Chronik der turbulenten Saison der Cleveland Cavaliers: Besser als jede Seifenoper

Dienstag, 05.06.2018 | 15:25 Uhr
Die Saison der Cleveland Cavaliers ist nach der 0-4-Pleite in den Finals gegen die Golden State Warriors endgültig zu Ende. SPOX blickt darum zurück auf diese unfassbar turbulente Spielzeit, die wohl mehrere Bücher füllen könnte.
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3-0 waren die Cavs gegen die Warriors in den Finals 2017 im Rückstand, da kamen bereits die ersten Gerüchte auf, dass James sich im Sommer 2018 den Lakers oder Clippers anschließen könnte.
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Unterdessen gewann Cleveland immerhin ein Spiel, unterlag Golden State aber deutlich mit 1-4. Eines war klar: Es braucht Veränderungen, um den Warriors in der Zukunft gefährlich werden zu können.
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So gab es zahlreiche Gerüchte. Doch es wurde nicht nur (wie immer) Kevin Love genannt. Auch um Kyrie Irving waberten Spekulationen.
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Just in dieser heißen Phase Ende Juni erklärten die Cavs, dass der Vertrag von GM David Griffin nicht verlängert werden würde. Die Cavs waren quasi handlungsunfähig.
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So platzten unter anderem die weit vorangeschrittenen Verhandlungen mit Jimmy Butler (Chicago) und Paul George (Indiana). Butler wurde nach Minnesota getradet, PG-13 nach OKC.
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Die Cavs hatte bei der GM-Suche wenig Erfolg. Favorit Chauncey Billups sagte ab, weil die Cavs dem ehemaligen Finals-MVP ein lächerlich niedriges Angebot vorlegten.
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Mitte Juli platzte die Bombe: Kyrie soll zum Draft einen Trade forciert haben (er drohte sogar mit dem Aussetzen der Saison). Gründe: Die ständigen Trade-Gerüchte und die Sehnsucht nach einem eigenen Team.
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Wenig später präsentierten die Cavs eine interne Lösung in der GM-Frage. Assistent Koby Altman (l., 34) übernahm die Geschicke in Ohio.
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Sein erster Move? Die Verpflichtung von Ex-MVP Derrick Rose zum Minimum. Ebenfalls bereits eingetütete Verpflichtungen: Jeff Green, Jose Calderon und Cedi Osman.
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Dann geschah es. Am 23. August sickerte durch, dass Kyrie Irving nach Boston getradet wurde. Als Gegenwert kamen Isaiah Thomas, Jae Crowder, Ante Zizic sowie der Brooklyn-Pick 2018.
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Beim Medizincheck von Thomas gibt es Komplikationen. Die Hüftverletzung ist schlimmer als gedacht, IT könnte das ganze Jahr ausfallen. Der Trade steht auf der Kippe, letztlich bekommen die Cavs noch einen Zweitrundenpick obendrauf.
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Im September bekommt das Team prominente Unterstützung. Dwyane Wade einigt sich mit Chicago auf einen Buyout und will mit Buddie LeBron den vierten Ring jagen.
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Die Teamchemie gerät so ein wenig aus den Fugen. Love soll als Center für Tristan Thompson starten, Wade nimmt den Platz von J.R. Smith ein, der öffentlich seinen Unmut darüber äußert.
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Der Start geht so in die Hose (3-4), dann setzt LeBron aber das erste Ausrufezeichen und zerlegt die Washington Wizards mit 57 Punkten nach allen Regeln der Kunst.
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Für Unruhe sorgt derweil D-Rose. Ende November verletzt sich der Guard erneut und verlässt das Team, ohne sich zu erklären. Es wird über ein Karrierende des ehemaligen MVPs spekuliert.
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Dabei läuft es in dieser Phase für Cleveland. Das Team gewinnt 18 von 19 Spielen, es kehrt erstmals so etwas wie Ruhe in The Land ein. Thomas arbeitet derweil fleißig am Comeback und trainiert mit dem G-League-Team.
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In der Zwischenzeit kehrt auch Rose zurück und hat die volle Unterstützung seiner Teamkollegen. LeBron, Wade und Coach Lue äußern sich ausschließlich positiv.
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Es folgen aber Dämpfer. Das Christmas Game gegen die Warriors geht verloren und auch in Sacramento und Utah setzt es Pleiten. James spricht von einem "Müll-Trip."
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Immerhin: Am 3. Januar gibt Thomas sein Debüt für die Cavs gegen Portland und weiß durchaus zu überzeugen. Man ist sich sicher: 'Nun geht die Saison erst richtig los.'
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Es folgen jedoch schwere Wochen. Es hagelt peinliche Pleiten gegen Minnesota (-28), Toronto (-34) oder später in Orlando, gegen Houston (-32) und OKC (-24).
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Die 148 kassierten Punkte gegen OKC bringen das Fass zum Überlaufen. Es gibt das berühmte Team Meeting, in dem Love (wohl von IT) als Sündenbock dargestellt wird, weil dieser das Spiel mit Schwindelgefühlen früh verließ.
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Wenige Tage später gibt es ein wenig Ablenkung. James knackt in San Antonio die magische 30.000-Punkte-Marke, das Spiel geht dennoch deutlich verloren.
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LeBron ist ohnehin der Einzige, der positive Schlagzeilen produziert. Gegen die Wolves trifft er einen wilden Gamewinner in der OT, ignoriert Thomas dann aber offensichtlich beim Jubel.
