Karl-Heinz Rummenigge: Menschenrechtsorganisationen rieten FC Bayern zur Fortführung von Katar-Sponsoring

Von SID / SPOX
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Laut des ehemaligen Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge haben Menschenrechtsorganisationen dem FC Bayern München zur Fortführung des Katar-Sponsorings geraten.

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"Ich bin, nachdem der Vertrag 2018 abgeschlossen wurde, jedes Jahr nach Brüssel geflogen, wo wir uns mit Vertretern von Menschenrechtsorganisationen getroffen haben", berichtete Rummenigge im Interview mit t-online. "Und immer haben wir die Frage gestellt, ob die Organisationen empfehlen würden, diese Partnerschaft zu beenden oder weiterzuführen. Unisono kam jedes Mal die Antwort: bitte unbedingt weitermachen."

Der Vertrag mit Qatar Airways endet 2023. Nach reichlich Kritik aus der Fanszene des FC Bayern ist weiterhin offen, ob er verlängert wird. Im Rahmen des Winter-Trainingslagers in Doha Anfang Januar ist es zu Gesprächen zwischen den Parteien gekommen. Rummenigge, der 2021 abgetreten war, wolle seinem Nachfolger Oliver Kahn diesbezüglich "keine Ratschläge erteilen".

Die Mannschaft startete unterdessen mit drei Remis enttäuschend in die Rückrunde und liegt an de Tabellenspitze nur mehr einen Punkt vor Union Berlin. Laut Rummenigge ist die neue Spannung positiv für die Bundesliga: "Fußball definiert sich grundsätzlich über Emotion. Wenn ein Verein zehnmal hintereinander Meister wird, ist das dafür nicht förderlich."

Im Meisterschaftsrennen hätten die Münchner gegenüber der ärgsten Konkurrenz dabei wirtschaftliche Vorteile. "Diese Klubs haben eine andere Philosophie, auch aufgrund anderer wirtschaftlicher Voraussetzungen. Bayern München würde nie einen Bellingham oder einen Nkunku verkaufen. Bei uns gab es immer das eiserne Gesetz: Ein Spieler, der für die Qualität der Mannschaft unabdingbar ist, muss bleiben", sagte Rummenigge.

Er verfolge seinen Ex-Klub "nach wie vor sehr intensiv, habe aber ganz zielbewusst kein offizielles Amt mehr angestrebt. Alle sechs bis acht Wochen hole ich an der Säbener Straße meine Post ab, trinke einen Espresso und dann schleich ich mich auch wieder. Ich habe ein ganz freundschaftliches, respektvolles Verhältnis zu den Verantwortlichen, zu den Mitarbeitern und bleibe dem Verein für immer verbunden."

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