Formel 1

Formel 1: Max Verstappen holt Brasilien-Pole vor Sebastian Vettel

SID

Red-Bull-Star Max Verstappen geht von der Pole Position in das vorletzte Formel-1-Rennen der Saison. Der Niederländer setzte sich im Qualifying zum Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 18.10 Uhr im Liveticker) gegen Sebastian Vettel (Heppenheim) durch.

Sebastian Vettel klopfte Max Verstappen auf die Schulter und lächelte ein bisschen gequält. Der Ferrari-Star musste sich eingestehen: Bei der Hatz nach der Pole Position in Sao Paulo hatte er gegen den wie entfesselt fahrenden Niederländer keine Chance. Und so geht Vettel beim Großen Preis von Brasilien am Sonntag "nur" als Zweiter in sein 100. Rennen für Ferrari.

"Er hat die Pole verdient", sagte Vettel, der sich mit über einer Zehntelsekunde Rückstand auf Verstappen geschlagen geben musste. Sein Red-Bull-Bolide sei regelrecht "geflogen", jubelte der 22-Jährige hinterher: "Ich werde versuchen, den Job morgen zu beenden." Und die Statistik spricht für ihn: In der Hybrid-Ära seit 2014 gewann der Polesetter vier der fünf Rennen in Brasilien.

Zwei Wochen nachdem er den Titel klar gemacht hat, musste sich Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes) mit Rang drei zufrieden geben. "Wir haben im Vergleich mit den anderen weniger Power, so haben wir die Zeit verloren", sagte der Brite.

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Vettel mit Seitenhieb Richtung Verstappen

Ausgerechnet Verstappen, dürfte sich Vettel gedacht haben. Schließlich hat der Jungspund Ferrari zuletzt in Texas der Schummelei bezichtigt - und nun hat Verstappen der Scuderia auch auf der Strecke die Show gestohlen. Und so konnte sich Vettel auch einen Seitenhieb in Richtung des Rivalen nicht verkneifen. "Ich bin schon überrascht, dass sie so schnell auf den Geraden waren", sagte der Heppenheimer und grinste: "Ein bisschen verdächtig."

Verstappen legte im Autodromo Jose Carlos Pace eine Zauberrunde vor - und der Rest konnte nicht mehr kontern. Das Supertalent sicherte sich die zweite Pole seiner Karriere und machte seinem Teamchef Christian Horner ein perfektes Geburtstagsgeschenk. Charles Leclerc (Monaco) im zweiten Ferrari wurde Vierter, wegen des Einbaus des vierten Verbrennungsmotors in seinem Boliden wird er aber um zehn Plätze strafversetzt.

Für Vettel geht es um Schadensbegrenzung

Ferrari steht in Sao Paulo unter ganz besonderer Beobachtung - Stichwort Motoren-Schummelei. Zuletzt in den USA entwickelten die roten Renner ja überraschend wenig Power, ausgerechnet in dem Rennen, in dem der Weltverband in Sachen Benzinfluss ganz genau hingeschaut hatte. "Das passiert, wenn du aufhören musst zu schummeln", hatte Verstappen hinterher gesagt. Ferrari wehrte sich, bestritt einen Zusammenhang. Und macht in Sao Paulo insgesamt auch wieder einen deutlich stärkeren Eindruck.

Nach dem endgültigen Titel-K.o. geht es für Vettel in den beiden noch ausstehenden Rennen des Jahres vor allem um Schadensbegrenzung, derzeit liegt er in der WM-Wertung nur auf Platz fünf. Selbst sein Teamkollege Leclerc hat 19 Punkte mehr auf dem Konto.

"Der dritte Platz ist das Ziel von Charles, Max und mir. Für mich ist es daher sehr wichtig, dass ich so viele Punkte wie möglich hole", sagte Vettel. In seinem 100. Rennen in Rot hat er nur ein Ziel: "Hier zu gewinnen." Doch dafür muss er erst einmal an diesem Verstappen vorbei.

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