Die Golden State Warriors ohne Stephen Curry: Next MVP Up

Von Thorben Rybarczik

Donnerstag, 14.12.2017 | 13:00 Uhr
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Die Golden State Warriors müssen derzeit ohne den verletzten Stephen Curry auskommen. Trotzdem eilen sie von Sieg zu Sieg - dank eines überragenden Kevin Durant. Außerdem bringen die Kader-Optimierungen des Sommers den gewünschten Erfolg, was für die Konkurrenz beängstigend ist.

"Ist es nicht schön", sinnierte ein grinsender Steve Kerr vor einer Woche nach einem lockeren Auswärtssieg bei den Charlotte Hornets, "wenn man auf einen MVP verzichten muss, aber einfach ein anderer übernimmt?"

Zwei Tage zuvor - im Spiel bei den Pelicans - hatte sich der eine MVP (Stephen Curry) am Knöchel verletzt und wird noch rund zwei weitere Wochen fehlen. Kerrs Aussage lässt aber schon erahnen, dass alles halb so schlimm ist. Schließlich gibt es den erwähnten anderen MVP (Kevin Durant), der mehr Verantwortung als ohnehin schon schultert und dafür sorgt, dass sein Team in blendender Verfassung ist.

Sieben Siege in Folge gab es für die Dubs zuletzt, sechs davon während eines kräftezehrendes Auswärtstrips, der sie unter anderem Curry gekostet hat. Doch nicht nur das. Ob Draymond Green, Andre Iguodala oder zuvor KD selbst: Kerr hatte in der laufenden Saison schon einige Ausfälle zu verkraften, bloß gestört hat es ihn nicht. Es muss schon mehr passieren, damit das System des Champions ins Wanken gerät.

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Stephen Curry fehlt den Warriors, doch Kevin Durant ist ja auch noch da

Warriors: Kevin Durant in überragender Form

33 Punkte, 10,7 Rebounds, 7,3 Assists, 50 Prozent aus dem Feld, 40 Prozent von der Dreierlinie und 3,3 Blocks - das sind die blanken Zahlen Durants aus den letzten drei Spielen ohne Curry. KD genießt die Zeit als temporär alleiniger Superstar, er hat den Ball öfter in der Hand - vor allem am Key -, er strukturiert das Spiel, setzt seine Mitspieler ein. "Es macht schon Spaß, wenn man die komplette Offense kreieren kann", gab er nach dem besagten Spiel gegen die Hornets zu, in dem er ein Triple-Double aufgelegt hatte.

Besonders Durants hohe Anzahl an Assists ist beachtlich, galt der Aspekt des Playmakings doch lange Zeit als einer, der die einzige Schwachstelle in seiner ansonsten kompletten Offense darstellt. Das Scoring bleibt bei ihm ohnehin nie auf der Strecke: Er kratzt wieder mal an einer 50-40-90-Saison, was er schon 2012/13 geschafft hat. Nur sieben Spielern ist das jemals gelungen. Einer davon ist Dirk Nowitzki, ein anderer, man ahnt es, Curry.

Kerr hatte jüngst über Durant gesagt: "Er gibt uns Abschlüsse, die wir ohne ihn nicht bekommen haben. In den Finals 2016 haben wir am Ende keine guten Würfe bekommen. Letzte Saison jedoch haben wir jeden Wurf bekommen, den wir wollten - dank ihm."

Warriors: Die neuen Spieler liefern

Das gilt, so sieht es momentan aus, unabhängig davon, ob Curry neben ihm auf dem Feld steht oder nicht. Die Hauptsache ist, dass die Spieler um KD herum funktionieren, und das trifft auf jeden Einzelnen zu. Die Puzzleteile, die die Franchise in der Offseason 2017 zumindest teilweise neu zusammengesetzt hat, passen zusammen, bis herunter zum Ende der Rotation.

Da wäre zum Beispiel Jordan Bell. Seine Draft-Rechte hatten die Warriors den Bulls für einen Geldbetrag abgekauft. Inzwischen ist klar, dass Bell nicht nur ein extrem athletischer Spieler ist, sondern auch enorm vielseitig agieren kann.

