NBA Playoffs: Cavaliers-Sweep! LeBron James und Love nicht zu stoppen - DeRozan ejected

Von Robert Arndt

Dienstag, 08.05.2018 | 07:52 Uhr
© getty
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Celtics @ Cavaliers (Spiel 6)
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Rockets @ Warriors (Spiel 6)

Die Cleveland Cavaliers haben auch das vierte Spiel gegen die Toronto Raptors für sich entschieden und damit den Sweep perfekt gemacht. Beim 128:93 (BOXSCORE) überragten für Cleveland LeBron James und Kevin Love, während für die Kanadier DeMar DeRozan erneut enttäuschte und in der zweiten Halbzeit ejected wurde.

Raptors-Coach Dwane Casey setzte auch in Spiel 4 wieder nur auf einen echten Big, diesmal erhielt aber Serge Ibaka den Vorzug vor Jonas Valanciunas auf der Fünf. Offensiv sah die Formation zunächst sehr gut aus, doch am hinteren Ende konnte Cleveland nicht gestoppt werden. Die Cavs trafen 10 ihrer ersten 12 Würfe, 16 von 21 Zählern wurden in der Zone erzielt. Schnell hatten die Gastgeber eine 26:17-Führung etabliert, Casey musste früh zur zweiten Auszeit greifen. Es fruchtete zumindest ein wenig, auch wenn J.R. Smith jeden seiner fünf Würfe für 12 Zähler versenkt hatte. Die Cavs führten nach zwölf Minuten nur noch mit 30:26.

Der Start des zweiten Viertels gehörte dann Valanciunas, der von den Kanadiern immer wieder gesucht wurde. Der Litauer machte 6 Zähler beim 8:0-Run Torontos, die nun Momentum hatten. In der Folge verstand es LeBron James aber wieder, seinen Supporing Cast zu finden, Kyle Korver und Kevin Love profitierten davon. Die Cavs hatten sich eingegroovt und beendeten das Viertel mit einem 12:0-Run, es ging mit 63:47 in die Kabinen.

Die Raptors hatten danach einige offene Würfe, konnten diese aber nicht verwerten. LeBron erzielte dagegen die ersten 10 Punkte der Cavs, die Gegenwehr der Gäste war jedoch erschreckend gering. Auch Love durfte weiter munter scoren, der Abstand zwischen beiden Teams wurde immer größer. Entsprechend staute sich Frust an: DeMar DeRozan foulte Jordan Clarkson hart in Transition und wurde kurz vor Ende des Viertels mit einem Flagrant Foul 2 ejected. Die Cavs marschierten derweil weiter Richtung Conference Finals und führten mit 100:72.

Toronto leerte im Anschluss die Bank, während bei den Cavs LeBron weiter auf dem Feld stand und sich erst knapp acht Minuten vor dem Ende in den Feierabend verabschiedete. Danach plätscherte das Geschehen noch ein wenig vor sich hin, die Cavs bauten den Vorsprung sogar noch aus.

LeBron spielte 38 Minuten, in denen er 29 Punkte (12/19 FG), 8 Rebounds und 11 Assists auflegte. Alle weiteren vier Starter der Cavs punkteten zweistellig, unter anderem Smith (15, 6/6 FG), Love (23) und Korver (16, 4/5 Dreier). Für Toronto war Valanciunas mit 18 Zählern schon der beste Scorer, während Kyle Lowry (5, 2/7 FG, 10 Assists) und DeRozan (13, 5/11 FG) wieder unauffällig agierten.

Cleveland wartet nun auf den Sieger zwischen den Boston Celtics und den Philadelphia 76ers. Die Cavs werden dabei auf keinen Fall Heimvorteil haben, egal, welches Team sich in dieser Serie durchsetzt. Boston führt im Moment mit 3-1.

