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Fussball

Julian Nagelsmann wechselt zum FC Bayern München: Seine drei großen Aufgaben

Von Nino Duit

Julian Nagelsmann übernimmt im Sommer das Traineramt beim FC Bayern München und unterschreibt einen Fünfjahresvertrag. Bei seinem neuen Arbeitgeber warten drei große Aufgaben auf den 33-Jährigen.

Aufgabe 1: Integration in die Strukturen

Was Julian Nagelsmanns Lebenstraum ist, wurde für Hansi Flick zuletzt zur nicht mehr erstrebenswerten Bürde: Trainer des FC Bayern München zu sein. Nur weil der aktuelle Trainer auf vorzeitige Vertragsauflösung pochte, bekam Nagelsmann den Posten. Die Hauptgründe für Flicks Aufgabe: Ein Zerwürfnis mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic und unterschiedliche Auffassungen über die Aufgabenbereiche eines Trainers beim FC Bayern. Stichwort Kaderplanung.

"Das ist schwer zu bewerten und das steht mir auch nicht zu", sagte Nagelsmann bei der Pressekonferenz am Dienstag über Flicks Ende als Trainer des FC Bayern. Und dann erzählte er noch kurz aus seiner Kindheit, die bei einem Alter von 33 Jahren noch gar nicht so lange her ist: "Ich habe mal von meiner Mama gelernt: Wenn sich zwei Kinder im Kindergarten streiten, misch dich nicht ein."

Ab Sommer aber nimmt Nagelsmann als Flick-Nachfolger und Trainer eine entscheidende Rolle in diesem Kindergarten namens FC Bayern ein. Entscheidend für seinen Erfolg beim größten Klub des Landes wird sein, dass er trotz Einbringen eigener Ideen die dort herrschenden Strukturen schnell versteht und sich entsprechend integriert. Nagelsmann sollte tunlichst vermeiden, zwischen die Fronten oder gar in einen Streit zu geraten. Er weiß: "Ruhe ist für jeden Klub wichtig. Das wird mein Ziel in München sein."

Auf der Führungsebene ist der FC Bayern ein Klub im Umbruch: Karl-Heinz Rummenigge gibt den Posten des Vorstandsvorsitzenden zum Jahresende an Oliver Kahn ab, Salihamidzic wird immer mächtiger und weiß den Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß hinter sich. Auf dem Platz verfügt der FC Bayern unterdessen über einen gewachsenen Führungszirkel mit meinungsstarken Anführern wie Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Thomas Müller, die bis heute vollkommen hinter dem scheidenden und mit Salihamidzic zerstrittenen Flick stehen.

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Nagelsmann muss wissen: Die Mannschaft legt Wert auf eine empathische Ansprache, eine schlüssige taktische Idee und fordernde Trainingsarbeit. Flick und Jupp Heynckes vereinten diese Aspekte und hatten Erfolg. Carlo Ancelotti und Niko Kovac ließen sie irgendwann vermissen und scheiterten letztlich auch daran, dass sich die Führungsspieler deshalb von ihnen abwendeten.

Bei der Zusammenarbeit mit Salihamidzic kommt es für Nagelsmann auf den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses und auf eine gemeinsame Linie bei Transfers sowie der generellen Kaderplanung an. Spieler sollten künftig besser nicht mehr in Lager eingeteilt werden können wie zuletzt zwischen Flick (Boateng, Alaba, etc.) und Salihamidzic (Nübel, Hernandez, Roca, etc.) geschehen.

Zu Gute kommen Nagelsmann bei seinem Einstieg in die Strukturen des FC Bayern die Umstände und finanziellen Rahmenbedingungen seines Wechsels. Eine Ablösesumme von rund 25 Millionen Euro sowie ein gut dotierter Fünfjahresvertrag lassen ihn aus einer Position der Sicherheit, aus einer Position der Macht agieren.

Aufgabe 1: Integration in die Strukturen

Aufgabe 2: Neubau und Stabilisierung der Defensive

Aufgabe 3: Einbau eigener Talente

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