NBA Playoffs – Jayson Tatum und die Celtics vor Spiel 6: Einfach Erfahrungen sammeln

Von Ole Frerks

Freitag, 25.05.2018 | 14:00 Uhr
© getty
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Die Boston Celtics sind trotz etlicher Verletzungen nur noch einen Sieg von den NBA Finals entfernt. Auch in Spiel 6 gegen die Cleveland Cavaliers (2.30 Uhr live auf DAZN) wird es dabei sehr auf Jayson Tatum ankommen. Genau wie sein Team hat der Rookie alle Erwartungen längst übertroffen.

Man wird nicht müde, es zu betonen, es begleitet Jayson Tatum wie sein eigener Schatten: Wann immer der 20-jährige Rookie der Celtics in diesen Playoffs eine gute Aktion oder ein gutes Spiel hat - was oft vorkommt - folgt der Zusatz: "Und das, obwohl er erst ein 20-jähriger Rookie ist!" Als müsste man ihn selbst daran erinnern.

Dabei ist sich Tatum dieser Tatsache durchaus bewusst. Als die Celtics die Sixers in den Conference Semifinals besiegten und er dabei im fünften Spiel zum siebten Mal in Folge 20+ Punkte erzielt hatte, antwortete er auf die Frage, wie man nun die Herausforderung LeBron James angehen würde, noch auf dem Court fast schon entschuldigend: "Das ist mein erstes Jahr. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Wir werden ab morgen daran arbeiten, das herauszufinden."

Rund zwei Wochen später stehen die Chancen recht gut, dass Boston auch diese Hürde nehmen kann: Den Celtics fehlt nur noch ein Sieg für die Finals, worauf vor den Playoffs niemand getippt hätte. Tatum kommt dabei eine Schlüsselrolle zu - und mittlerweile kann man tatsächlich darüber nachdenken, den Zusatz bei der Beschreibung von Tatums Spiel vielleicht einfach wegzulassen.

LeBron James ist beeindruckt von Jayson Tatum

Natürlich ist Tatum noch ein Rookie - die Definition davon wurde dank Donovan Mitchell und Ben Simmons in dieser Saison mehr als genug durchgekaut. Aber sein Spiel in den Playoffs hat dieses Label eigentlich längst hinter sich gelassen. Spiel 5 war ein weiteres Paradebeispiel dafür: Tatum erzielte 24 Punkte, dazu glänzte er defensiv und nahm es mit jedem Verteidiger auf, der sich ihm entgegenstellte.

Dazu gehörte auch James - der Superstar hatte Tatum noch im ersten Saisonspiel, als sich Gordon Hayward so schwer verletzte, übel am Ring abgeräumt, um ihn in der NBA "Willkommen" zu heißen, nun attackierte Tatum den King in Transition und punktete, ohne eine Miene zu verziehen. Es ist viel Zeit vergangen seit diesem denkwürdigen ersten Spiel in Tatums NBA-Karriere.

Das erkannte auch James an, schon vor Spiel 5: "Seine Selbstbeherrschung ist nicht altersgemäß. Die Verletzungen der Celtics haben dazu geführt, dass er deutlich schneller zu einem besseren Spieler werden konnte, als sie es erwartet hatten. Er konnte Fehler machen und daraus lernen, ohne Angst um seine Spielzeit haben zu müssen", sagte LeBron. "Er ist jetzt schon ein sehr, sehr, sehr guter Spieler, und bei diesem Tempo kann er bald ein großartiger Spieler werden."

Jayson Tatum: Von Beginn an Leistungsträger

Tatums Entwicklungstempo ist gepaart mit der stoischen Art auf dem Court tatsächlich der wohl beeindruckendste Aspekt seiner Rookie-Saison. Vorm Draft galten sein Wurf und seine Defense mal als suspekt, aber schon zu Beginn der Saison hatte er beides auf ein hohes Niveau gebracht - zeitweise führte er die NBA sogar bei der Dreierquote an, am Ende der Saison waren es 43,4 Prozent.

Die Statistiken von Jayson Tatum

MinutenPunkteReboundsAssistsFG%3FG%
Regular Season30,513,95,01,647,543,4
Playoffs35,418,44,32,946,332,3

Auch defensiv spielte er sofort viel besser als angekündigt. Die langen Arme halfen dabei, aber auch das Schema der Celtics hat er auf Anhieb verstanden - Tatum kann fast alles switchen, verpennt kaum Rotationen und spielt defensiv grundsätzlich mit hoher Energie und Disziplin. Schon zu Beginn der Saison war Tatum daher ein wertvoller Rollenspieler für die Celtics, dem Brad Stevens ohne Bedenken viele der durch die Hayward-Verletzung freigewordenen Minuten gab.

