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Formel 1

Formel 1 - Erkenntnisse zum Aserbaidschan-GP: Schumacher braucht von Haas mehr Rückendeckung

Von Christian Guinin

© getty

Während Mick Schumacher beim Großen Preis von Aserbaidschan dem Druck erneut nicht standhalten kann, mutiert das ursprüngliche Aushängeschild der Scuderia Ferrari immer mehr zum Problemkind. Die FIA muss derweil dringend etwas gegen das "Bouncing" unternehmen und die Gesundheit der Piloten in den Vordergrund stellen. Die Erkenntnisse zum Aserbaidschan-GP.

1. Schumacher braucht von Haas mehr Rückendeckung

Für Mick Schumacher endete der Große Preis von Aserbaidschan wieder einmal wenig zufriedenstellend. Trotz einiger namhaften Ausfälle von vermeintlich schnelleren Piloten kam der Haas-Pilot in Baku nicht über den 14. Platz hinaus, nachdem er in der Qualifikation am Samstag den letzten Platz belegt hatte.

Dabei hatte sich der Youngster eigentlich viel vorgenommen und wollte sich nach der Quali Vater Michael zum Vorbild nehmen. "Mein Papa hat es früher auch schon geschafft, von hinten zu starten und nach vorne zu fahren. Von daher gibt es keinen Grund, warum ich das nicht auch können sollte", hatte Schumacher Jr. da noch optimistisch geklungen.

Doch daraus wurde nichts. Zu schwach war die Pace seines VF-22 im Renntrimm. Vor allem im ersten Stint ließ Schumacher einiges liegen: "Erst ganz zum Schluss, im letzten Stint, war es so, dass wir eigentlich die gewohnte Pace hatten. Dann war es aber schon zu spät und alles zu weit weg."

Immer stärker scheint Schumacher der Druck, den einerseits das Umfeld und andererseits sein Team in Person von Günther Steiner auf ihn ausüben, zu schaffen zu machen. Nach mehreren Totalschäden, die für Haas ohne Frage finanziell nur schwer aufzufangen sind, war der 23-Jährige von Steiner öffentlich scharf kritisiert worden. Für Baku gab es für beide Piloten sogar ein "Crash-Verbot", um die Kosten nicht weiter in die Höhe zu treiben.

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Mick Schumacher verpasste beim Aserbaidschan-GP erneut eine Platzierung in den WM-Punkten.

Wolff: "Mick kann Autofahren und hat die Intelligenz"

Doch dieser Druck scheint für Schumacher keineswegs förderlich zu sein. Ganz im Gegenteil: In Post-Quali- und -Renn-Interviews wirkt Schumi Jr. von Grand Prix zu Grand Prix angespannter, kann sein eigentlich vorhandenes Talent kaum noch auf den Asphalt bringen. Die Angst, im nächsten Jahr nicht mehr Teil der Formel 1 zu sein, scheint immer größer zu werden. Genau hier müsste Steiner eigentlich ansetzen, sich - zumindest öffentlich - hinter seinen Schützling stellen, anstatt die Angst vor weiteren Unfällen und damit verbundenen finanziellen Problemen des Teams zu schüren.

Der Südtiroler hingegen sieht die Probleme nicht bei sich selbst und kritisiert vielmehr den Umgang der Medien mit Schumacher. "Es wird fast uns angekreidet, dass wir an allem Schuld sind. Das sind wir nicht, glaube ich. Wir wollen Mick erfolgreich haben. Ich glaube, die Fronten sind nicht verhärtet", sagte Steiner vor dem GP in Baku. Dennoch brauche man Erfolge. "Wir müssen schauen, dass wir Punkte holen."

Mehr Rückendeckung für Schumacher wünscht sich auch Steiners Kollege Toto Wolff. Dass Schumacher "gepiesackt" und ständig drauf hingewiesen werde, individuelle Fehler zu machen, sei laut dem Mercedes-Teamchef völlig kontraproduktiv. "Ich würde eher das Gegenteil machen und würde Mick sagen: 'Jetzt lass es mal fliegen! Fahr so, wie du fahren kannst.'"

Erst dann könne Schumacher sein volles Potenzial ausschöpfen und die sehnlichst erwarteten WM-Punkte einfahren. "Mick kann Autofahren und hat die Intelligenz. Man muss ihn jetzt einfach so fahren lassen, wie er das kann, wie sein Instinkt das möglich macht."

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