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Ende der Windhorst-Soap, Big City, Klinsi: Chronologie zum Hertha-Chaos

Beinahe jedes Kapitel einer Soap hat ein dramatisches Ende, so auch das von Lars Windhorst und Hertha BSC. Der Investor kündigte in einem Statement das Ende der Zusammenarbeit an. Ein neuer "Höhepunkt" beim Berliner Chaos-Klub. Eine Chronologie.

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16. April 2019: Hertha und Cheftrainer Pal Dardai verständigen sich auf eine Trennung im Sommer. "Ein neuer Impuls" sei nun der richtige Schritt für die Hertha, sagt Michael Preetz. Das Dardai-Aus wird von den Fans teils heftig kritisiert.
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12. Mai 2019: U23-Coach Ante Covic wird als neuer Trainer für die kommende Saison vorgestellt. Von Wunschlösung Niko Kovac hatte die Hertha zuvor eine Absage kassiert. So also Plan B mit Covic.
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27. Juni 2019: Lars Windhorst steigt mit seiner Tennor-Holding bei Hertha als Investor ein. Der Deal umfasst 125 Millionen Euro. Der "Big City Cub" ist geboren.
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7. November 2019: Klinsmann beginnt bei Hertha - zunächst nicht als Trainer, sondern als Aufsichtsrat. Er ist einer von vier Vertretern des neuen Investors Lars Windhorst im neunköpfigen Kontrollgremium.
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Zuvor war Klinsmann noch als Trainer Ecuadors gehandelt worden, nun ist er in der Hauptstadt, bei dem laut Klinsmann "spannendsten Fußball-Projekt Europas".
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25. November 2019: Die Berliner verlieren ihr viertes Ligaspiel in Folge. Das 0:4 in Augsburg bringt Trainer Ante Covic in arge Bedrängnis: Die Hertha liegt nach dem 12. Spieltag auf Platz 15.
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27. November 2019: Covic wird entlassen, Klinsmann übernimmt zehn Jahre nach dem Ende seiner Bayern-Amtszeit wieder einen Bundesligisten, offiziell bis zum Saisonende. Für manche der Anfang einer Machtübernahme von Investor Windhorst.
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30. November 2019: Klinsmanns Premiere misslingt, gegen den BVB gibt's ein 1:2. Für Aufregung sorgt Klinsmann selbst: Vor den Kameras filmt er mit seinem Handy die Berliner Hymne "Nur nach Hause".
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Allerdings ist dabei deutlich das Logo seines persönlichen Ausrüsters adidas zu sehen. Hertha wird aber vom Konkurrenten Nike gesponsert ...
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14. Dezember 2019: Beim 1:0 gegen Freiburg gelingt Klinsmanns erster Sieg, danach folgt ein 1:0 in Leverkusen und ein 0:0 gegen Gladbach - Hertha scheint zum Ende des Jahres stabilisiert. Die Hinrunde beenden die Berliner als Zwölfter.
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27. Dezember 2019: Hertha beginnt als erster Bundesligist die Vorbereitung auf die Rückrunde. Schon zu diesem Zeitpunkt sorgen Gerüchte um Winterneuzugänge für gehörige Aufmerksamkeit. Gehandelt werden unter anderem Götze, Draxler oder Xhaka.
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Letztlich kommen Rekordneuzugang Lucas Tousart (Olympique Lyon), Krzysztof Piatek (AC Mailand), Matheus Cunha (RB Leipzig) und Santiago Ascacibar (VfB Stuttgart) - für angeblich insgesamt rund 80 Millionen Euro.
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14. Januar 2020: Aufregung vor dem ersten Rückrundenspiel: Klinsmann fehlt offenbar die notwendige Trainerlizenz. Rechtzeitig vor dem Bayern-Spiel wird die Lizenz verlängert, Klinsmann musste Nachweise über absolvierte Fortbildungen nachreichen.
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19. Januar 2020: Trotz des neu lizenzierten Trainers verliert Hertha 0:4 gegen den Rekordmeister, die Woche darauf gewinnt das Team 2:1 beim VfL Wolfsburg.
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24. Januar 2020: Wieder Aufregung. Zunächst teilt der Klub mit, dass die "öffentlichen" Trainingseinheiten nur noch 20 Minuten für Fans und Medien frei zugänglich seien. Der Aufschrei ist groß.
