Revolution 2021: Das sind die Zukunftspläne der Formel 1

Die Formel 1 hat ihr Regelwerk für die Jahre 2021 bis 2025 vorgestellt und nach zähen Verhandlungen mit den Teams eine kleine Revolution in der Motorsport-Königsklasse auf den Weg gebracht. SPOX gibt einen Überblick.
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Laut Statuten hätte das Reglement für 2021 eigentlich bis zum 30. Juni 2019 stehen müssen. Die Gespräche dauerten aber bis Ende Oktober. Und waren immens wichtig, schließlich hat die F1 an Popularität eingebüßt. Das nächste Regelwerk muss sitzen.
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Liberty Media stellte den Teams die aktuellen Pläne zur Kostendeckelung, Einnahmeverteilung und zu Änderungen im sportlichen sowie technischen Reglement vor. So sehen sie aus ...
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Budgetdeckelung: Mercedes, Ferrari oder im Ausnahmefall Red Bull - ein anderes Team kann in der Formel 1 seit Jahren nicht gewinnen. Kein Wunder, geben die Topteams pro Saison doch um die 350 Millionen Euro aus und der Rest nur rund ein Drittel dessen.
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Also soll eine Budgetdeckelung das Gleichgewicht einigermaßen herstellen. Gestartet wird 2021 mit einer Obergrenze von 175 Millionen US-Dollar (157 Mio. Euro). Klappen soll das unter anderem mit mehr Einheitsteilen (z.B. Getriebe und Bremsen).
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Um Verstöße gegen die vielleicht wichtigste Änderung zu verhindern, wird eine Kostenkontrolle eingeführt. Wer sich nicht an die Deckelung hält, muss also mit drastischen Strafen (Punktabzüge, Test-Einschränkungen, Rennsperren, WM-Ausschluss) rechnen.
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Im äußersten Fall kann sogar die Budgetgrenze für das betroffene Team herabgesetzt werden. Nicht von der Deckelung betroffen sind u.a. Marketing- und Fahrerkosten, Antrittsgelder, Bonizahlungen sowie Kosten für Nicht-F1-Aktivitäten.
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Neuverteilung der Einnahmen: Auch die Einkünfte werden neu geregelt. Demnach wird es in Zukunft geringere Bonuszahlungen für Teams wie Ferrari geben. Laut "RaceFans" sinkt der italienische Bonus von 114 auf 50 Millionen Dollar im Jahr.
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Kalender: Obwohl eine Saison mit 21 Rennen schon prall gefüllt ist, wird der Kalender auf bis maximal 25 Rennen ausgedehnt. Als Ausgleich werden die Sperrstunden an den Wochenenden ausweitet, um die Mechaniker zumindest etwas zu entlasten.
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Heißt: Das komplette Rennwochenende wird um einen Tag verkürzt. Der traditionell den Medien vorbehaltene Donnerstag wird gestrichen und der Trainingsplan am Freitag "möglicherweise kürzer" gestaltet. Samstag und Sonntag sind nicht betroffen.
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Motoren: "Lauter und leistungsstärker" will sie Sportchef Ross Brawn haben. In ihrer Grundform bleiben die Antriebe aber gleich, die Abschaffung der MGU-H ist somit vom Tisch. Mit einem einheitlichen Reglement sollen zudem Kosten gespart werden.
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Chassis: Das große Problem in der modernen Formel 1? Dicht hinter einem anderen Auto herfahren, ist schwierig, Überholen teilweise unmöglich. Die von Brawn angekündigten "dramatischen Veränderungen" beim Chassis sind dementsprechend umgesetzt worden.
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Während die Wagen 2019 in schmutziger Luft bis zu 50 Prozent Abtrieb verlieren, werden es 2021 nur noch 10-20 Prozent sein. Heißt: Die Aerodynamik wird deutlich vereinfacht. Der Zeitverlust pro Runde beläuft sich schätzungsweise auf etwa 3-3,5 Sekunden.
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Geschehen soll das beispielsweise über kleine Verkleidungen an den Reifen, die das Auto aerodynamisch stabiler machen. Außerdem wird der Frontflügel sichtlich vereinfacht, um weniger Luft-Verwirbelungen zu erzeugen.
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Reifen: Für die bessere Optik kommen größere Gummis - nun 18 statt 13 Zoll. Heizdecken bleiben zunächst bis einschließlich 2022. Die Mischungen sollen stärker variieren, damit die Teams mit ihren Strategien für mehr Racing sorgen können.
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Teams: Seit dem Haas-Einstieg 2016 gab es keinen Neuling mehr. Eine Regelrevolution ist für frische Teams jedoch immer reizvoll, schließlich beginnen alle gewissermaßen bei Null. Mögliche Kandidaten sind z.B. Audi, Prema oder Andretti.
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Strecken: Viele Betreiber blicken auf eine ungewisse Zukunft. Deutschland? Belgien? England? Offen, ob hier in ein paar Jahren noch gefahren wird. Stattdessen visiert Liberty Miami, New York, Las Vegas oder neuerdings Peking an. Vietnam ist für 2020 fix.
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Machtverhältnisse: Hier ist bislang noch wenig durchgesickert. Die Macht, zu der Ecclestone den Teams verholfen hat, soll FIA und Liberty ein Dorn im Auge sein und drastisch reduziert werden. Vor allem Ferraris starkes Veto-Recht soll eingedämmt werden.
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Damit einhergehend sollen die Strukturen modernisiert werden. Bisher werden neue Regeln in der Strategiegruppe entworfen, an die F1-Kommission weitergegeben und schließlich vom FIA-Weltrat abgesegnet. Ein langwieriger Prozess.
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Künftig soll es keine Strategiegruppe mehr geben, stattdessen eine Kommission bestehend aus FIA, FOM (Liberty) und den 10 Teams. Jedes Team hat eine Stimme, FIA und FOM je 10. Die Teams könnten ergo überstimmt werden - Skepsis ist dort vorprogrammiert.
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