Fussball

VfB Stuttgart vor Scherbenhaufen: Noch ein tieferer Tiefpunkt

Von Jochen Tittmar

Wie geht es nun weiter?

"Ohne Wenn und Aber" werde Weinzierl im kommenden Heimspiel gegen RB Leipzig auf der Bank sitzen, brach Reschke am Montagvormittag auf dem Klubgelände sein Schweigen.

Von einem Endspiel für den angeknockten Coach wollte der Sportvorstand nicht sprechen: "Wir haben noch 13 Spiele. Aktuell ist alles möglich. Der direkte Klassenerhalt oder über die Relegation. Wir dürfen uns jetzt nicht selbst zerfleischen, sondern wir müssen daran glauben, dass es uns gemeinsam gelingen kann, die Liga zu halten", so der Sportvorstand.

Diese Sätze haben problemlos das Potential, im Lexikon neben dem Begriff "Durchhalteparolen" zu stehen. Andererseits: Was bleibt dem VfB auch anderes übrig?

Reschke wird sich längst mit Notfallszenarien beschäftigen, auf die Namen Felix Magath und Markus Gisdol hören bislang kolportierte Planspiele im Falle einer Entlassung Weinzierls. "Manche Fragen muss man wegatmen", sagte Gisdol am Sonntag im Doppelpass zweideutig auf die Frage, ob er denn in Stuttgart im Gespräch sei.

Auch Jürgen Klinsmann gilt als Kandidat, ein weiterer mit Stuttgarter Vergangenheit. Der ehemalige Bundestrainer ließ bereits durchblicken, dass ihn ein Job beim VfB reizen würde. Klinsmann liebäugelt jedoch eher mit dem Posten, den aktuell Reschke innehat. Dass er bei einer möglichen Bundesliga-Rückkehr als Trainer ein derartiges Himmelfahrtskommando übernimmt, ist nicht besonders wahrscheinlich.

Zumal es bei einer Verpflichtung von Klinsmann oder auch Magath nicht damit getan wäre, nur den Trainer auszutauschen. Beide würden mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf beharren, Strukturen innerhalb des Klubs aufzubrechen und Machtverhältnisse neu zu ordnen. Dies könnte gleichbedeutend mit einem Aus Reschkes sein.

Von einer Übergangslösung mit Co-Trainer Andreas Hinkel und/oder U19-Trainer Nico Willig spekulierte der kicker. Dieses Szenario hätte verhindern können, dass ein möglicher neuer Coach in den beiden kommenden Partien gegen Leipzig und bei Werder Bremen einen ähnlichen Fehlstart hinlegt wie Weinzierl (drei Niederlagen bei 0:11 Toren). Jetzt bleibt Weinzierl also erstmal am Ruder.

Erst Anfang März steht mit dem Sonntagsspiel gegen Hannover 96, aktuell einen Zähler hinter den Schwaben platziert, die Partie an, bei dem sich das Überleben des VfB Stuttgart in der Bundesliga vorentscheiden könnte. Dass Weinzierl auch dann noch an der Seitenlinie stehen wird, ist angesichts der letzten Auftritte kaum noch vorstellbar.

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