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Bundesliga: Kampf um ÖFB-EM-Plätze ist wieder eröffnet

Von APA

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Hannes Wolf würde gerne, Alessandro Schöpf ebenso und auch Kevin Stöger hätte wohl nichts dagegen. Im Rennen um Plätze in Österreichs EM-Aufgebot hatte das Trio bisher keine Chancen, zu glänzen. Während Schalkes Schöpf im Herbst aufgrund von Blessuren nur eine Partie über die volle Zeit absolvierte, fielen Leipzigs Wolf und der Düsseldorfer Stöger nach schweren Verletzungen praktisch komplett aus.

Mit dem Rückrundenstart am Wochenende ist die Bühne deutsche Fußball-Bundesliga aber wieder eröffnet. Dem 20-jährigen Wolf, den ein Knöchelbruch bis in den Dezember hinein außer Gefecht gesetzt hatte, wurde beim Tabellenführer medial "Stammelf-Potenzial" bescheinigt. Der nach einem Kreuzbandriss wieder genesene Stöger gilt als großer Hoffnungsträger der Fortuna. Beide haben bisher aber noch keinen Einsatz im A-Nationalteam zu Buche stehen.

Etablierte Internationale hoffen indes, ihre EM-Form mit einem Tapetenwechsel zu schärfen. So verdichteten sich wenige Tage vor dem Frühjahrsstart die Gerüchte, wonach Aleksandar Dragovic Bayer Leverkusen noch verlassen könnte. Der 80-fache Teamspieler musste sich beim Tabellensechsten oft hinten anstellen, Stammplatz konnte sich der Wiener keinen erarbeiten. Von Interesse aus Italien war zu lesen, auch eine Rückkehr nach England soll für den ehemaligen Leicester-Legionär interessant sein.

Stefan Ilsanker und Louis Schaub mit neuer Chance?

Stefan Ilsanker (42 Länderspiele) wurde bei RB Leipzig in den vergangenen Monaten mit noch weniger Aufmerksamkeit bedacht als Dragovic in Leverkusen. Für den Champions-League-Kader wurde der defensive Mittelfeldmann bereits im Spätsommer gar nicht genannt. Sechs Pflichtspiel-Einsätze im Herbst waren nicht die Ausbeute, die sich der 30-Jährige vorstellte. Im Gespräch war deshalb sogar bereits ein Wechsel nach China, um die nötige Spielpraxis für die EURO zu sammeln.

Ihre neuen Aufgaben bereits in Angriff genommen haben Louis Schaub und Michael Gregoritsch. Schaub, dem beim 1. FC Köln zu wenige Qualitäten für den Abstiegskampf attestiert wurden, soll nun den Hamburger SV zurück in die erste Liga führen. Die Norddeutschen sicherten sich dem Vernehmen nach auch eine Kaufoption für den Offensivmann, die bei drei Millionen Euro liegen soll.

Schaub war bereits fixer Bestandteil in den Plänen von ÖFB-Teamchef Franco Foda. Auch Gregoritsch will seine Position im Kader durch Spielminuten absichern. Nach Unstimmigkeiten beim FC Augsburg zog der Steirer leihweise für ein halbes Jahr zu Schalke 04 weiter. Dort ist der 25-Jährige nun direkter Konkurrent des aus dem Nationalteam zurückgetretenen Guido Burgstaller, der seit Monaten auf einen Treffer wartet.

ÖFB-Kader bei der EURO 2020: Die Chancen unter Franco Foda

Michael Gregoritsch: "Ich darf nicht zu viel wollen"

"Mit seiner Größe und Kopfballstärke bringt er Elemente bei uns ein, die wir bisher noch nicht kannten", sagte Schalke-Trainer David Wagner über Gregoritsch. Der Stürmer spielte beim 4:0 im letzten Test gegen den HSV von Beginn an und erzielte einen Treffer. Auch der eingewechselte Schöpf schoss ein Tor.

Von Foda wurde das Duo in der Vorwoche im Trainingscamp in Südspanien besucht. Gregoritsch habe "eine gute Nase im Strafraum", berichtete Österreichs Teamchef dort. Einen starken Gregoritsch wünscht sich der Deutsche sicher auch bei der EM, zumal die Personaloptionen im Angriff dünn sind.

Im dicht gedrängen Mittelfeld will sich Kevin Stöger ins Blickfeld rücken. Der Oberösterreicher war im Frühjahr des Vorjahres Spielgestalter der Fortuna, ehe ihn ein Kreuzbandriss stoppte. Sein Comeback gab er erst vergangenen Freitag.

"Ich könnte am liebsten 24 Stunden am Platz stehen, da muss ich mich bremsen. Ich darf nicht zu viel wollen", sagte Stöger dem WDR. In Düsseldorf geht bereits die Angst um, dass der Mittelfeldmann im Sommer zu einem größeren Club wechseln wird. Der Vertrag des 26-Jährigen bei der gegen den Abstieg spielenden Fortuna läuft mit Saisonende aus.

Spielplan: ÖFB-Spiele bei der EURO 2020

Zwei von drei ÖFB-Gruppenspielen bei der EURO 2020 werden um 18.00 Uhr MESZ angepfiffen - die Partie am 14. Juni gegen den Play-off-Sieger und das Match am 22. Juni gegen die Ukraine jeweils in Bukarest. Das Duell zwischen Österreich und den Niederlanden am 18. Juni in Amsterdam in der Johan-Cruyff-Arena beginnt um 21.00 Uhr.

DatumSpielortTeam ATeam BUhrzeit
14.06.2019BukarestÖsterreichTBA18.00 Uhr
14.06.2019AmsterdamUkraineNiederlande21.00 Uhr
18.06.2019BukarestUkraineTBA18.00 Uhr
18.06.2019AmsterdamNiederlandeÖsterreich21.00 Uhr
22.06.2019BukarestÖsterreichUkraine18.00 Uhr
22.06.2019AmsterdamNiederlandeTBA21.00 Uhr

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