NFL Preview: New England Patriots - Tampa Bay Buccaneers

Wann schlägt das Imperium zurück?

Von Adrian Franke

Donnerstag, 05.10.2017 | 16:00 Uhr
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Die New England Patriots sind mit allerhand Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet, nach dem ersten Viertel der Regular Season steht die Defense allerdings vor großen Problemen. Können die Tampa Bay Buccaneers das zum Week-5-Auftakt ausnutzen? Oder schlägt die zurecht so gescholtene Pats-Defense zur Primetime zurück? Das Spiel gibt es in der Nacht zum Freitag ab 2.25 Uhr live auf DAZN!

Zum Wochenbeginn war in Foxborough eine klare Stimmung erkennbar - nachdem die Spieler das Tape von der mitunter peinlichen Heimpleite gegen die Carolina Panthers studiert hatten, gelobten mehrere Verteidiger öffentlich Besserung.

Stellvertretend dafür stand Linebacker Dont'a Hightower: "Die kleinen Dinge sind wichtig. Natürlich sind die Big Plays ein Problem, aber dabei passieren so viele kleine Dinge. Da müssen wir ansetzen. Wir dürfen nichts als selbstverständlich erachten und müssen jedes kleine Detail kennen. Da sollten wir denke ich anfangen." Weiter müsse jeder sich selbst verantwortlich fühlen, "das betrifft uns alle. Wir müssen von einander mehr erwarten. Und das fängt heute an."

Es ist eine nette Umschreibung für eine mutmaßlich wenig unterhaltsame Tape-Session zum Wochenbeginn. New Englands Secondary bot gegen Carolina eine mitunter desolate Vorstellung, immer wieder waren Panthers-Receiver komplett ungedeckt.

Zu offensichtlichen Kommunikations- und Abstimmungsfehlern kamen Strafen und sonstige individuelle Fehler und dabei wurde ein Problem abermals schmerzhaft offensichtlich: Eine Secondary, die eigentlich die Stärke dieser Defense sein sollte, ist bisher tatsächlich eine riesige Problemzone.

Patriots: Riesige Probleme in Man Coverage

Die Folge: Sonderschichten unter der Woche, zusätzliche Meetings, ein zusätzlicher Walkthrough für die Secondary. "Wir sitzen nicht einfach rum. Wir adressieren die Probleme. Wir haben uns die Tapes angeschaut und Veränderungen vorgenommen. Wir arbeiten hart, aber jetzt ist es an der Zeit, das auch auf den Platz zu bringen. Wir müssen besser spielen", brachte es Safety Devin McCourty auf den Punkt.

Bislang allerdings offenbart New England vor allem riesige Probleme in Man Coverage: Sie spielen laut Pro Football Focus deutlich häufiger Manndeckung als noch 2016 (62,3 Prozent vs. 45,4 Prozent), lassen dabei aber entschieden mehr Yards pro Passversuch (8,9 vs. 6,8) und eine höhere Completion-Percentage (60,7 Prozent vs. 51 Prozent) zu. Noch viel frappierender: 2016 ließ New England in Man Coverage sechs Touchdown-Pässe zu - schon jetzt sind es in dieser Saison mehr!

Statt also mit McCourty, Stephon Gilmore und Malcolm Butler über eine Secondary zu verfügen, die Gegner direkt aus dem Spiel nehmen kann und so der Front mehr Blitzing-Freiheiten gibt, entblößen die Fehler in der Secondary den individuell schlecht besetzten Pass-Rush. Dabei ist die Rushing-Defense nur bedingt besser: 5,1 Yards gelingen gegnerischen Teams pro Run.

Tom Brady und die neue Downfield-Offense

Was also muss passieren? New Englands Trainerstab wird alles daran setzen, die Kommunikationsfehler in der Coverage abzustellen - das ist der erste große Schritt. Klappt das, sollte die eigentlich vorhandene Qualität im Defensive Backfield wieder besser durchkommen, während die Front von einem zunehmend fitteren Hightower profitieren wird. Die spannende Frage ist: Gelingt das bis zum Auswärtsspiel in Tampa in einer kurzen Woche?

Offensiv derweil sind schon seit Saisonbeginn klare Tendenzen erkennbar, was die Pats erreichen wollen: Der Downfield-Part nimmt im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine deutlich größere Rolle ein. Das sieht man daran, dass Brady den Ball in der Pocket länger hält - aber auch etwa bei seinen Air Yards.

