dem Finale mit Sondergenehmigung von der UEFA nachnominiert – dann aber nicht zum Einsatz gekommen. Machte insgesamt nur drei Länderspiele.
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ANGRIFF – Stefan Kuntz (33, Besiktas, 5 Spiele): Erzielte beim Halbfinale gegen England den so wichtigen Ausgleich zum 1:1. Beim Finale wurde er ausgewechselt. Nach der EM machte er nur mehr zwei Länderspiele.
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Jürgen Klinsmann (31, FC Bayern, 4 Spiele): Erzielte drei Tore und verletzte sich dann beim Viertelfinale. Beim Finale war er wieder fit und führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld.
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Oliver Bierhoff (32, Udinese Calcio, 3 Spiele): Spielte zunächst keine Rolle, eher er beim Finale eingewechselt wurde und Deutschland mit einem späten Doppelpack zum Titel schoss.
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Fredi Bobic (24, VfB Stuttgart, 3 Spiele): Stand bei drei der vier ersten Spiele in der Startelf, brach sich dann aber gegen Kroatien die Schulter und fiel für das restliche Turnier aus.
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TRAINER – Berti Vogts (49): Nach dem Titelgewinn ging es bergab. Bei der WM 1998 scheiterte er im Viertelfinale mit 0:3 an Kroatien, bald darauf war er seinen Bundestrainerjob los. Später Nationaltrainer von Kuwait, Schottland, Nigeria und Aserbaidschan.
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