Mittlerweile durfte er schon dreimal starten, wovon er jede Minute auskostet - und Nacht für Nacht ein Kandidat dafür ist, die Top 10 Plays mit einem Highlight anzuführen. "Es hat den Anschein, als würde er niemals müde werden", lobte Klay Thompson den Rookie. "Er ist einer der beeindruckendsten Athleten, die ich in der Liga jemals gesehen habe."

Auch andere Neuzugänge fühlen sich mittlerweile pudelwohl in der Bay Area. Omri Casspi scheint endlich fit zu sein, startete schon fünfmal. Die Warriors schätzen seine Fähigkeiten, Räume zu lesen und in diese vorzudringen. Gefährliche Cutter oder Off-Ball-Spieler, die sich ständig im Rücken des Verteidigers davonschleichen, sind im Offensiv-Systems Golden States sehr wertvoll und werden von Spielern wie Durant, Curry oder Iguodala belohnt. Casspi legt Fabelquoten von 58 Prozent aus dem Feld und 61 Prozent von der Dreierlinie auf.

Von solchen Werten ist Nick Young zwar noch ein Stück entfernt (46 Prozent FG, 41 Prozent 3FG), doch auch er hat seine kleinere Rolle im Vergleich zu seiner Zeit bei den Lakers akzeptiert. Im Sommer hat er hart an seiner Physis gearbeitet, nun spielt er die entsprechende Defense, jagt offensiv um Blöcke herum und ist der Glue Guy, der der Second Unit des Teams zuletzt gefehlt hat. Jetzt fällt auch er mit einer Gehirnerschütterung aus, wie lange er pausieren muss, ist unklar.

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Klay Thompson mit einem Career Year

Kerr freut sich über die gelungene Integration der Neuen und erklärt, warum dieses gar nicht so schwer gewesen war: "Wenn man drei oder vier Spieler ins Team holt, ist es deutlich einfacher, als wenn man sechs oder sieben Spieler dazubekommt. Das gilt vor allem dann, wenn sie in ein Team voller Kontinuität kommen, wie wir eines sind. Unsere alten Spieler helfen den neuen. Davon profitieren alle und das Team hat einfach Spaß, wenn jeder seinen Teil zum Erfolg beiträgt."

Das macht traditionell auch Klay Thompson, der mit seiner im Gegensatz zu KD, Curry oder Green eher unauffälligen Art ein Career Year hinlegt. Wenn er seine Freiwurfquote nach oben schraubt (88,2 Prozent), könnte er der dritte Spieler im Warriors-Kader sein, der in den exklusiven 50-40-90-Klub einzieht. Das wäre einmalig. Derzeit steht er bei 20,7 Punkten, 50,3 Prozent aus dem Feld und 45,9 Prozent von der Dreierlinie.

"Wenn Klay in der Ecke steht und abdrückt, braucht man gar nicht zum Rebound gehen. Man kann direkt zurücklaufen" sagt Durant. "Er ist einfach eine Maschine." Die inzwischen auch an anderen Facetten ihres Offensiv-Spiels gearbeitet hat. Zwar drückt der Splash-Bruder nach wie vor 65,7 Prozent seiner Würfe ab, ohne auch nur ein Dribbling gemacht zu haben. Doch in den Spielen ohne Curry läuft er auch mal ein Pick-and-Roll oder agiert anderweitig als Ballhandler. Das nimmt Last von Durant oder von Iggy und Shaun Livingston, sofern Thompson mit der Second Unit auf dem Feld steht.

GM Bob Myers: "Ich bin neugierig"

So kommt es, dass der Titelverteidiger trotz der widrigen Verletzungs-Umstände von Sieg zu Sieg eilt und den überragenden Rockets im Nacken sitzt. Es ist übrigens das erste Mal, dass die Warriors länger ohne Curry auskommen müssen, seit sie sich zu einem Championship-Team gemausert haben.

General Manager Bob Myers hatte nach der Verletzung und der Diagnose des Chefkochs zu ESPN gesagt: "Ich bin sehr neugierig, wie wir ohne Steph spielen. Ich war auch neugierig, als wir letzte Saison ohne Durant auskommen mussten. [Wie das aussieht] weiß ich inzwischen". Aber ohne Curry, das wusste er noch nicht.

Inzwischen hat er mehr als nur einen ersten Eindruck gewonnen, und ihm dürfte gefallen, was er sieht. Für seine 29 Amtskollegen aus den anderen Franchises gilt das vermutlich nicht.

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