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Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 2:1: Diesmal in Überzahl! Mainz feiert zweiten Sieg unter Beierlorzer

Von SPOX/sid

Achim Beierlorzer hat mit seinem neuen Klub FSV Mainz 05 auch bei seiner Heimpremiere einen Sieg gefeiert. Eine Woche nach dem furiosen 5:1-Auswärtserfolg in Hoffenheim bezwangen die Mainzer im Rhein-Main-Duell am Montagabend Eintracht Frankfurt mit 2:1 (0:1).

"Sechs Punkte in zwei Spielen, das ist genau das, was wir uns erträumt haben", sagte Beierlorzer. "Ich habe der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, wir müssen uns da keinen Kopf darum machen, wir müssen das abhaken. Wir müssen das so machen, wie in der zweiten Halbzeit, mit der Dynamik, der Power und den Sprints."

Nach einer Roten Karte für Dominik Kohr (44./Notbremse) hatten die Gastgeber mehr als eine Halbzeit in Überzahl agiert. Karim Onisiwo (50.) und Joker Adam Szalai (69.) drehten nach dem Frankfurter Führungstreffer durch Martin Hinteregger (34.) die Partie.

Während sich die Mainzer nach dem fünften Saisonsieg und mit nun 15 Zählern Richtung Tabellenmittelfeld orientieren, verpasste es die Eintracht vier Tage nach dem Europa-League-Erfolg beim FC Arsenal auch in der Liga in die Erfolgsspur zurückzukehren und zudem erstmals seit 33 Jahren beim rheinhessischen Rivalen zu gewinnen.

"Wir haben es in der zweiten Halbzeit gut gemacht. Wir freuen uns riesig über den Sieg im Derby. Wir haben in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht", sagte Szalai bei DAZN.

Der Frankfurter Danny da Costa sah den Hauptgrund für die Niederlage im Platzverweis: "Eine komplette Halbzeit in Unterzahl spielen zu müssen, ist nicht ganz so einfach". Hinteregger war sich sogar sicher, dass "wir uns drei Punkte holen, wenn wir 90 Minuten in Gleichzahl spielen".

Pyro-Exzess sorgt für verspäteten Anpfiff

Die Partie hatte mit rund zehnminütiger Verspätung begonnen, nachdem aus dem Eintracht-Fanblock mehrere pyrotechnische Leuchtfeuer, Rauchkörper sowie ein Böller auf den Rasen geflogen waren. Sebastian Rode und Filip Kostic wurden beim Versuch, den eigenen Anhang zur Räson zu rufen, unwirsch verscheucht. Schiedsrichter Manuel Gräfe bat beide Mannschaften erneut in die Kabine, ehe er die Partie anpfiff.

Die Atmosphäre blieb allerdings danach beinahe so frostig wie die Temperaturen. Aus Protest gegen die Montagsspiele verzichteten die Mainzer exakt 15:30 Minuten auf die üblichen Gesänge - Frankfurts Anhänger sogar die komplette erste Hälfte. Nur bei guten Torszenen, wie etwa dem ersten gefährlichen Abschluss durch den Mainzer Pierre Kunde (6.) oder auf der Gegenseite einer Direktabnahme von Kohr (11.), kam Stimmung auf.

Insgesamt war Mainz in Halbzeit eins die etwas aktivere Mannschaft, ohne sich dabei allerdings zwingende Tormöglichkeiten herauszuspielen. Stattdessen schlug Frankfurt nach einer clever ausgespielten kurzen Eckenvariante zu. Der aufgerückte Hinteregger traf letztlich per Flachschuss aus rund elf Metern zur Führung. FSV-Torhüter Robin Zentner sah dabei nicht gut aus.

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Mainz in Überzahl zu druckvoll - Rönnow verhindert Schlimmeres

Kohrs Foul als letzter Mann änderte dann jedoch die Vorzeichen der Partie. Während der fällige Freistoß von Kunde noch wenig Gefahr brachte, machte sich die Mainzer Überzahl nach dem Seitenwechsel so richtig bemerkbar. Gegen Jean-Paul Boetius (47.) klärte Eintracht-Keeper Frederik Rönnow noch mit einer starken Parade, gegen Onisiwos von Hinteregger abgefälschten Schuss war er jedoch chancenlos. Mainz hatte nun Möglichkeiten im Minutentakt.

Die Eintracht hatte allerdings zunächst viel Glück, dass es beim 1:1 blieb. Erst als ein vermeintlicher Treffer von Onisiwo (53.) auf Intervention des Videoschiedsrichters zurückgenommen wurde, weil der Ball zuvor im Aus gewesen war. Dann als Szalai (59.) im Nachsetzen nach einem Schuss von Levin Öztunali aus kürzester Distanz scheiterte.

Wenig später machte es der Ungar dann besser und mit seinem ersten Treffer seit der Rückkehr aus Hoffenheim die Wende perfekt. Filip Kostic vergab in der Nachspielzeit die Chance zum Ausgleich.

"Wir wollten Geschichte schreiben, indem wir als erste Eintracht-Mannschaft hier in Mainz gewinnen", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter. "Wir bringen uns leider um die Früchte unserer Arbeit mit diesen Roten Karten. Die Mannschaft hat am Ende Moral bewiesen und hätte einen Punkt vielleicht nicht verdient gehabt, aber ihn doch holen können."

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