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SK Rapid Wien: Block West spricht sich in Präsidentenwahl für Martin Bruckner aus

Von SPOX Österreich

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Die aktive Fan-Szene des SK Rapid Wien hat sich im Wahlkampf um das neue Rapid-Präsidium in einer Stellungnahme für die Liste von Martin Bruckner ausgesprochen. Wie die Ultras Rapid auf ihrer Homepage mitteilten, sprechen die sportlichen Aussichten sowie der Schutz der Unabhängigkeit vor Investoren für eine Ära von Bruckner.

Der Vorstand der Allianz Investmentbank AG war bislang im Team des scheidenden Präsidenten Michael Krammer für Finanzen Controlling und Finanzierung zuständig. Als Verein, der demokratische Prozesse großschreibt und bei dem die Mitglieder im Vordergrund stehen sollen, sah sich der Block West zu einer Wahlempfehlung verpflichtet.

Dabei ließen die Rapid-Anhänger die Erfolge der Amtszeit von Krammer nicht unerwähnt. Die "zentrale Leistung des scheidenden Präsidiums" sehen die Ultras im Erhalt der "alten Heimat" in Hütteldorf. Neben der Professionalisierung interner Abläufe realisierte Krammer mit seinem Team einen Stadionneubau, das im Sommer 2016 eröffnet wurde und nun rund 28.000 Zusehern Platz bietet.

"Gescheitert ist der Verein in den letzten Jahren eindeutig an den sportlichen Ansprüchen. Keines der gesteckten Ziele wurde erreicht", hielten die Rapid-Fans aber kritisch fest. "Die Hauptschuld daran geben wir zahlreichen sportlichen Ho-Ruck-Entscheidungen und der fehlenden Infrastruktur im Nachwuchsbereich."

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Fans des SK Rapid Wien

Rapid-Ultras: Schutz vor Investoren, Fokus auf Mitglieder

Zwar wurde vor wenigen Wochen ein gutes Konzept zur Ausbildung des Nachwuchses präsentiert, die Rapid-Anhänger wehren sich aber dagegen, "Finanzierungshilfen von Investoren samt etwaiger ‚Gegenleistungen'" dafür in Anspruch zu nehmen. Es soll keinen Sponsor als Namensgeber für das Nachwuchszentrum gefunden werden, da die Unabhängigkeit von Rapid "ein zentrales Anliegen" darstelle.

Die Ultras wünschen sich zudem, "dass jeder in der Kurve Vereinsmitglied ist". Die Rapid-Gemeinschaft will sich vor Interessenskonflikten, die etwa durch das Sponsoring vom "Immobilienhai Michael Tojner" entstehen können, schützen. "Ein Investor will Rendite, will Anteile, will ein Stück vom kollektiven Kuchen", schrieben die Ultras. Vor allem Tojner habe sich "in der jüngeren Vergangenheit dadurch ausgezeichnet, dass er sich beim Weiterverkauf von Spielern beteiligen wollte, falls er deren Kauf unterstützt".

Der Block West pflege auch mit der zu Bruckner konkurrierenden Liste Schmid/Grüneis eine gute Gesprächsbasis. "Die vielen überraschenden Wendungen der letzten Wochen haben jedoch dazu geführt, dass wir den Protagonisten nicht vertrauen. In einem Wahlkampf strahlen oft jene, die sich besser inszenieren können, die über gute Berater und bessere Marketingstrategien verfügen. Das soll bei Rapid jedoch nicht wahlentscheidend sein."

Hier geht es zum gesamten Statement der Ultras Rapid.

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