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Wenig später die Klarstellung: Nur in den ersten 20 Minuten dürfe gefilmt werden, Fans und Medien aber weiterhin die gesamten Einheiten besuchen. Klinsmann spricht von einem Missverständnis.
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8. Februar: Hertha verliert gegen Mainz mit 1:3. Klinsmann macht dafür auch die Aufregung um die rassistisch motivierten Beschimpfungen gegen Jordan Torunarigha während des DFB-Pokal-Spiel auf Schalke verantwortlich. Er gibt seinem Team zwei Tage frei.
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10. Februar 2020: Klinsmann stellt sich in einem Facebook-Chat den Fragen der Fans. "Am Dienstag kommen die Jungs frisch zurück aufs Gelände, und dann legen wir den vollen Fokus auf den SCP", sagte er da mit Blick auf das Spiel beim Schlusslicht.
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Und Klinsmann weiter: "Die nächsten Spiele werden nicht einfach, aber wir sind insgesamt auf dem richtigen Weg und guter Dinge."
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11. Februar 2020: Davon ist er einen Tag später wohl nicht mehr überzeugt: Klinsmann tritt völlig überraschend zurück - 76 Tage nach Amtsbeginn und per Nachricht auf Facebook. Damit überrascht er auch den Verein, der davon nichts weiß.
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Der Grund: Angeblich mangelnde Unterstützung durch die handelnden Personen. Hertha teilt mit, dass es für Klinsmanns Schritt "keinerlei Anzeichen" gab.
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Kurios: Den Platz im Aufsichtsrat will Klinsmann behalten - und damit die Personen kontrollieren, die ihm angeblich zu wenig Rückendeckung gaben. Die Hertha entbindet ihn jedoch von seinen Aufgaben.
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12. Februar 2020: Klinsmann erklärt in einem Facebook-Livestream seinen Rücktritt. Seine Entscheidung sei "natürlich frag- und kritikwürdig". Ihn habe jedoch die "Kompetenzaufteilung" gestört. "Das betrifft in erster Linie mich und Michael Preetz."
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13. Februar 2020: Windhorst, Preetz und Gegenbauer äußern sich auf einer außerordentlichen PK zu den jüngsten Entwicklungen. So etwas könne man "als Jugendlicher machen, aber nicht als Erwachsener", sagt Windhorst über Klinsmann.
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Windhorst erklärt außerdem, "mindestens zehn Jahre" bei der Hertha engagiert bleiben zu wollen. Er habe in die Hertha investiert, "nicht mit der Absicht, kurzfristig Profit zu schlagen".
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22. Februar 2020: Die Hertha verliert unter Leitung von Interimstrainer Alexander Nouri mit einer desolaten Leistung krachend mit 0:5 gegen den 1. FC Köln.
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26. Februar 2020: Die Bild-Zeitung veröffentlich die mittlerweile legendären Klinsmann-Protokolle. Darin rechnet der Ex-Trainer mit der Klub-Führung, der Medien- und Medizinabteiltung und vor allem mit Preetz ab.
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Selbst seine ehemaligen Spieler bekommen ihr Fett weg. Klinsmann bewertet jeden einzelnen Spieler. Beispiel gefällig? "Thomas Kraft, 31, ständig krank oder verletzt, keinen Mehrwert mehr. Vertrag auslaufen lassen."

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Preetz nimmt Stellung zu den Protokollen. Etwas resigniert wirkend nennt er die Anschuldigungen "perfide und ungehörig". "Ich weiß nicht, ob es ein Putschversuch war und wenn, ist er gescheitert."
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18. März 2020: Wie Preetz in einem Podcast erzählt, wird Nouri nicht über den Sommer hinaus als Cheftrainer beschäftigt. Die Hertha wolle jedoch mit Nouri die Saison zu Ende spielen.
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9. April 2020: Inmitten der Coronakrise stellt die Hertha Bruno Labbadia als neuen Trainer vor. Zuvor holte sich Preetz den dritten Korb von Wunschkandidat Niko Kovac ab. Wieder Plan B. "Labbadia passt perfekt zu Hertha BSC", sagt Preetz.
