Tennis

Andre Agassi neuer Trainer von Novak Djokovic

Montag, 22.05.2017 | 12:28 Uhr
Gemunkelt wird schon seit einigen Tagen, nun ist es tatsächlich wahr: Andre Agassi ist der neue Coach von Novak Djokovic
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Die Zusammenarbeit ist nach Aussagen des Djokers erstmal für die French Open ausgelegt, dann sehe man weiter. Zeit, um einen Blick auf Agassis Laufbahn zu werfen
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Der heute 47-Jährige wird früh von seinem Vater gepusht. Der drängt ihn zu Trainingssessions mit Jimmy Connors und schließlich zur Aufnahme in die Nick-Bollettieri-Akademie in Florida
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Als er 1986 mit 15 Jahren auf die Profi-Tour geht, ist bereits klar: Bühne frei, hier kommt ein Rebell
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Agassi glänzt mit vogelwilden Frisuren…
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… und mit bunter und schriller Kleidung
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Doch der Junge hat es auch sportlich drauf: Im Alter von 17 Jahren gewinnt er sein erstes ATP-Turnier im brasilianischen Itaparica
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Ab 1988 verzichtet der Mann aus Las Vegas drei Jahre lang auf eine Teilnahme in Wimbledon. Der Hauptgrund ist die strenge Kleiderordnung beim Turnier in London
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1990 erreicht Agassi bei den French Open und US Open seine ersten Grand-Slam-Finals - beide Endspiele gehen aber verloren. Dafür gelingt der Triumph im Davis Cup und bei der ATP-WM
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Das Jahr 1992 ist das Jahr des Durchbruchs des Amerikaners. Im Wimbledon-Finale gegen Goran Ivanisevic gelingt ihm der erste Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier, zudem holt er mit den USA erneut den Davis Cup
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Agassi leidet in dieser Zeit unter dem Erwartungsdruck seines Vaters Mike Agassi, einem früheren Boxer
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Andre: "Nach drei Finalniederlagen in Grand-Slam-Turnieren hatte ich gegen Ivanisevic in Wimbledon endlich gewonnen. Ich rief daheim an, und Dad sagte: 'Wie konntest du den vierten Satz verlieren?'"
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Anschließend gerät Agassi in eine Krise. 1994 folgt der Trainerwechsel von Bollettieri zu Brad Gilbert - mit Erfolg. Bei den US Open schlägt er im Finale Michael Stich
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Im selben Jahr gründet Agassi die Andre Agassi Foundation, die Risikokindern in Las Vegas hilft
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Ein Jahr später geht der Rebell knallhart mit seinen Haaren ins Gericht und rasiert sie sich ab
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Unfassbar: Erst 1995 nimmt Agassi erstmals bei den Australian Open teil - und gewinnt direkt im Endspiel gegen seinen Erzfeind Pete Sampras
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Im April dieses Jahres steht Agassi erstmals auf Platz eins der Weltrangliste
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1996 schafft Agassi erneut einen riesigen Erfolg. Der US-Boy wird in Atlanta Olympiasieger
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Ein Jahr später, also 1997, erlebt Agassi eine Seuchensaison. Aufgrund einer Handgelenksverletzung verpasst er gleich drei Grand-Slam-Turniere, außerdem verliert er sieben Mal bei Turnieren in Runde eins
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Agassi sorgt nun auch abseits des Platzes für immer mehr Aufsehen. Das liegt besonders an seiner Ehe mit der Schauspielerin Brooke Shields, die als turbulent bezeichnet werden kann
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Der Sunnyboy fliegt nun sogar aus den Top 100. Als 2009 Agassis Buch herauskommt, wird das ganze Schlamassel bekannt. Er gibt zu, in dieser Zeit Crystal Meth konsumiert zu haben
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Er wird bei einer Dopingkontrolle positiv getestet und gibt Jahre später zu, durch eine Lüge aus der Sache herausgekommen zu sein. Er hatte ausgesagt, versehentlich von dem Getränk eines Kollegen getrunken zu haben, das die Dopingsubstanz beinhaltet habe
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1998 gelingt Agassi die Wandlung vom Rebellen zu einer Art Vorbild für die Jugend. Er trainiert professionell, holt fünf Titel und kehrt in die Top 10 zurück
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1999 schreibt Agassi Geschichte. Er gewinnt die French Open und damit als fünfter Spieler nach Fred Perry, Don Budge, Rod Laver und Roy Emerson alle Grand-Slam-Turniere mindestens einmal
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Zwischen 2000 und 2003 siegt er drei Mal bei den Australian Open, einmal im Finale gegen Rainer Schüttler
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Im Oktober 2001 heiratet Agassi Steffi Graf, mit der er eine Tochter und einen Sohn hat
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2005 gelingt Agassi noch einmal der Einzug in ein Grand-Slam-Finale bei den US Open. Im Endspiel ist Roger Federer allerdings zu stark
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Ein Jahr später gibt Agassi bekannt, bei den US Open seinen Abschied zu geben. Sein letztes Match verliert er in der dritten Runde gegen Benjamin Becker
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Der US-Boy wird frenetisch gefeiert und sagt unter Tränen Good Bye
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2011 gebührt Agassi die Ehre, in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen zu werden
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Insgesamt gewinnt Agassi acht Grand-Slam-Titel und steht 101 Wochen auf Position eins der Weltrangliste
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Sozial sind Graf und Agassi nach wie vor engagiert. Unter anderem mit einer Schule für sozial benachteiligte Kinder
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Jetzt wartet ein neues Projekt auf Agassi - als Coach des Djokers
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