45 Punkte! Stephen Curry erlegt die Los Angeles Clippers – LeBron James dominiert

Von SPOX

Sonntag, 07.01.2018 | 07:16 Uhr

Stephen Curry ist aber mal richtig on fire! Der Point Guard legt mit 45 Punkten einen Saisonbestwert auf und führt die Golden State Warriors zum Blowout-Sieg gegen LAC. Auch LeBron James dreht mächtig auf und kratzt beim Sieg gegen die Magic an einem Triple-Double. Derweil kommen die Bulls in Indiana unter die Räder, Boston gewinnt knapp und die Pistons verschärfen die Krise der Rockets.

Los Angeles Clippers (17-21) - Golden State Warriors (32-8) 105:121 (BOXSCORE)

Schon spätestens nach zwölf Minuten war klar: Das wird der Abend des Stephen Curry! Bereits im ersten Durchgang hämmerte der 29-Jährige den Clippers vier Dreier um die Ohren für insgesamt 17 Zähler. Doch so gut es auch für den Chefkoch persönlich lief, beim Rest der Warriors war in der Anfangsphase noch eine Menge Sand im Getriebe.

So konnten die Clippers fast die komplette erste Hälfte gut mithalten, dabei hatten sie nach etwa zehn Minuten einen großen Schockmoment zu verkraften. Beim Drive zum Korb kam Blake Griffin ins Straucheln, dabei traf JaVale McGee den Power Forward der Clippers unabsichtlich mit dem Ellbogen an der Schläfe.

Griffin blieb mehrere Minuten benommen am Boden liegen, konnte schließlich aber immerhin aus eigener Kraft in die Kabine zurückkehren. Das Spiel war für ihn allerdings beendet. Die Diagnose: Gehirnerschütterung. Ob Griffin den Clippers längerfristig fehlen wird, war zunächst noch unklar. Die ohnehin großen Verletzungssorgen des Teams aus der Stadt der Engel wurden damit aber wahrlich nicht kleiner.

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Vor allem der Backcourt war im Spiel gegen den amtierenden Champion von Beginn an recht ausgedünnt. Neben Austin Rivers fiel mit Milos Teodosic auch der zweite Starter aus, Rookie Jawun Evans (12 Punkte, 7 Assists) und der frisch aus der G-League kommende Tyrone Wallace (13) wirkten zeitweise mit Curry komplett überfordert.

Der legte in gerade einmal 30 Minuten Einsatzzeit mit 45 Punkten einen neuen persönlichen Saisonbestwert auf. Dabei versenkte Curry insgesamt 8 von 16 Dreiern und 11 von 21 aus dem Feld, zusätzlich legte er noch 6 Rebounds, 3 Assists sowie 3 Steals auf. Der Point Guard war es schließlich auch, der die Dubs zu einem 23:9-Lauf gegen Ende des zweiten und Anfang des dritten Viertels führte.

Mit der Unterstützung von Draymond Green (9 Punkte, 12 Rebounds, 7 Assists) und Nick Young (11 Punkte) zog Golden State davon, nachdem die Dubs in der ersten Hälfte gerade einmal 35 Prozent aus dem Feld getroffen hatten. Nach dem Pausentee lief es aber deutlich besser, gegen Ende des dritten Abschnitts lagen die Gäste sogar mit 30 Zählern in Front. Damit war die Partie entschieden.

Auf Seiten der Clippers wehrte sich Lou Williams am effektivsten gegen die drohende Niederlage. Ihm und seinen 23 Zählern hatte es L.A. zu verdanken, dass es die Partie in der ersten Halbzeit relativ ausgeglichen gestalten konnte. DeAndre Jordan steuerte 15 Punkte und 11 Rebounds bei, die zwölfte Pleite in Serie gegen die Warriors konnte das Duo aber nicht verhindern.

Brooklyn Nets (15-24) - Boston Celtics (33-10) 85:87 (BOXSCORE)

Nach einer zuletzt anstrengenden Phase für die Celtics wusste wohl jeder, dass beim Back-to-Back in Brooklyn eine schwierige Aufgabe auf das aktuell beste Team der Eastern Conference warten würde. So kam es dann auch. "Ich glaube, heute musste sich jeder ein bisschen durchboxen", erklärte Jayson Tatum nach dem knappen Auswärtserfolg.

Der Rookie hatten einen großen Anteil daran, dass Boston trotz einiger Probleme in der Offense (37,8 Prozent FG, 27,8 Prozent Dreier) den Sieg davontrug. Tatum erzielte 14 Zähler, sammelte 6 Rebounds und machte defensiv mit 3 Steals sowie 6 Blocks (!) auf sich aufmerksam. Zudem war der erst 19-Jährige in der Crunchtime zur Stelle, als er die Celtics mit einem Dunk, gefolgt von einem Clutch-Dreier auf die Siegerstraße brachte.

