NFL: Roundup - Week 16

Irres Drama in Seattle - Browns gewinnen!

SPOX

Sonntag, 25.12.2016 | 03:04 Uhr

Es ist ein Weihnachtswunder! Die Cleveland Browns schlagen die Chargers in einem Foto-Finish und verhindern die 0-16-Saison. Hochdramatisch geht es auch in Buffalo zu, wo die Dolphins letztlich die Oberhand haben. Außerdem: Die Jets gehen in New England komplett unter, Aaron Rodgers liefert eine weitere Show und die Titans stolpern ausgerechnet in Jacksonville - und verlieren Marcus Mariota. Auch die Raiders verlieren Derek Carr an eine schwere Verletzung, in Seattle wird es wild.

Philadelphia Eagles (6-9) - New York Giants (10-5) 24:19 (14:3, 7:10, 0:3, 3:3) BOXSCORE

Analyse: Playoff-Einzug vertagt - Philly schockt Giants, Cowboys jubeln

Cleveland Browns (1-14) - San Diego Chargers (5-10) 20:17 (7:10, 10:0, 3:7, 0:0) BOXSCORE

Es ist vollbracht! Die Browns verhindern die von allen Beteiligten so befürchtete 0-16-Season zum Leidwesen der Chargers - und können jetzt endlich eine schlimme Saison mehr oder weniger abhaken. Die Marschroute dahin war schnell offensichtlich: Hue Jackson verließ sich auf sein Running Game, in dem auch Robert Griffin III (6 ATT, 42 YDS) eine durchaus wichtige Rolle spielte, während die Defense ihre wohl beste Leistung der zweiten Saisonhälfte ablieferte.

Das galt vor allem für die sonst so desolate Run-Defense, ohne den weiterhin verletzten Melvin Gordon gelangen San Diego bei 19 Versuchen ganze 34 Rushing-Yards. Philip Rivers (23/46, 322 YDS, 2 TD, INT) eröffnete das Spiel zwar mit einem 50-Yard-Pass auf Ex-Browns-Receiver Travis Benjamin, zeigte aber auch wieder einen klaren Underthrow, der zur Interception führte und war insgesamt überhaupt nicht konstant.

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Es entwickelte sich, im einzigen Spiel komplett ohne Playoff-Implikationen, eine dennoch spannende zweite Halbzeit: San Diego kam durch einen einhändigen TD-Catch von Williams wieder ran, während Griffin mutmaßlich mit einer Gehirnerschütterung raus musste - Cody Kessler kam rein. Und dann wurde es wild: San Diego hatte zunächst die Chance, aus 32 Yards per Field Goal auszugleichen, 3:45 Minuten vor dem Ende aber blockte Jamie Meder den Kick!

Der neunte (!) Sack der Chargers beendete aber den nächsten Browns-Drive, so dass San Diego noch eine Chance bekam: Bei 4th&10 fand Rivers den ungedeckten (!) Antonio Gates für 25 Yards, wenig später war Rivers' Pass auf Gates bei Third Down allerdings zu kurz. Weil die Chargers keine Timeout mehr hatten, musste das Kicking-Team aufs Feld sprinten - und der Schuss ging in der Schlusssekunde daneben! Die Fans auf den Rängen jubelten, als hätte Cleveland soeben ein Playoff-Spiel gewonnen! Zwar ist die Imperfect Season dadurch endlich verhindert - beenden allerdings Browns und 49ers die Saison mit der gleichen Bilanz, gehört der Top-Draft-Pick San Francisco.

Green Bay Packers (9-6) - Minnesota Vikings (7-8) 38:25 (14:3, 14:10, 0:0, 10:12) BOXSCORE

Aaron Rodgers ist on Fire! Wer die NFL über die letzten Wochen verfolgt hat, weiß das längst - für alle anderen gab es gegen Minnesota das nächste dominante Meisterwerk des Packers-Quarterbacks. Rodgers (28/38, 347 YDS, 4 TD; 2 ATT, 13 YDS, TD) zerlegte die Vikings-Defense spätestens ab dem zweiten Drive fast nach Belieben, mit einer hocheffizienten Mischung aus schnellen, kurzen Pässen und gleichzeitig auch vielen langen Bällen.

So fand er etwa früh Jordy Nelson (21-Yard-TD) und Davante Adams (20-Yard-TD) zu Touchdowns, nach dem zweiten Score stand A-Rod noch im ersten Viertel bei 12/13, 163 YDS, 2 TD. Umgekehrt konnte Sam Bradford (34/59, 382 YDS, 3 TD) zwar mehrere lange Pässe anbringen, während Adrian Peterson ausfiel, war Stefon Diggs genau wie aufseiten der Defense Safety Harrison Smith rechtzeitig fit geworden. Das Highlight: Ein 71-Yard-Touchdown auf Adam Thielen, der ein Monster-Spiel aufs Parkett legte (12 REC, 202 YDS, 2 TD).