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04. Mai 2020: Kalou geht bei Facebook live. Er fährt mit seinem Wagen zum Hertha-Trainingsgelände, filmt, wie er seine Mitspieler per Handschlag begrüßt, über Gehaltskürzungen diskutiert und Corona-Witze reißt. Die Hertha suspendiert ihn.
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20. Dezember 2020: Nach einer 1:4-Niederlage gegen Freiburg geht Labbadia hart mit Stürmer Matheus Cunha ins Gericht und kritisiert diesen für dessen Performance: "Er bringt seine Leistung nicht, zieht die Mannschaft runter. Ich bin total verärgert."
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5. Januar 2021: Erst Anfang 2021 kommt heraus, dass Labbadia in der Halbzeit wohl eine Flasche nach dem Brasilianer geworfen haben soll. Zudem soll Cunha einen nicht abgesprochenen Trip über die Feiertage in die Schweiz unternommen haben.
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23. Januar 2021: Nach der 1:4-Niederlage beim Rückrundenauftakt gegen Werder Bremen fordern Fans auf dem Olympischen Platz den Rücktritt der Vereinsführung. Dabei steht vor allem Manager Michael Preetz im Zentrum der Kritik.
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24. Januar 2021: Nach nur einem Sieg aus acht Spielen trennt sich die Hertha mit sofortiger Wirkung von Trainer Bruno Labbadia und Manager Michael Preetz.
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25. Januar 2021: Dardai kehrt zurück und hält die Hertha dank nur einer Niederlage in den letzten neun Spielen in der Liga. Mit neuen Spielern und dem neuen Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic soll im Sommer neu angegriffen werden. Pustekuchen!
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29. November 2021: Schon kurz nach Saisonbeginn stand Dardai in der Kritik. Siege gegen Fürth und Bochum lassen zwar etwas mehr Ruhe einkehren, nach 13 Spieltagen ziehen die Hertha-Verantwortlichen aber die Reißleine ...
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Mit nur 14 Punkten steht Berlin auf dem 14. Platz. Das Ziel Europa ist weit entfernt - auch weil bislang keiner der vielen Transfers so richtig eingeschlagen hat. Dardai, der noch bis zum Sommer Vertrag hatte, wird entlassen. Tayfun Korkut übernimmt.
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"Mit Korkut möchten wir der Mannschaft neue Impulse geben, er hat in der Vergangenheit schon unter Beweis gestellt, dass er ein Team nicht nur stabilisieren, sondern auch mit seiner akribischen Arbeit & Idee vom Fußball weiterentwickeln kann", so Bobic.
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9. März 2022: In einer sportlich mehr als angeschlagenen Situation (die Mannschaft steht mit Coach Korkut lediglich auf Platz 16 der Bundesliga-Tabelle, nur ein Punkt Vorsprung vor dem Abstieg) wird die Hertha vom nächsten Schlag getroffen.
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Investor Lars Windhorst zieht der geplanten Dokumentation über den Klub (sollte im Herbst 2021 bereits erscheinen) den Stecker. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen das Produktionsteam um Regisseur Lee Hicken und Oscar-Gewinner James Marsh.
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Diese hätten "weder den abgesprochenen Vorstellungen noch professionellen Ansprüchen entsprochen", erklärt Tennor-Sprecher Andreas Fritzenkötter. Eigentlich hätte die Doku Hertha "international bekannter und interessanter" machen sollen.
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Das Produzenten-Team, zu dem auch Ex-Herthaner Axel Kruse gehörte, bringt das auf die Palme: "Ich bin maßlos enttäuscht, dass dieses Material, das mit so viel Herzblut produziert wurde, nicht erscheint", so Kruse zur Sport Bild.
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Laut Kruse hätten gewisse Berliner Größen "Angst gehabt, dass dann die Wahrheit herauskommt." Im Nachhinein sei es wohl problematisch gewesen, "dass der eine oder andere zu ehrlich war." Dabei sei das Material "gigantisch" gewesen.
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13. März 2022: Nach dem 0:2 gegen Gladbach, der fünften Ligapleite in Serie, zieht Fredi Bobic die Reißleine. Korkut ist Geschichte. Sein Nachfolger wird einer, dessen Trainerkarriere Geschichte schien: Felix Magath.
