Uli Hoeneß - eine Karriere in Bildern: Das war's dann doch - oder?

Uli Hoeneß tritt ab: Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern 2019 legt der Mann, der für den FC Bayern steht wie kein zweiter, das Amt des Präsidenten nieder und zieht sich aus vorderster Front zurück. Eine Ära geht zu Ende.
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Wir erinnern uns: Im Mai 2014 verabschiedete sich der gefallene Bayern-Patron vom FCB, das Gefängnis wartete: "Das war's noch nicht", betonte er. Nun, fünfeinhalb Jahre später, war's das dann doch. Oder? Uli Hoeneß' Karriere - und Leben - in Bildern.
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Die Karriere von Uli Hoeneß, dem Spieler, kommt oft etwas zu kurz. Dabei war der pfeilschnelle Stürmer - Spitzname: "Jung-Siegfried", ein echter Torjäger. Weltmeister 74, Europameister 72, dreimal Pokalsieger der Landesmeister, dreimal Deutscher Meister.
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Wie abseits des Platzes schreckte Uli Hoeneß auch auf dem Rasen nicht vor dem Gegner zurück. Clever, umtriebig, schlitzohrig - und nicht immer ganz fair ...
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Seine schwärzeste Stunde als Spieler: Im EM-Finale 1976 verschoss er einen Elfmeter. Es war der Anfang vom Ende. Von Verletzungen gebeutelt, ging seine Karriere in den folgenden Jahren dem Ende entgegen.
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1979 musste Hoeneß wegen schwerer Knieprobleme seine Karriere beenden und wechselte hinter den Schreibtisch. 108 Tore hatte er in 340 Profispielen erzielt, 58 vorgelegt. Nun wollte er sich um andere Ziffern kümmern.
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Glück im Unglück hatte Hoeneß 1982, als er als einziger einen Flugzeugabsturz überlebte. Im Alter von 30 Jahren sprang er dem Tod von der Schippe - weil er im Kleinflugzeug hinten saß und nicht angeschnallt war.
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Schritt für Schritt baute der umtriebige Manager den Verein in den folgenden Jahrzehnten um, zum wirtschaftlichen Giganten und nach Mitgliedern mittlerweile größten Verein der Welt.
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Dabei hielt er immer Tuchfühlung zu den Geschehnissen auf den Rasen, saß auf der Bank und war der starke Mann hinter dem Trainer. Hier beobachtet er seinen Freund Ottmar Hitzfeld bei dessen Arbeit.
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Hoeneß ließ es sich natürlich auch nicht nehmen, mal ordentlich zu feiern. Wie hier mit den Spielern nach der Meisterschaft 1989 im Entmüdungsbecken. Prost!
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Hoeneß war schon immer ein Genießer: Gutes Essen, guter Rotwein und hin und wieder eine Zigarre gehören dazu.
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Neben seiner Tätigkeit als Fußballmanager gründete Hoeneß 1985 gemeinsam mit Werner Weiß die heutige "HoWe Wurstwaren" in Nürnberg. Unvergessen sein bei McDonalds daraus entstandenes Produkt: Der "Nürnburger"! Seit 2001 führt Sohn Florian die Geschäfte.
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Die Würstchen werden auch mal für den guten Zweck verkauft - und Hoeneß packt selbst mit an.
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Ist zwar kein "Nürnburger", schmeckt aber trotzdem!
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Das waren noch Zeiten: Uli Hoeneß im altehrwürdigen Olympiastadion. Gebaut für die Olympischen Spiele 1972, verschaffte es dem FC Bayern einen nicht unerheblichen Standortvorteil.
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Das Olympiastadion wird im neuen Jahrtausend schließlich von der Allianz Arena abgelöst. 2002 beginnt der Bau im Nordosten der Stadt, das Projekt wird ein voller Erfolg: Die Arena ist über Jahre ausverkauft.