Insgesamt aber waren es die altbekannten Probleme: Eine schwache O-Line, kein verlässliches Run Game und dadurch oftmals kurze Drives für die Offense, sowie Turnover (Snap-Fumble, Strip-Sack) und viel zu kurze Pässe bei Third Down. Zumindest die Run-Defense der Vikes präsentierte sich verbessert, obwohl Ty Montgomery wieder als Running Back, (Slot) Receiver und Receiver aus dem Backfield heraus eingesetzt wurde.

Green Bay aber zog noch vor der Halbzeitpause, auch begünstigt durch Minnesotas Turnover, davon - und dennoch gehörte den Packers der Schock-Moment der zweiten Hälfte: Nach einem harten Sack durch Hunter und Kendricks blieb Rodgers eine Weile lang auf dem Boden liegen, zum Entsetzen eines plötzlich komplett stillen Lambeau Fields. Letztlich aber konnte er aus eigener Kraft aufstehen und weitermachen. Einen allzu großen Unterschied machte das allerdings ohnehin nicht mehr aus, die Garbage Time gehörte dann Bradford und Thielen.

Carolina Panthers (6-9) - Atlanta Falcons (10-5) 16:33 (0:13, 3:7, 10:3, 3:10) BOXSCORE

Von wegen Trap Game - das Gastspiel der Falcons beim Division-Rivalen war vielmehr eine glasklare Angelegenheit, der Sieg beschert Atlanta die erste Playoff-Teilnahme seit 2012! Das lag einerseits daran, dass Cam Newton (18/43, 198 YDS, TD, 2 INT) weitestgehend ein furchtbares Spiel hatte, extrem inkonstant und ungenau agierte.

Newton ließ so zahlreiche Gelegenheiten auf Yards und Punkte ungenutzt und warf mehrere hochriskante Pässe, was auch zu den Interceptions führte: In der ersten Hälfte hatte Atlanta mehr Return-Yards nach Newton-Interceptions, als Newton Passing-Yards verzeichnen konnte!

Er beendete das Spiel mit einer Completion Percentage von 41,9 Prozent und dem drittschwächsten Passer-Rating (44.5) seiner Karriere. Zumindest aber verhalf er Greg Olsen (6 REC, 59 YDS) zu einer weiteren 1.000-Yard-Saison. Olsen ist damit der erste Tight End aller Zeiten mit drei 1.000-Yard-Spielzeiten nacheinander..

Defensiv hatte Carolina, erneut ohne Luke Kuechly, große Schwierigkeiten mit Atlantas Backup-Tight-Ends: Ein sehr effizienter Matt Ryan (27/33, 277 YDS, 2 TD) bediente zunächst Josh Perkins, später dann D.J. Tialavea - in dessen erstem NFL-Spiel - zum Touchdown. Ryan ist jetzt der erste Quarterback aller Zeiten mit TD-Pässen zu 13 verschiedenen Receivern in einer Saison, außerdem konnten die Falcons im Running Game Schaden anrichten (24 ATT, 152 YDS, TD) und so den Ball bewegen, wenn sie es mussten.

Chicago Bears (3-12) - Washington Redskins (8-6-1) 21:41 (0:14, 14:10, 0:7, 7:10) BOXSCORE

Die Matt-Barkley-Befürworter in Chicago werden dieses Spiel schnellstmöglich vergessen wollen: Nach zuletzt mehreren durchaus beeindruckenden Auftritten hatte Barkley (24/40, 323 YDS, 2 TD, 5 INT) gegen Washington ein furchtbares Spiel, Breeland und Norman verzeichneten je zwei Picks - erstmals seit 1960 hatten mehrere Redskins-Spieler in einem Spiel mehrere Interceptions.

Dabei hatte Barkley auch wieder einige sehenswerte Pässe, die Konstanz war aber schlicht überhaupt nicht gegeben und mit den zahlreichen Turnovern war jeglicher Erfolg unmöglich. Da reichte auch ein solider Passing-Tag von Kirk Cousins (18/29, 270 YDS, TD; 5 ATT, 30 YDS, 2 TD), der DeSean Jackson (5 REC, 114 YDS) mehrfach erfolgreich tief suchte.

Washington dominierte nämlich auch im Running Game, wo vier der fünf Touchdowns zustande kamen. Die Redskins wahren sich so ihre Playoff-Chance.

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