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Fussball

FC Bayern München - Borussia Mönchengladbach 1:2: Bayerns Not-Aufgebot vergeigt Führung - Debütant schreibt Geschichte

Von Nino Duit

Ein stark ersatzgeschwächter FC Bayern München hat zum Rückrundenauftakt 1:2 (1:2) gegen Borussia Mönchengladbach verloren. Der eingewechselte Paul Wanner avancierte mit 16 Jahren und 15 Tagen zum jüngsten in der Bundesliga eingesetzten Spieler der Klubgeschichte und löste damit Jamal Musiala ab.

Robert Lewandowski brachte den FC Bayern in Führung (18.), ehe Florian Neuhaus (27.) und Stefan Lainer (31.) das Spiel zugunsten der Gäste drehten. Gladbach blieb somit auch im dritten Pflichtspiel der Saison gegen den FC Bayern ungeschlagen. Zuvor gab es ein 1:1 zum Bundesligaauftakt sowie das legendäre 5:0 im DFB-Pokal.

"Ich finde nicht, dass die erste Elf schlecht gespielt hat", sagte Bayern-Trainer Nagelsmann, der auch den guten Start lobte. "Anders als im Pokal und im ersten Bundesligaspiel, war es heute eher unverdient."

Müller konstatierte: "Gladbach ist nicht wirklich unser Lieblingsgegner in dieser Saison. "Wir haben verloren, weil wir die Dinger vorne nicht reingemacht haben. Die gingen heute an den Pfosten oder an die Latte. Vielleicht war es dann zu wenig zwingend, aber das müssen wir schlucken." Zur Personalsituation erklärte er: "Ob es jetzt fair ist, dass eindeutig verletzte Spieler zu einer Liste dazugehören, würde ich eher bezweifeln. Aber das ist zu politisch. Das muss die Liga wissen, was sie da tun."

Die DFL-Regularien hatte schon Bayerns Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn im Vorfeld der Partie kritisiert.

FC Bayern: Not-Kader sorgt für zwei Debütanten

Nagelsmann hatte nur ein Not-Aufgebot zur Verfügung: Corona-bedingt fehlten Coman, Davies, Hernandez, Neuer, Nianzou, Richards, Sane, Tolisso und Upamecano, außerdem fielen Choupo-Moting und Sarr (jeweils beim Africa-Cup) sowie Stanisic und Goretzka (jeweils verletzt) aus.

Deshalb rückten neben einigen Reservespielern sogar die beiden erst 16-jährigen Wanner und Ibrahimovic aus der U19 in den Kader. In der 75. Minute wechselte Nagelsmann Wanner und auch Copado ein, die jeweils ihr Profidebüt feierten.

Aber auch Gladbach hatte mit personellen Problemen zu kämpfen: Trainer Hütter fehlten unter anderem Bensebaini, Scally, Hofmann und Zakaria. "Ich habe großen Respekt davor, dass Bayern das durchgezogen hat", sagte Manager Max Eberl.

Durch den Sieg rückt Gladbach erst einmal auf Rang elf vor, Borussia Dortmund könnte den Rückstand auf die Bayern am Samstag mit einem Sieg in Frankfurt auf sechs Punkte verkürzen.

Bayern-Noten: Ein Notnagel enttäuscht - Youngster deuten Potenzial an

FC Bayern München - Borussia M'gladbach: Die Analyse

Nagelsmann beorderte nur zwei echte Abwehrspieler in seine Startelf, auf den Außenverteidigerpositionen im 4-2-3-1 begannen die gelernten Mittelfeldspieler Kimmich und Sabitzer. Bei eigenem Ballbesitz rückten sie etwas ein und bildeten gemeinsam mit Roca eine Art Aufbau-Dreierkette vor den beiden Innenverteidigern. Kimmich und Sabitzer versuchten das Offensivspiel immer wieder anzukurbeln, leisteten sich dabei aber zu viele vermeidbare Ballverluste.

Der FC Bayern hatte zunächst mehr vom generell eher zerfahrenen Spiel, kam jedoch kaum in Abschlusssituationen. Gefährlich wurde es wenn dann über den umtriebigen Lewandowski, der schließlich auch das verdiente 1:0 markierte. Ziemlich unverhofft drehte Gladbach daraufhin aber innerhalb von vier Minuten das Spiel. Dem Ausgleich war ein doppelter Stellungsfehler von Sabitzer vorausgegangen.

Mit zunehmender Spieldauer machten die Gäste die linke Seite des FC Bayern mit Sabitzer und dem unerfahrenen Tillman als Schwachstelle aus und attackierten vorwiegend über die eigene rechte Seite. Nach dem 2:1 hatte Gladbach einige Chancen auf das 3:1, ehe Lewandowski kurz vor der Pause am Aluminium scheitert und Ginter auf der Linie rettete.

Nach dem Seitenwechsel wurde der FC Bayern zwar wieder etwas besser, Gladbach setzte durch schnelle Konter aber Nadelstiche. Auch wegen eines schwachen Pressingverhaltens und einer zu schlechten Passquote (82,6 Prozent) versprühte der FC Bayern das ganze Spiel über nicht die gewohnte Dominanz.

FC Bayern München - Borussia M'gladbach: Die Aufstellungen

FC Bayern: Ulreich - Kimmich, Pavard, Süle, Sabitzer - Roca (75. Wanner), Musiala - Gnabry, Müller, Malik Tillman (75. Copado) - Lewandowski.

Gladbach: Sommer - Ginter, Elvedi, Jantschke (67. Beyer) - Lainer (79. Herrmann), Kramer (79. Benes), Kone, Netz - Neuhaus (67. Plea), Stindl (90. Thuram) - Embolo.

Die Daten des Spiels FC Bayern München - Borussia M'gladbach

  • Tore: 1:0 Lewandowski (18.), 1:1 Neuhaus (27.), 1:2 Lainer (31.)

Der Star des Spiels: Stefan Lainer (Borussia M'gladbach)

Gladbachs rechter Außenbahnspieler machte viel Druck über seine Seite und war an beiden Treffern entscheidend beteiligt. Das 1:1 leitete Lainer mit einer Flanke ein, das 2:1 besorgte er per Kopf selbst.

Der Flop des Spiels: Marcel Sabitzer (FC Bayern)

Schnell machte Gladbach Sabitzers linke Seite als Schwachstelle aus und attackierte vornehmend auf diesem Weg. Sabitzer leistete sich einige defensive Unachtsamkeiten wie vor dem 1:1. Bei eigenem Ballbesitz war er zu ungenau: Er verzeichnete die meisten Ballverluste aller Bayern-Spieler und seine Passquote zählte zu den schwächsten.

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Der Schiedsrichter: Daniel Siebert

Siebert hatte mit der fair geführten Partie keine Probleme.

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