Federer-Manager Tony Godsick über den Erfolg des Laver Cup

"Habt Ihr Federer, Nadal, Djokovic, Murray?"

Von Jens Huiber

Freitag, 06.10.2017 | 12:12 Uhr
© Jürgen Hasenkopf
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Tony Godsick war einer der Macher hinter dem Laver Cup. Den zukünftigen Erfolg der Veranstaltung möchte er nicht vom Antreten von Roger Federer oder Rafael Nadal abhängig sehen.

Es gibt über die Jahre einige Konstanten in der Box von Roger Federer: Ehefrau Mirka etwa, zu höheren Anlässen die Eltern des Schweizers, Severin Lüthi ist immer dabei, Tony Godsick im Regelfall auch. In der laufenden Kampagne hatte sich auch ein Accessoire in die Reihen Federers breit gemacht: das Käppi mit dem Schriftzug des Laver Cup. Auch Godsick, der jahrelange Manager und Geschäftspartner des Maestro, bewarb die Veranstaltung in Prag mit Verve - und zeigte sich vom durchschlagenden Erfolg der Erstaustragung dennoch überrascht.

"Wir wussten, dass wir etwas sehr Spezielles kreieren würde, aber wir hatten wirklich keine Idee davon, dass die Veranstaltung schon in Jahr eins so einschlagen würde", erklärte Godsick gegenüber dem Portal sport360 . "Die Fans in Prag waren großartig. Die Spieler haben es genossen. Und die Matches waren richtig knapp, auch wenn sich das im Endergebnis nicht widerspiegelt."

Die Art und Weise, wie die Punkte in Prag vergeben wurden (am Freitag einer pro Sieg, am Sonntag dann drei), hätte dazu beigetragen, dass es eben auch noch am dritten Tag spannend gewesen sei.

Schwierige Sponsorensuche

Tony Godsick wirkt an der Seite von Roger Federer natürlich in einem Umfeld, das seinesgleichen im Weltsport sucht. Der Schweizer ist die Gallionsfigur seiner Disziplin, erfreut sich weltweiter Bewunderung. Dass mit dem Tennissport dennoch nicht alles im Reinen ist, weiß aber auch Godsick.

"Ich glaube, dass der Umstand, dass vier Spieler den Tennissport über zehn Jahre derart dominiert haben, trägt nicht unbedingt zum Erfolg unseres Sports bei", so Godsick. "Weil es gibt sicherlich Veranstalter, die von ihren Sponsoren gefragt werden: 'Hey, habt Ihr Federer, Djokovic, Nadal oder Murray?´Und wenn man die nicht hat, fragen sich die Sponsoren, warum sie denn ihr Geld hergeben sollten." Umso wichtiger sei es, dass die nächste Generation schön langsam aus den Startlöchern komme.

Die Wichtigkeit von Federer und Nadal für den Erfolg des Laver Cups, der im kommenden Jahr in Chicago ausgetragen wird, möchte Tony Godsick nicht überbewerten. "Man braucht Federer und Nadal nicht für immer. Aber wir hoffen, sie für immer zu haben."

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