Nach 7,5 Air Yards pro Passversuch 2016 steht er aktuell bei 10,0. 28 Prozent seiner Pässe fliegen mindestens 15 Yards das Feld runter, in der vergangenen Saison waren es nur 19 Prozent. Nur die Rams (9,3) verzeichnen mehr Yards pro Pass als New England (9), kein Team hat bislang mehr Passing-Touchdowns auf dem Konto (10). Der neue Ansatz resultierte allerdings auch in mehr Sacks und mehr Stress auf eine aktuell bestenfalls durchschnittliche Line.

Buccaneers: Doug Martin kehrt zurück

Auf der anderen Seite wartet mit der Bucs-Offense ein schwieriger Test für New Englands bislang so anfällige Defense - auch dank eines Rückkehrers. Running Back Doug Martin hat seine Sperre abgesessen und ist wieder spielberechtigt, möglicherweise eine elementare Verstärkung für Tampa: Die Bucs stehen aktuell bei nur 3,8 Yards pro Run und laufen den Ball im Schnitt nur 22 Mal pro Spiel. 1,7 Yards pro Run nach erstem Gegnerkontakt bedeuten Platz 17 ligaweit.

All diese Werte sind zu niedrig, und das obwohl das Run-Blocking bislang unerwartet gut war. Martins Rückkehr bietet jetzt die Chance auf eine ausgeglichenere Offense. "Ich bin direkt zu den Ärzten gegangen und habe mich durchchecken lassen, alles ist wunderbar", verriet Martin. "Ich fühle mich großartig, ich habe in Kalifornien gut trainiert. Ich denke, dass ich bereit bin."

Mit einem besseren Run Game sollten sich für Winston auch mehr Möglichkeiten für Downfield-Pässe sowie die Chance, die Patriots-Secondary zu testen, bieten - und womöglich auch mehr Gelegenheiten für DeSean Jackson. Der erhielt gegen die Giants nur sechs Targets (zwei Catches für 20 Yards), nachdem gegen die Vikings zwei von Winstons drei Interceptions in seine Richtung geflogen waren.

Nach dem Giants-Spiel gab er zu: "Das ist definitiv hart, aber ich werde deshalb nicht aufgeben. Ich bleibe auf Kurs, früher oder später wird sich alles zusammenfügen. Wir müssen einfach weiter arbeiten. Wir wissen alle, wie sehr Jameis mich wollte und wie sehr ich hier her wollte. Hoffentlich klappt das. Das ist alles, was zählt."

Buccaneers vs. Patriots - Preview im Kurzformat

Tampa Bay Buccaneers (2-1) - New England Patriots (2-2) (Fr., 2.25 Uhr live auf DAZN)

  • Weitere Statistiken zur desolaten Pass-Defense des Titelverteidigers: Nach vier Spielen hat kein Team mehr Yards pro Pass (9,4), Passing-Touchdowns (11) und Passing-Yards pro Spiel (324) zugelassen als die Patriots. Zudem haben nur vier Teams weniger Sacks auf dem Konto als New England.
  • Eines davon ist Tampa Bay. Die Buccaneers haben zwar ein Spiel weniger absolviert - eine Rechtfertigung für nur einen einzigen Sack über drei Partien ist das allerdings nicht. Auch die 7,5 Yards pro gegnerischem Pass sind zu viel.
  • New England täte gut daran, im Pass-Rush gegen Tampa kreativ zu werden. Winston nämlich gelangen gegen die Giants 294 Passing-Yards und alle drei Passing-Touchdowns, wenn er ohne Pressure werfen konnte. Davon profitierte auch sein Deep Ball, bei Pässen von mindestens 20 Yards stand er bei 3/5, 127 YDS, TD.
  • Generell hat auch Tampa bisher eine gefährliche Passing-Offense. 7,9 Yards pro Pass sind der siebthöchste Wert, sechs Passing-Touchdowns stehen nach drei Spielen auf dem Konto.
  • Noch ein letztes Mal zurück zu New Englands Defense. Die Patriots lassen die meisten Touchdowns pro Drive zu, sind das drittschlechteste Teams bei gegnerischen Goal-to-Go-Situationen und haben die sechstschwächste Red-Zone-Defense.
  • Vier Pressures und drei Defensive Stops verzeichnete Bucs-Defensive-Tackle Gerald McCoy gegen die New York Giants. New Englands Offensive Line erwartet hier ein kritisches Duell, soll das Downfield-Game funktionieren.
  • Generell überzeugt Tampas Defense Front bisher vor allem gegen den Run. Nur Denver (2,4) lässt weniger Yards pro Run zu als die Bucs (2,9), die zudem erst einen Run von über 20 Yards kassiert haben.

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 5:

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