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Eishockey

Eishockey-WM: DEB-Team schlägt Kasachstan - Showdown gegen Schweiz um Gruppensieg

SID

Nach dem fünften Sieg in Folge kämpft die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in Finnland zum Abschluss der Vorrunde im Showdown gegen die Schweiz um den Gruppensieg. Das bereits vorzeitig für die K.o.-Runde qualifizierte Team von Bundestrainer Toni Söderholm besiegte am Sonntag in Helsinki Schlusslicht Kasachstan mit viel Mühe 5:4 (3:2, 1:1, 1:1).

Nach ihrer längsten Siegesserie in der WM-Geschichte haben die deutschen Eishockey-Nationalspieler schon den nächsten historischen Meilenstein im Blick. "Wir werden alles dafür tun, uns zum ersten Mal den ersten Platz zu sichern", sagte Jungstar Moritz Seider nach dem 5:4 (3:2, 1:1, 1:1) gegen Kasachstan.

Der fünfte Erfolg nacheinander eröffnet in Helsinki neue Perspektiven: Im Vorrundenfinale gegen die Schweiz geht es um Rang eins. Von der Tabellenspitze ist noch nie eine deutsche Mannschaft ins WM-Viertelfinale gestartet. "Dafür sind wir hier", sagte NHL-Verteidiger Seider und fügte selbstbewusst an: "Wir wollen den Titel. Wir haben so viel Qualität in der Kabine."

Im letzten Gruppenspiel am Dienstag (11.20 Uhr) müsste das Team von Bundestrainer Toni Söderholm die Eidgenossen voraussichtlich mit drei Toren Unterschied schlagen, um zum ersten Mal als Erster in die K.o.-Runde der einzuziehen. "Das wird auf jeden Fall ein besonderes Duell", sagte Seider, "wir sind heiß."

Jonas Müller (5.), Leo Pföderl (17.), Daniel Fischbuch (19.), Lukas Reichel (26.) und Yasin Ehliz (48.) erzielten vor 3124 Zuschauern die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Roman Startschenko (3.), Jegor Petuchow (16.), Pawel Akolsin (39.) und Nikita Michailis (41.) trafen für die weiterhin punktlosen Kasachen, für die es am Montag (15.20 Uhr) gegen Italien (1 Punkt) zum "Endspiel" um den Klassenerhalt kommt.

DEB-Team schlägt Kasachstan - Showdown um Gruppensieg

Fünf Siege in der Vorrunde hatte Deutschland bislang nur 2019 in Kosice/Slowakei geholt - allerdings nicht in Serie. 2011 und 1933 war die DEB-Auswahl in deutlich kleineren Gruppen Vorrundensieger geworden, im Anschluss hatte aber weitere Punkterunden gegeben, die nie als Erster beendet wurden.

Verzichten muss das DEB-Team in der entscheidenden Turnierphase allerdings auf NHL-Stürmer Tim Stützle. Bereits am Sonntagvormittag hatte der DEB dessen Abreise wegen einer Knieverletzung bekannt gegeben. Das vorzeitige WM-Aus des NHL-Youngsters, der sich am vergangenen Montag gegen Frankreich bei einem Check verletzt hatte und in der Folge nicht mehr aufgelaufen war, war nach Absprache mit der medizinischen Abteilung und dessen NHL-Klub Ottawa Senators beschlossen worden. "Das ist bitter für uns", meinte Seider, "jetzt müssen wir enger zusammenrücken, den Verlust verkraften und daraus noch mehr Energie ziehen."

Der dritte Torhüter Dustin Strahlmeier gab ein bescheidenes WM-Debüt, auf der Bank saß der Berliner Meister-Torhüter Mathias Niederberger. Stamm-Goalie Philipp Grubauer saß erneut zur Erholung auf der Tribüne der "Helsingin Jäähalli".

Debütant Strahlmeier wurde eiskalt erwischt: Der erste Torschuss von Startschenko schlug direkt in der kurzen Ecke ein. Auch bei den weiteren Gegentoren gab der Wolfsburger nicht die beste Figur ab. Das größte Problem war jedoch, dass die deutsche Mannschaft mit ihren zahlreichen Torchancen schludrig umging. Der "Höhepunkt": 90 Sekunden vor Schluss steuerte Ehliz allein auf das leere Tor zu, traf aber nur den Pfosten. "Peinlich", gab der Stürmer zu.

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