Zwar hatten die Nets im Anschluss noch einige Chancen, den Ausgleich zu erzielen, im Gewühl unter dem Korb war aber keiner der Versuche trotz mehrerer Offensiv-Rebounds erfolgreich. Zu guter Letzt verletzte sich auch noch DeMarre Carroll bei dieser Aktion am Knöchel.

Der dritte Sieg in Serie war für die Nets also in Reichweite, vor allem dank starker Leistungen von Spencer Dinwiddie (20 Punkte) und Jahlil Okafor, der in 15 Minuten 12 Zähler (5/12 FG) und 5 Rebounds auflegte. Auf Seiten der Celtics war Kyrie Irving mit 21 Punkten (dazu 6 Rebounds und 4Assists) bester Werfer, Daniel Theis zeigte mit 8 Zählern und 10 Rebounds erneut eine starke Partie. Auch ohne den mit Knieproblemen aussetzenden Al Horford feierte Boston so den sechsten Sieg in Serie, bevor am Donnerstag das London-Game gegen die Sixers auf dem Programm steht.

Detroit Pistons (21-17) - Houston Rockets (27-11) 108:101 (BOXSCORE)

Die Pistons haben in dieser Saison bereits das ein oder andere Spitzenteam der NBA geschlagen, nun also auch die Rockets. Wobei in Anbetracht der großen Probleme der Texaner in den vergangenen Wochen die Frage erlaubt sein muss, ob Houston aktuell überhaupt zu den Top-Teams zählt. Immerhin endeten sieben der vergangenen neun Spiele mit einer Pleite.

Ohne den weiterhin verletzten James Harden lief es auch in Detroit nicht wirklich rund. Dabei begann der Abend noch recht vielversprechend. Im ersten Viertel hämmerten Chris Paul (16 Punkte, 13 Assists) und Co. den Hausherren gleich sieben Dreier um die Ohren (bei 13 Versuchen). Zur Halbzeit lag Houston sogar noch leicht in Führung, dann ging es allerdings bergab.

In den letzten 36 Minuten der Partie versenkten die Rockets nur noch 8 ihrer 34 Dreier (23,5 Prozent), die Offense nahm dadurch einen großen Schritt zurück. Das nutzten die Pistons gnadenlos aus. Angeführt von Tobias Harris (27 Punkte, 8 Rebounds) und Ish Smith (17 Punkte) gab Detroit im dritten Abschnitt richtig Gas (31:19) und erarbeitete sich einen 14-Punke-Vorsprung. Insgesamt versenkten die Gastgeber an diesem Abend starke 50 Prozent aus dem Feld.

Zwar kämpften sich die Rockets nochmals aus diesem Loch heraus und verkürzten auf 4 Zähler 15 Sekunden vor Schluss. Doch Detroit gab sich von der Freiwurflinie keine Blöße und brachte den Sieg nach Hause. Neben CP3 waren vor allem Eric Gordon, Trevor Ariza und Gerald Green mit jeweils 15 Zählern an dem Comeback-Versuch beteiligt. Der kam letztlich aber zu spät für Houston.

Indiana Pacers (20-19) - Chicago Bulls (14-26) 125:86 (BOXSCORE)

In den vergangenen vier Spielen mussten die Pacers verletzungsbedingt auf Victor Oladipo verzichten - alle vier Partien gingen verloren. Gegen Chicago feierte der 25-Jährige das Comeback nach seiner Knieverletzung und führte Indiana direkt zum Blowout-Sieg. "Er ist auf All-Star-Level", sagte anschließen T.J. Leaf, der auf 15 Punkte (6/6 FG) kam. "Jedes Mal, wenn er auf dem Feld steht, macht er es für die anderen ein bisschen leichter. Es ist sicherlich gut, so jemanden zurück zu haben."

Oladipo unterstrich diese Aussage mit 23 Punkten (9/11 FG), 6 Rebounds, 9 Assists und 5 Steals in gerade einmal 24 Minuten Einsatzzeit. Den Rest der Partie konnte der Guard entspannt von der Bank aus betrachten, da der Sieg bereits zur Halbzeitpause in trockenen Tüchern war. Angeführt von Oladipo und mit guter Unterstützung von Domantas Sabonis (22 Punkte, 9/12 FG) entschieden die Pacers das zweite Viertel mit 33:11 für sich und setzten sich so ab.

Im weiteren Spielverlauf wurde es für Chicago nicht wirklich besser. Besonders defenisv machte das Team von Head Coach Fred Hoiberg keinen guten Eindruck. Trotz solider Auftritte von Bobby Portis (15 Punkte, 6 Rebounds), Lauri Markkanen oder Denzel Valentine (jeweils 13 Punkte) mussten die Bulls deshalb die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen hinnehmen. Paul Zipser kam im Blowout auf 21 Minuten Einsatzzeit und steuerte 4 Zähler und 3 Rebounds bei.

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