Die Tops und Flops der NBA Summer League in Las Vegas

Big Baller auch ohne Brand

Von SPOX

Montag, 17.07.2017 | 14:01 Uhr
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Die Summer League in Las Vegas neigt sich dem Ende zu, in der Nacht auf Dienstag bestreiten die Lakers und Blazers das Finale. Zeit also, um ein Fazit zu ziehen: Wer hat überzeugt und wer nicht? SPOX präsentiert die Tops und Flops aus Sin City.

Die Tops aus Las Vegas

Bryn Forbes: Was ist der Hauptzweck der Summer League? Man will die Lottery-Picks zum ersten Mal in Aktion sehen, na klar. Auch will man sehen, welcher Zweitrundenpick ein Steal sein könnte und gegebenenfalls die Leistungen der Exoten a la Ding Yanyuhang bewerten. Aber: Für die meisten Teilnehmer ist die Summer League dazu da, um so viel auf den Korb zu werfen wie möglich. Fällt dann genug rein, könnte es für ein professionelles Engagement reichen - in der NBA oder anderswo.

Forbes hat die Summer League bereits letztes Jahr genutzt, um einen Vertrag bei den Spurs zu erhalten. Diese müssen nun bis zum 1. August entscheiden, ob sie ihre Option für ein zweites Jahr ziehen wollen. Was macht also Forbes? Er ballert, was das Zeug hält! Der Guard, der in der Regular Season insgesamt 99 Würfe abgab (in 36 Spielen), warf allein in Las Vegas 89 mal - in fünf Spielen!

Jeder Baller weiß: Es gibt nichts Schöneres, als grünes Licht zu haben. Forbes wird es bei den "echten" Spurs wohl nie haben, bei den Summer-Spurs wird er dagegen zum Heat-Check Hall-of-Famer a la Jamal Crawford. 26 Punkte machte Forbes in Vegas im Schnitt, bei Quoten von 40,4 Prozent aus dem Feld und 34,1 Prozent von der Dreierlinie.

Das mag nicht besonders gut sein, aber das ist Las Vegas: Shooters shoot! Nicht aus Zufall hängt dort das Trikot von Nate Robinson unter der Hallendecke (wirklich!). Forbes scheint auf dem richtigen Weg zu sein, solange er sein Handgelenk während der echten Saison schonen kann.

Führende in der Summer League: Dominanz in Purple & Gold

Donovan Mitchell: A propos Shooters shoot! Nach dem Abgang von Gordon Hayward fragt man sich in Utah bekanntlich, wo nächste Saison die ganzen Punkte herkommen sollen. No.13-Pick Mitchell hat das offenbar auch mitbekommen und für sich entschieden: Ich kann es ja zumindest versuchen!

In zwei Spielen in Vegas warf Mitchell 50 Mal (!) auf den Korb, 22 Mal allein von der Dreierlinie. Treffsicher war er zwar nicht (36 Prozent FG, 27,3 Prozent 3FG), mit 28 Punkten im Schnitt wurde er trotzdem zum Topscorer des Turniers - und mit 8 Steals gegen Memphis egalisierte er auch noch einen Summer-League-Rekord.

Wichtiger als die Zahlen jedoch: Mit seinem Tempo und seiner Athletik lässt er schon jetzt einige NBA-Profis aussehen wie Pappkameraden. Vielleicht ist den Jazz an 13 ein (hust) Steal gelungen.

Dennis Smith Jr.: A propos Athletik - mal gesehen, was Mavs-Rookie Dennis Smith so an Dunks auspackt (und versucht)? Heiligs Blechle! Auch wenn es nicht verbrieft ist, dass er auch in der echten NBA direkt so aufdrehen wird, ist eins schon mal klar: Endlich hat Dirk Nowitzki mal einen Mitspieler, mit dem er im Training regelmäßig Dunk-Contests veranstalten kann.

Nun wieder im Ernst: Smiths Dynamik wird den Mavs in der Tat eine Komponente geben, die sie seit einer Weile vermisst haben. Zumal er nicht nur offensiv ständig attackiert, sondern auch defensiv viel Energie investiert. Der Wurf darf noch etwas stabiler werden (36 Prozent 3FG), aber Smith sah in Vegas aus wie ein legitimer ROTY-Contender - da kann man sich also nicht beschweren.

Jordan Bell: Mit dem Award wird Bell zwar nichts zu tun haben, auch um ihn gab es in Las Vegas aber einiges an Aufruhr. Der No.35-Pick lieferte ein 5x5-Spiel a la Draymond Green und demonstrierte über fünf Spiele enorme Vielseitigkeit (5 Punkte bei 60 Prozent aus dem Feld, 9 Rebounds, 2 Steals, 2,6 Blocks, 1,6 Assists in 21,6 Minuten), sodass sich sofort diejenigen Experten bestätigt fühlten, die ihn als einen der Steals des Drafts bezeichnet hatten.

Für ein Luxury-Tax-Team wie die Warriors sind Zweitrundenpicks die ideale Möglichkeit, um günstige Verstärkungen zu bekommen, und mit Bell scheint ihnen das wieder gelungen zu sein - wie schon letztes Jahr mit Patrick McCaw. Immer dran denken: Wenn die Bulls ein weniger kurzsichtiges Front Office hätten, wäre der Champ nie in Besitz dieses Picks gekommen.

Lonzo Ball: Ja, die Quoten sind nicht toll (38,2 Prozent FG, 23,8 Prozent 3FG), auch wenn sie in den letzten Spielen besser wurden. Ja, sein Vater LaVar nervt und ja, seine Schuhe sehen komisch aus, wenn er sie denn überhaupt mal trägt. Und trotzdem ist Lonzo Ball, sind die Lakers die großen Gewinner dieser Summer League - völlig egal, ob sie das Finale in der Nacht auf Dienstag gewinnen.

Von den Statistiken muss man hier gar nicht anfangen, wenngleich diese beeindruckend sind und Ball nach sechs Spielen als Profi schon zwei Triple-Doubles (MVP! MVP!) und ein 36-Punkte-11-Assists-8-Rebounds-Spiel abgeliefert hat. Viel wichtiger ist der Effekt, den er auf seine Teammates hat. Während sein Wurf sicherlich noch Arbeit braucht, ist sein Passing Game jetzt schon auf Weltniveau.

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Lonzo Ball lässt die Herzen der Lakers-Fans derzeit höher schlagen

Der No.2-Pick liest das Spiel schneller als andere und findet seine Mitspieler - ohne gemeinsames Training - jetzt schon immer genau dort, wo sie mit dem Ball am effektivsten sein können. Kyle Kuzma etwa versenkte schon mehrere Quarterback-Pässe von Ball, auch Ivica Zubac wurde von ihm immer wieder so angespielt, dass er sich nur noch umdrehen und den Ball reinlegen musste.

Eins fiel bei jedem Lakers-Spiel in Vegas auf: Die Spieler hatten Spaß auf dem Court. Jeder wusste, dass er den Ball bekommt, wenn er frei ist - in der Summer League! Wann hat man die Lakers zuletzt mit Spielfreude in Verbindung gebracht? Vielleicht weiß LaVar ja doch, wovon er redet (wobei: Wir wollen nicht übertreiben).

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