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Fussball

Logan Bailly als Gladbachs größter Chaot: Fünf Autos, Pool im Winter auf 30 Grad, Gehalt gepfändet

Von Chris Lugert

Auf der Torhüterposition hat Borussia Mönchengladbach schon lange kein Problem mehr. Yann Sommer hechtet und pariert seit Jahren auf allerhöchstem Niveau, sein Vorgänger Marc-Andre ter Stegen rettete den Klub 2011 vor dem Abstieg und hatte anschließend großen Anteil am Aufschwung der Fohlen.

Dass ter Stegen überhaupt zu seinem Debüt kam, lag an einem Keeper, der bei den Gladbach-Fans nicht in bester Erinnerung geblieben ist. Die Rede ist vom Belgier Logan Bailly.

Im Januar 2009 kam Bailly für 2,5 Millionen Euro aus Genk und sollte die neue Nummer eins werden. Bailly wurde auch sofort Stammtorwart bei den damals immer um den Klassenerhalt kämpfenden Gladbachern und wusste auch durchaus mit guten Leistungen zu überzeugen. Für Schlagzeilen sorgte Bailly aber vor allem abseits des Platzes. Denn das Gehalt, das er in der Bundesliga kassierte, stieg dem Torwart vollkommen zu Kopf.

Der Spiegel berichtete über eine unglaubliche Verschwendungssucht. Ein Bentley für den Vater, ein Audi A5 für die Frau, und für sich selbst durften es dann ein Lamborghini, ein Ferrari und ein Audi A5 Cabrio sein! Zudem soll er das Wasser in seinem Swimmingpool einen gesamten Winter lang auf etwa 30 Grad geheizt haben. Bailly lebte offenbar weit über den Verhältnissen selbst eines Fußballprofis.

© getty
Logan Bailly stand von 2009 bis 2012 bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag.

Logan Bailly: Im Würgegriff der Wettmafia

400.000 Euro Schulden soll Bailly zwischenzeitlich angehäuft haben. Er hinterlegte daher den Berichten zufolge seine Kredit- und EC-Karte beim Klub, der Bailly zudem von seinen kolportierten 40.000 Euro netto pro Monat nur 7.000 Euro ausgezahlt haben soll. Der Rest floss demnach direkt in die Umschuldung. Die Schulden des Belgiers sollen ihn sogar in den Würgegriff der Wettmafia getrieben haben. Unter anderem die Bild berichtete, dass Bailly in diesem Zuge der große Zeh mit einem Hammer gebrochen wurde.

Diese persönlichen Probleme hatten natürlich dann auch Auswirkungen auf seine Leistungen auf dem Platz. Nach anderthalb guten Jahren ging es in der Saison 2010/11 deutlich bergab. Trainer Michael Frontzeck strich Bailly nach schwachen Leistungen aus dem Kader, Christofer Heimeroth übernahm den Platz zwischen den Pfosten.

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Nach Frontzecks Entlassung im Februar 2011 wurde Lucien Favre verpflichtet, Gladbach war zu diesem Zeitpunkt abgeschlagener Tabellenletzter, sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz. Und der Schweizer machte Bailly überraschend wieder zur Nummer eins. Anfangs klappte das auch, ein völlig unerklärlicher Aussetzer gegen den 1. FC Kaiserslautern brachte Bailly aber wieder aufs Abstellgleis. Als der Belgier sich dann noch verletzte, schenkte Favre dem blutjungen ter Stegen das Vertrauen - und wurde belohnt. Mit einem starken Endspurt gelang noch der Sprung in die Relegation und dort dann auch der Klassenerhalt.

Baillys Zeit in Gladbach war damit aber beendet. Zunächst wurde er zweimal verliehen, 2012 folgte der endgültige Abschied. Bei OH Leuven war Bailly noch drei Jahre Stammspieler, ein Wechsel zu Celtic Glasgow erwies sich aber als Missverständnis. 2020 beendete er schließlich seine Karriere.

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