Jayson Tatum: Die Rolle wächst und wächst

Offene Würfe treffen, verteidigen, den Fastbreak hart mitsprinten, das war zunächst seine vorgesehene Rolle, aber Tatum war überqualifiziert dafür. Schon früh zeichnete sich ab, über was für ein vielseitiges Offensiv-Arsenal Tatum verfügt und dass man ihm durchaus den Ball geben konnte, wenn man wenig Zeit auf der Uhr hatte und Punkte brauchte.

Mehr und mehr wurde Tatum auch als Creator eingesetzt, vor allem dann, wenn Kyrie Irving gerade auf der Bank saß. Bisweilen fungierte Tatum dann schon als Anführer der Second Unit. Abgesehen vom "Ausreißer" Dezember steigerte sich Tatums Usage-Rate in jedem Monat - der größte Sprung erfolgte dann jedoch ab dem 14. März und darüber hinaus, denn nun war auf einmal auch noch Irving raus. Für den Rest der Saison und die Playoffs, wie sich wenig später herausstellte.

In diesem Moment flogen sämtliche Erwartungen für die Celtics eigentlich aus dem Fenster. Beide Star-Neuzugänge des Sommers waren verletzt, aus dem Ziel "Wir beenden LeBrons Herrschaft im Osten" wurde ganz schnell "Dann können die jungen Spieler ein paar Erfahrungen sammeln", es wurde zunehmend von einem Übergangsjahr gesprochen. Boston jedoch hatte offensichtlich andere Pläne und ist nun nicht mehr weit vom ursprünglichen Ziel entfernt - das zweite haben sie längst erfüllt.

Boston Celtics: Zahlreiche Gesichter des Erfolgs

Der Erfolg der Celtics in diesen Playoffs hat dabei viele Ursachen und Gesichter, ganz weit vorne sind dabei ihre Defense und damit Al Horford und Coach Stevens zu nennen, der Heimvorteil, "Scary" Terry Rozier, Jaylen Brown und diverse andere haben auch zweifelsohne ihren Anteil daran. Die Celtics kommen über das Kollektiv und eben nicht über einen oder zwei Spieler, die alles diktieren.

Und doch - es kristallisiert sich mehr und mehr hinaus, dass Tatum ihr Go-to-Guy ist. Neben Horford ist er der große Matchup-Albtraum, der Offensiv-Spieler, vor dem die gegnerischen Teams den größten Respekt haben. Insbesondere im Halbfeld wird zumeist er gesucht, weil er sich auf jede erdenkliche Weise seinen Wurf erarbeiten kann und kaum schlechte Entscheidungen trifft.

Tatum ist ein starker Pullup-Shooter, hat ein beeindruckendes Ballhandling und ist trotz noch fehlender Kilos bereits ein ordentlicher Finisher am Ring - interessanterweise hat er dann die höchste Wurfquote, wenn er den Ball vorher 7+ mal gedribbelt hat (62,5 Prozent effektive Feldwurfquote). Er erzielt für Boston 3,3 Punkte nach Isolationen pro Spiel, auch wenn er darin noch effektiver werden muss. Grundsätzlich hat er schon ein gutes Auge dafür, welche Matchups er wie attackieren muss.

Kein Moment scheint darüber hinaus zu groß für ihn zu sein - gegen Cleveland ist er von allen Startern auch der einzige Celtic, der auswärts ebenso gut spielt wie vor heimischer Kulisse. Er strahlt eine Kaltschnäuzigkeit aus, die nicht nur (!) für einen Rookie beeindruckend ist. Und er scheint mit jeder Serie noch ein bisschen besser zu werden.

Jaylen Brown über Jayson Tatum: "Er ist kein Rookie"

"Ich spiele einfach gerne in diesen großen Spielen, diesen großen Momenten", erklärte Tatum nach Spiel 5. "Wenn es um alles geht, macht das Spiel umso mehr Spaß. Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Wir sind nur einen Sieg von den Finals entfernt, und das nach allem, was wir in dieser Saison durchgemacht haben."

Garantiert ist es noch lange nicht, dass Boston die Finals erreicht. Auswärts haben die Celtics bisher nur ein einziges Playoff-Spiel gewonnen, Spiel 7 wäre zwar zuhause, aber es gibt schönere Aussichten, als in einem Spiel 7 gegen LeBron antreten zu müssen. Aber: Dieses Celtics-Team macht nicht den Eindruck, als würde es vor einer solchen Aussicht zurückschrecken. Auch nicht ihr jüngster Spieler.

"Es ist mittlerweile nichts Neues mehr. Es gibt kein Limit für ihn", sagte Brown, sein auch erst 21-jähriger "Wingman", nach Spiel 5 über Tatum. "Er ist kein Rookie." Eigentlich schon, aber irgendwie eben auch nicht.

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