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19.3.2022: Das erste Spiel der Ära Magath gewinnt Hertha - ohne Felix Magath. Weil der Altmeister an Corona erkrankt ist, übernimmt sein Assistent Mark Fotheringham. Die nächsten zwei Spiele mit Magath an der Seitenlinie verliert Hetrha wieder.
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22.3.2022: Nach dem 1:4 im Stadt-Derby gegen Union Berlin feiern Unions Spieler ausgelassen im Olympiastadion. Herthas Spieler werden dagegen gleich doppelt gedemütigt.
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Fans zwingen Herthas Spieler, ihre Trikots auszuziehen. Als ob sie dadurch besser spielen würden in den folgenden Abstiegsendspielen.
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30.04.2022: Nach zwei Siegen gegen Augsburg und Stuttgart kann Hertha gegen Bielefeld bereits den Klassenerhalt perfekt machen. Letztlich kommen die Berliner gegen die Arminia aber nicht über ein 1:1 hinaus – der Nichtabstieg ist vorerst vertagt.
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14.05.2022: Am letzten Spieltag hat die Hertha drei Punkte Vorsprung auf den VfB Stuttgart. Nur bei einer Niederlage gegen dem BVB und gleichzeitigem Sieg der Schwaben gegen den 1. FC Köln würde die Hertha auf den Relegationsrang abrutschen.
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Und genau das passiert auch. BVB-Youngster Youssoufa Moukoko sorgt in der 84. Minute für das 2:1 für Dortmund, Hertha verliert die Partie. Stuttgart erzielt nur wenige Minuten später den Treffer zum 2:1-Sieg gegen Köln. Hertha belegt nur Rang 16.
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23.05.2022: Auch die Relegationsspiele gegen den HSV verlaufen zunächst überhaupt nicht nach Plan. Die erste Partie verliert man chancenlos mit 0:1, erst im Rückspiel kann die Hertha das Blatt wenden. Durch einen 2:0-Sieg bleibt man in der Bundesliga.
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24.05.2022: Trotz des Klassenerhalts tritt der stark in die Kritik geratene Präsident Gegenbauer von seinem Amt zurück. "Mit meinem Entschluss möchte ich einen Neuanfang für die Zukunft von Hertha BSC einleiten", sagt er.
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Ausdrücklich nichts soll sein Rücktritt mit den Meinungsverschiedenheiten mit Windhorst zu tun haben. "Die momentanen Unstimmigkeiten mit unserem Investor haben keine Rolle gespielt", beteuert Gegenbauer.
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25.05.2022: Im Interview mit dem Tagesspiegel legt Gegenbauer später dennoch noch einmal nach und lässt kein gutes Haar an Windhorst. "Er hat eine Spaltung zu verantworten, die den Klub und alle Abteilungen schwer verunsichert hat", so der 72-Jährige.
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"Er hat in den vergangenen Wochen, mitten im Abstiegskampf, den Verein angezündet. Es wird die Aufgabe meiner Nachfolgerin oder meines Nachfolgers sein, diese Spaltung rückgängig zu machen", so Gegenbauer weiter.
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26.05.2022: Auch Magath, welcher nach dem erfolgreichen Klassenerhalt sein Amt niederlegt, lässt an den Zuständen bei der Herta kein gutes Haar. "Es gab kein größtes Problem. Es gab nur Probleme", sagte er in einem kicker-Interview.
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"Ich hatte in den neun Wochen das Gefühl keine Hilfe zu haben", so Magath weiter. "Die Stimmung war eher: Paragraph eins - jeder macht seins. In der Breite hatte ich nie das Gefühl, dass sich der Klub gegen den Abstieg wehrt."
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02.06.2022: Die Hertha präsentiert Sandro Schwarz als neuen Trainer. Dieser verspüre "große Lust" auf den Neustart, den er "mit Arbeit, Freude und viel Energie zum Positiven wandeln" wolle. "Darauf freue ich mich jetzt total", so Schwarz.
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26.06.2022: Auf der Mitgliederversammlung wird etwas überraschend Ex-Ultra Kay Bernstein zum neuen Präsidenten gewählt. Der 42-Jährige setzt sich knapp gegen den favorisierten CDU-Politiker Frank Steffel durch.
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06.08.2022: Der Bundesliga-Auftakt gegen den Stadtrivalen Union Berlin geht dann aber wieder in die Hose. Mit 1:3 verliert man das Berliner Derby, die Stimmung bei den Fans und innerhalb der Mannschaft ist direkt wieder auf dem Tiefpunkt.