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Moderne Allianz Arena statt traditionelles Olympiastadion. Wie sich die Zeiten ändern ...
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Über die Jahrzehnte machte sich Hoeneß auch Feinde, führte unzählige Fehden mit der Konkurrenz. Unvergessen: Die "Kokain-Affäre" um Christoph Daum. Mittlerweile haben sie sich ausgesprochen.
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Für seine Spieler war Hoeneß immer da. Hier hält er Oliver Kahn nach einer Golfball-Attacke zurück. Kahn soll 2021 Chef des Vorstandes werden und Karl-Heinz Rummenigge ablösen.
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Auch auf seine Freunde hatte Hoeneß ein Auge: So wurde der "Bomber" Gerd Müller von ihm aus den Fängen der Alkoholsucht gerettet und zu einer Entziehungskur überredet.
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Die Elefantenrunde des FC Bayern: Hoeneß, Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Ehrenpräsident Franz Beckenbauer.
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Gegenüber anderen Vereinen zeigten sich die Bayern unter seiner Ägide loyal: St. Pauli half man 2003 aus der Misere, Darmstadt, Kaiserslautern - die Liste der "Retterspiele" ist lang. Sogar dem BVB half man einmal mit Millionen aus der Patsche.
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Die Basketball-Abteilung profitierte in den letzten Jahren enorm von Hoeneß' Leidenschaft für Basketball, es ist seine "zweite Liebe". 2014 werden die Bayern erstmals BBL-Meister, eine eigene Halle soll kommen.
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Einer der schweren Momente: Sebastian Deisler gibt wegen Depressionen das Ende seiner Karriere bekannt.
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Jahre später erzählt Hoeneß anlässlich des zehnten Todestages von Robert Enke, wie er sich damals um Deisler kümmerte: Einmal schlief der im Trainingslager sogar in dessen Gästezimmer.
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Der FC Bayern als Familie: Für viele Spieler wird Hoeneß zu einer Art Vaterfigur, siehe Franck Ribery. Der hat den FC Bayern zwar mittlerweile verlassen, doch die Herzensverbindung bleibt.
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Die Wutausbrüche von Hoeneß sind legendär - und nicht selten muss er im Nachhinein zurückrudern. 2007 gerät die Stimmung in der AA in die Kritik. Hoeneß: "Das ist eine populistische Scheiße! Eure Scheißstimmung, da seid ihr doch für verantwortlich!"
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Die Saison 2008/09, als es unter Jürgen Klinsmann nicht wie gewünscht lief, war Hoeneß' letzte auf der Bank. Fortan jubelte er mit den Vorstandskollegen von der Tribüne aus.
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Überhaupt, die Trainer: Manchmal geht es gut - und manchmal nicht. Mit Louis van Gaal wurde Hoeneß nie richtig warm - kein Wunder, dass sich der Niederländer nicht lange hielt.
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Mit ihm konnte Hoeneß deutlich besser: Seinen Freund Jupp Heynckes holte Hoeneß gleich viermal an die Säbener Straße.
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In der dritten Amtszeit unter Heynckes feierten die Bayern mit dem Triple 2013 die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte.
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2017 wird Carlo Ancelotti gefeuert, Hoeneß ruft seinen Freund Heynckes an. Der hilft ein letztes Mal aus - und wird natürlich Meister. Beim endgültigen Abschied verdrückt Uli ein paar Tränchen.
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Hoeneß' großer Coup: Er holt Pep Guardiola 2013 als Heynckes-Nachfolger. Das Trainer-Genie bleibt drei Jahre und wird dreimal Meister, in der Königsklasse klappt es aber nicht.
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Der 60. Geburtstag am 5. Januar 2012: Hoeneß hat nahezu alles erreicht, er kann sich feiern lassen.
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Hoeneß' dunkelste Stunde: Er, der gerne das öffentliche Gewissen des Vereins darstellt, hat im großen Stil Steuern hinterzogen. Anfang des Jahres 2013 stellt er Selbstanzeige.
