NBA Playoffs: 5 Fragen zum Aus der Toronto Raptors: Ein Komplex namens LeBron James

Von Robert Arndt

Dienstag, 08.05.2018 | 10:28 Uhr
© getty

Die Toronto Raptors sind wie im vergangenen Jahr in den Conference Semifinals an LeBron James und den Cleveland Cavaliers gescheitert. Was waren die Gründe und wie werden die Verantwortlichen in Kanada auf die neuerliche Enttäuschung reagieren? SPOX beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ist passiert?

Erst zum achten Mal in der Geschichte der NBA wurde ein Top-Seed in einer Playoff-Runde gesweept, die LeBron-Cavs waren dabei nach 2015 (Hawks) zum zweiten Mal der sprichwörtliche Straßenfeger. Toronto rechnete sich diesmal einiges aus und wollte nach zwei verlorenen Serien in den vergangenen zwei Jahren gegen Cleveland endlich weiterkommen.

Unter dem Strich steht jedoch ein weiteres bitteres Ausscheiden, wobei Spiel 4 eine absolute Demontage war und Coach Dwane Casey seine Mannen anzählte. "Ich hätte gedacht, dass wir mehr dagegenhalten würden", bedauerte der enttäuschte Coach. Wie in Spiel 2 ließen sich die Raptors von LeBron James demütigen, der die Kanadier nach allen Regeln der Kunst auseinandernahm.

Der Knackpunkt für das desaströse Ausscheiden war wahrscheinlich das erste Aufeinandertreffen, als Toronto das vierte Viertel mit elf Fehlwürfen in Serie beendete und die Cavs das Spiel in der Verlängerung entschieden. Dort machte James sein schlechtestes Spiel der Serie (26 Punkte, 12/30 FG, 1/6 FT), wie er auch unverblümt betonte, Toronto stand dennoch mit leeren Händen da.

Toronto Raptors vs. Cleveland Cavaliers: Die Serie im Überblick

TagDatumUhrzeitSpielHeimAuswärtsErgebnis
Mittwoch2. Mai2 Uhr1TorontoCleveland112:113 OT
Freitag4. Mai0 Uhr2TorontoCleveland110:128
Sonntag6. Mai2.30 Uhr3ClevelandToronto105:103
Dienstag8. Mai2.30 Uhr4ClevelandToronto128:93

Dies nagte sichtlich am Raptors-Team, welches im folgenden Spiel völlig von der Rolle war und von James vorgeführt wurde. Toronto hatte keine Lösung auf das Small-Ball-Lineup der Cavs, auch wenn Casey in den Spielen 3 und 4 jeweils nur einen Big Man starten ließ und die Rotation deutlich kürzte.

Zumindest im ersten Spiel in Cleveland zeigten die Raptors noch einmal Moral und hätten in Spiel 3 die Serie beinahe noch einmal spannend oder zumindest gemacht. Letztlich scheiterten die Kanadier aber einmal mehr an der Brillanz von James, dessen wilder Gamewinner die Moral der Raptors endgültig brach.

Dass die Rollenspieler der Cavs wie J.R. Smith oder Kevin Love nach schwachen Spielen gegen die Indiana Pacers plötzlich aufblühten, war ebenfalls nicht selbstverständlich und ein Grund, warum die Raptors nicht einmal ein Spiel gewinnen konnten. Letztlich galt aber wohl wieder der Leitsatz von DeRozan aus dem Vorjahr: "Wenn wir LeBron in unserem Team hätten, wären wir der Sieger der Serie gewesen."

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