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16.09.2022: Bis zum siebten Spieltag feiert die Hertha nur einen Sieg (2:0 gegen Augsburg). Mit sechs Zählern liegt man nur auf Tabellenrang 14, erste Berichte über eine mögliche Ablösung Schwartz' machen bereits die Runde.
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29.09.2022: Das nächste Beben bei der Hertha. Einem Bericht der Financial Times zufolge soll Windhorst israelische Privatdetektive damit beauftragt, eine gezielte Kampagne zum Sturz Gegenbauers aufzusetzen. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor.
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Demnach hatte die Firma Shibumi Strategy Limited eine Geheimoperation durchgeführt, die das Ziel hatte, Gegenbauer aus dem Verein zu drängen. Dabei kontaktierte man Anhänger, Gegner und Familienmitglieder Gegenbauers, um Informationen zu erhalten.
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Gleichzeitig hatte Windhorst Shibumi offenbar damit beauftragt, eine "Strategie zu planen und zu entwickeln", die seinen eigenen Ruf im Verein "verbessern" sollte, heißt es in einem Dienstleistungsvertrag zwischen den Parteien.
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30.09.2022: Nur einen Tag später reagiert Hertha auf die Vorwürfe. Der Klub stellt Windhorst ein Ultimatum, bis zum 3. Oktober soll sich der Investor zu dem angeblichen Skandal schriftlich äußern.
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01.09.2022: Noch am selben Wochenende folgt die Antwort Windhorsts. Die Vorwürfe bezeichnet er als "Unsinn. Bei logischer Betrachtung der damaligen Situation hätte dies überhaupt keinen Sinn gemacht", verteidigt er sich.
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"Meine Meinung zum früheren Präsidenten und meine Kritik an Werner Gegenbauers Führungsstil habe ich spätestens mit dem Auftritt in Bild TV im April 2021 erkennbar geäußert", so Windhorst weiter. Eine Kampagne hätte deshalb keinen Sinn ergeben.
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01.10.2022: Auch Coach Schwarz reagiert auf die Vorwürfe. In einem Gespräch mit der Bild-Zeitung bezeichnet er diese als "befremdlich. Der Verein wird aber alles daran setzen, um Klarheit zu schaffen. Davon bin ich überzeugt."
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05.10.2022: Rund eine Woche nach den Spionage-Vorwürfen der große Knall! Windhorst beendet sein Engagement bei der Hertha und rechnet mit Klub sowie Präsident Kay Bernstein ab. Außerdem machte er dem Verein ein Angebot.
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Es gebe "keine Basis und keine Perspektive für eine erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit" heißt es in einer Stellungnahme von Tennor. Der Verein könne nun die "Mehrheits-Anteile in Höhe von 64,7 Prozent zum damaligen Kaufpreis zurückkaufen".
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Heißt: Die Hertha müsste 374 Millionen Euro aufbringen. Schuld an dem Streit hat aus Tennor-Sicht ausgerechnet Gegenbauers Nachfolger Bernstein. Dieser sei "erkennbar an einer vertrauensvollen und seriösen Zusammenarbeit nicht interessiert" gewesen.
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Laut einem Bericht des Spiegels will das Präsidium im Gegenzug beantragen, Windhorst aus dem Verein auszuschließen. Außerdem heißt es, dass es sehr wohl eine Vereinbarung zwischen Tennor und Shibumi bzgl. der Spionage gegeben haben soll.
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Mehr als 20 Mitarbeiter der Agentur hätten an dem Projekt mitgewirkt, Windhorst selbst bestätigte den von ihm nicht unterschriebenen Vertrag angeblich in einer E-Mail. Tennor geht in seiner Stellungnahme nicht weiter auf die Vorwürfe ein.
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Die Reaktion des Klubs ließ nicht lange auf sich warten. Die Stellungnahme von Windhorst "entspricht nicht dem Besprochenen und Verabredeten. Die darin erhobenen sonstigen Vorwürfe sind unzutreffend", behauptete Hertha BSC.
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Zugleich bot der Klub Tennor "die Unterstützung bei der Käufersuche in einem geordneten Investorenprozess im besten Interesse von Hertha BSC und Tennors Investoren und Gläubigern an".
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