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Die Strafkammer des Münchner Landgerichts verurteilte Hoeneß zu drei Jahren und sechs Monaten Haft, auf den Bayern-Granden prasseln Hohn und Spott ein. Es folgt der Abschied von seinem Klub: "Das war's noch nicht!"
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Nach seiner Rede verbeugte er sich ein vorerst letztes Mal vor den anwesenden Mitgliedern des FC Bayern.
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Minutenlange Standing Ovations brachten Hoeneß an diesem Abend aus der Fassung.
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Die angestauten Emotionen konnte er im Anschluss nicht mehr unterdrücken. Ihm ist klar: Er wird noch einmal zurückkommen.
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Am 2. Juni 2014 trat Uli Hoeneß seine Haft in der JVA Landsberg am Lech an. JVA statt JHV - ein kleiner, aber feiner Unterschied ...
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Im November wurde bekannt, dass Hoeneß ab Januar 2015 aufgrund guter Führung als Freigänger in der Jugendabteilung des FCB arbeiten wird.
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Auch in seiner Abwesenheit immer hinter ihm: der Großteil der Bayern-Fans. Der große Knatsch sollte aber noch folgen ...
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Als Freigänger ließ es sich Hoeneß nicht nehmen, die deutsche Meisterschaft 2015 gebührend zu feiern.
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Die ganze Zeit über an seiner Seite: seine Frau Susi. Auch wegen ihr will er jetzt endlich kürzer treten.
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Als die Stadt Mönchengladbach Jupp Heynckes im März 2016 den Ehrenring der Stadt verlieh, hielt Uli Hoeneß die emotionale Laudatio - sein erster großer Auftritt nach seiner Entlassung im Februar zuvor.
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Schritt für Schritt zurück ins Rampenlicht: Auch auf der Wiesn präsentierte sich Hoeneß mit seiner Frau Susi im Oktober des gleichen Jahres.
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Die bayrische Akklimatisierung schien bereits wieder gelungen.
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Offiziell zurück beim FC Bayern ist Uli Hoeneß am Abend des 25. Novembers: Da wurde er erneut zum Präsidenten des Klubs gewählt. Back to Business, noch einmal drei Jahre ganz vorn an der Front.
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Hoeneß reitet wie gewohnt die Abteilung Attacke, legt sich mit alles und jedem an. Ex-Spieler Bernat etwa habe "einen Scheißdreck" gespielt, poltert er 2018 auf einer Pressekonferenz.
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Noch kurioser wird es, als er und Rummenigge auf der Jahreshauptversammlung über "Menschenwürde" und das Grundgesetz schwadronieren..
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Im Anschluss bekommen Hoeneß und Co. von Klubmitglied Johannes Bachmayr die Leviten gelesen. Schonungslos zählt er die Verfehlungen des Klubs auf.
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Die Rede findet großen Anklang. Hoeneß verzichtet darauf, sich zu verteidigen, ist aber sichtbar angefressen. An diesem Abend reift der Gedanke heran, die große Bühne zu verlassen.
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Schließlich sind die Nachfolger mittlerweile in Stellung gebracht: Ex-Bayern-Star Hasan Salihamidzic wird Sportdirektor. Seine Arbeit wird im Klub geschätzt, von außen aber eher belächelt.
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"Schau, das ist dein neues Reich!" Einen Nachfolger als Präsident hat Hoeneß ebenfalls auserkoren: Herbert Hainer, ehemals Vorstandsvorsitzender von Adidas.
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Die Fans verabschieden sich ebenfalls - wenn auch ein bisschen makaber ...
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Na dann - es wird Zeit! Uli Hoeneß bleibt allerdings im Vorstand - und will "seinen" Verein weiterhin wie eine Glucke verteidigen. Das kann ja heiter werden!
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