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Fussball

Valerien Ismael gibt tiefe Einblicke in seinen LASK-"Albtraum"

Von SPOX Österreich

Nach seinem nicht ganz amikalen Abschied vom LASK hat Valerien Ismael mit dem FC Barnsley eine neue Aufgabe gefunden. Nun spricht der Franzose über seinen "Albtraum" in Oberösterreich.

Nach einigen Monaten ohne Klub trat Ismael nun die Nachfolge von Gerhard Struber beim FC Barnsley an und unterschrieb einen Dreijahresvertrag. "Es gab einige Angebote. Manche habe ich abgesagt, bei anderen bekam ich eine Absage. Als der Anruf der Verantwortlichen kam vor vier Wochen, da habe ich sofort etwas gespürt", erklärt Ismael im Interview bei Sport1. Schließlich sprach der englische Fußball und die Vereinsphilosophie für Barnsley, so Ismael. Infos konnte sich der 45-Jährige von seinem ehemaligen Spieler Dominik Frieser einholen.

Valerien Ismael spricht über LASK-"Albtraum"

Einblicke gab Ismael auch in seine Zeit beim LASK, die äußerst erfolgreich begann und recht tragisch mit der Entlassung endete. "Es gab aus meiner Sicht den LASK vor dem Ausbruch der Corona-Krise und den LASK in der Phase nach Beginn der Corona-Situation. Ich möchte mich aber an die schönen Momente erinnern. Was wir da mit der Mannschaft erreicht haben zusammen mit den Rekorden, die wir gebrochen haben... Das Level des Teams war vor der Pandemie auf einer komplett anderen Ebene. Ein Traum wurde für mich dann leider zu einer Art Albtraum", so Ismael, der in seinen 50 Partien als LASK-Coach Prestige-Siege gegen PSV, Sporting Lissabon oder AZ Alkmaar einfahren konnte.

Ismael räumt mit den verbotenen Trainingseinheiten Fehler ein, möchte sich die Alleinschuld aber nicht umhängen. "Es war ein Fehler von allen im Klub, nicht nur von mir. So eine Entscheidung kann der Trainer nicht alleine treffen. Aber natürlich hatte ich eine Mitverantwortung. Es war eine schwere Zeit, und wir alle haben Fehler gemacht", so Ismael.

Von einer der aufregendsten Mannschaften Österreichs wurde der LASK plötzlich zum vorrübergehend womöglich unbeliebtesten Klub der Liga. "From Hero to Zero. Plötzlich waren wir die Buhmänner der Nation. Die Gegner waren durch diese Geschichte extra motiviert. Der Respekt, den wir uns monatelang in der Liga aufgebaut hatten, gab uns oft vor den Spielen einen kleinen Vorteil. Doch von einem Moment auf den anderen war dieser weg. Das Glück war auch nicht mehr auf unserer Seite", erklärt Ismael.

Valerien Ismael: "Nach so viel Ärger dann Vierter zu werden, ist beachtlich"

"Ich möchte aber eine Sache klarstellen: Es wird der Eindruck erweckt, als wäre der LASK auf Platz eins gestanden und am Ende "nur" auf Rang vier gelandet. Doch dieser Verein war vor zwei Jahren in der zweiten Liga, ist aufgestiegen, stand vor Ausbruch der Corona-Krise und der Unterbrechung der Saison auf dem ersten Platz, hatte nationale Rekorde aufgestellt, z.B. alle Auswärtsspiele gewonnen. Wir haben auf internationaler Bühne unsere Europa-League-Gruppe mit Gegnern wie Sporting Lissabon und PSV Eindhoven als Erster erfolgreich absolviert und danach noch AZ Alkmaar im K.o.-Duell eliminiert. Nach so viel Ärger dann Vierter zu werden, ist beachtlich. In einer Saison, in der alles normal läuft, belegt der LASK Platz zwei bis vier. Für mich war es übertrieben zu sagen "nur auf Platz vier"", betont Ismael.

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