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Einen Tag später ist Thomas in Cleveland Geschichte. Die Cavs traden den Point Guard zur Deadline zu den Lakers. Auch Crowder, Rose (beide Utah), Channing Frye (Lakers) und Iman Shumpert (Kings) müssen ihren Spind räumen.
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Neu im Kader sind stattdessen Rodney Hood (Utah), George Hill (Sacramento) sowie Jordan Clarkson und Larry Nance Jr. (beide Lakers). Viele Experten sind sich sicher: Diese Trades haben die Cavs-Saison gerettet.
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Und es herrscht auch Aufbruchsstimmung. In Boston und Oklahoma City feiern die Cavs (auch dank der Neuen) überzeugende Siege. LeBron präsentiert sich wieder gut gelaunt.
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Störfeuer kommen erstmal nur von außerhalb. Thomas und Crowder treten nach und berichten, dass sie bei ihren neuen Teams erstmals richtig trainieren.
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LeBron kommentiert das Ganze nicht, er spielt lieber elitären Basketball. Beim All-Star Game überragt der King und gewinnt auch dank seines Gamewinners die Trophäe des All-Star MVPs.
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Für Schlagzeilen sorgt jedoch seine Werbung mit Kevin Durant, in der beide Präsident Donald Trump kritisieren. Eine Fox-Moderatorin schießt zurück und prägt den Satz 'Shut up and dribble.'
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Auch in der NBA-Welt liegt der Fokus auf James. Fans hängen Billboards auf, um ihn für die FA für ihre Teams zu überzeugen. Als dann das Gerücht über LeBron-Schulbesuche in Philly die Runde macht, reagiert der King empört: "Widerlich" nennt er es.
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In der Zwischenzeit bewirft J.R. einen Assistenz-Trainer mit Suppe und wird vom Team für ein Spiel gesperrt. Der Grund für Soup-Gate bleibt ungeklärt.
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Der verletzte Love (Handbruch) sorgt derweil anderweitig für Aufsehen. Der Forward gibt zu, dass er in der Saison eine Panikattacke hatte und ist nach Torontos DeRozan der zweite Spieler, der dieses delikate Thema aufgreift.
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Auch Coach Ty Lue hat gesundheitliche Probleme und bleibt dem Team zum Ende der Regular Season einige Spiele fern. Später kommt heraus: Der Coach litt unter Angstzuständen.
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LeBron sammelt derweil weiter Rekorde. Er knackt den Rekord mit den meisten zweistelligen Spielen in Folge (vorher: Jordan) und absolviert erstmals alle 82 Spiele.
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Trotz aller Widrigkeiten gehen die Cavs als Vierter in die Postseason im Osten. Love hat derweil Zweifel: die anstehende Free Agency könnte die Cavs beeinflussen, warnt der Vierer.
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In der ersten Runde bereiten die Indiana Pacers bereits Probleme. Indy klaut Spiel 1 und führt schnell mit 2-1 in der Serie. Es bahnt sich eine Sensation an ...
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... doch die Cavs haben eben LeBron, der in der Serie gleich zwei Gamewinner trifft, einen möglichen Gamewinner von Victor Oladipo blockt und mit einer Gala in Spiel 7 sein Team vor dem Ausscheiden bewahrt.
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Es brodelt dennoch. Der quasi nicht existente Supporting Cast des Kings wird zurecht kritisiert. Mit Toronto, dem besten Team im Osten der Regular Season, wartet zudem ein scheinbar echter Prüfstein.
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Doch die Raptors können nicht liefern. Spiel 1 und 3 sind hart umkämpft, doch in Game 4 brechen die Kanadier völlig ein. Cleveland holt den Besen raus und gewinnt die Serie mit 4-0.
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Dennoch gibt es wieder einen neuen Nebenkriegsschauplatz: Rodney Hood verweigert in der Garbage Time von Spiel 4 seinen Einsatz. Es will einfach keine Ruhe einkehren.
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Das hält die Cavs aber nicht davon ab, zum vierten Mal in Serie in die Finals einzuziehen. Das junge Celtics-Team ohne Irving und Hayward wird trotz 0-2-Rückstand erneut in sieben Spielen niedergekämpft.
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In den Finals sind die Cavs wieder klarer Außenseiter gegen Golden State, doch in Spiel 1 ist die Überraschung möglich, weil LeBron mit 51 Punkten wie von einem anderen Stern spielt.
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Doch selbst das reicht nicht. In der Schlussphase vergibt George Hill den Freiwurf zur Führung und Smith wirft nicht mehr auf den Korb, da er den Score nicht kennt. In der Overtime machen die Dubs kurzen Prozess und gewinnen deutlich.
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Ein weiterer Nebeneffekt kommt erst später nach den Finals heraus: LeBron war so wütend, dass er auf eine Tatiktafel einprügelte und sich an der Hand verletzte, wie er selbst zugab.
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Mit einem angeschlagenen LeBron war dann für die Cavs überhaupt nichts mehr zu holen. Die Warriors machten den Sweep perfekt.
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Der Erfolg der Warriors trat dann aber schon fast in den Hintergrund, weil sich die ganze NBA fragt: 'Wie geht es mit LeBron weiter?' Der King lächelte diese Fragen aber nur weg.
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Was bleibt, sind nur noch mehr Fragen: Wie geht es mit LeBron weiter? Behält Coach Lue seinen Job? Was passiert mit Love? Wie aktiv sind die Cavs im Sommer? Wir freuen uns schon jetzt auf ereignisreiche Wochen.
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