Die wichtigsten Statistiken

Cleveland Cavaliers - Toronto Raptors 128:93, Serie 4:0 (BOXSCORE)

  • Die Raptors konnten Cleveland in der ersten Halbzeit einfach nicht stoppen. Die Cavs trafen 62 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld. Ein schlechtes Zeichen für Toronto war dabei, dass James nicht einmal großartig seinen eigenen Wurf suchen musste. Die Kombo aus Smith, Korver und George Hill vergab nur drei von 18 Würfen in den ersten 24 Minuten. In diesem Takt ging es auch nach der Pause weiter, die Cavs bekamen, was sie wollten und stellten so den Franchiserekord für die beste Feldwurfquote in einem Playoffspiel (59,5 Prozent) ein. Der Bestwert zuvor wurde in Spiel 2 gegen die Raptors aufgestellt.
  • Was die Cavs schon die ganze Serie auszeichnete, waren die wenigen Ballverluste. Bis zur Pause waren es nur deren 3, nach drei Vierteln 7. Daraus konnten die Raptors gerade einmal 7 Punkte generieren, während Cleveland in 36 Minuten 17 Zähler nach 12 Turnover der Raptors markieren konnte.
  • Love blockte in der Serie gegen die Indiana Pacers über sieben Spiele gerade einmal zwei Würfe. Die gleiche Anzahl hatte der Big in Spiel 4 schon nach nicht einmal zehn Minuten erreicht.
  • James erreichte nun zum zehnten Mal in zwölf Jahren die Eastern Conference Finals. Lediglich 2009 (2-4 gegen Orlando) ging es dann für den King nicht in die Finals.
  • Zum achten Mal in der Geschichte wurde ein Top-Seed gesweept. Zuletzt passierte dies 2015 den Atlanta Hawks (ebenfalls gegen Cleveland). Eine Pleite mit 35 Punkten in einem Elimination Game musste allerdings bisher noch kein topgesetztes Team hinnehmen.
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Cleveland Cavaliers vs. Toronto Raptors: Die Stimmen zum Spiel

LeBron James (Cavs): "Wir werden von Spiel zu Spiel besser und das wollen wir fortsetzen, egal, ob wir nun gegen Boston oder Philadelphia spielen werden. Ich freue mich nun erstmal auf die Pause."

Dwane Casey (Head Coach Raptors): "Jeder hat Cleveland abgeschrieben, aber solange sie LeBron haben, werden sie immer eine Chance haben. Ich dachte, dass unsere Jungs mit mehr Einsatz spielen und den Kampf annehmen würden. Nah dran sein zählt in der NBA nicht."

Der Star des Spiels

Kevin Love. Natürlich war James erneut Dreh- und Angelpunkt der Offense, doch Love musste sich in diesem Spiel nicht verstecken. Der Big war stets aktiv, scorte im Post, durch Cuts oder aus der Distanz. Sowohl Ibaka als auch Valanciunas konnten Love nicht verteidigen, der auch auf der anderen Seite einige gute Plays hatte. Unter anderem räumte er Ibaka von hinten ab, dazu kamen 2 Steals.

Der Flop des Spiels

Der Backcourt der Raptors. Als das Raptors-Schiff zu sinken begann, war von DeRozan und Lowry nicht mehr viel zu sehen. Lowry spielte zwar immerhin 10 Assists, ansonsten wollte dem Spielmacher aber nur wenig gelingen. Ähnlich erging es DeRozan, der nur 11 Würfe nahm und defensiv einmal mehr kaum tragbar war. Seine Ejection war der traurige Höhepunkt für eine Serie zum Vergessen für den Shooting Guard.

Coaching Move des Spiels

Dwane Casey probierte viel, um die Cavs vor Aufgaben zu stellen, doch erneut ohne Erfolg. Valanciunas spielte zwar mit der Second Unit gute Minuten, doch Casey setzte gegen Ende des zweiten Viertels knapp zwei Minuten auf Lucas Nogueira als einzigen Big. Das zahlte sich überhaupt nicht aus, die Cavs setzten zu einem 10:0-Run an und schafften so ein Polster, von dem sie bis zum Ende des Spiels zehren konnten. Jakob Pöltl (0/3 FG, 2 Rebounds, 1 Block) spielte erst in der Garbage Time und erhielt somit wie schon in Spiel 3 keinerlei Minuten mit Bedeutung.

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