NBA: Der Rookie-Jahrgang im Check

Gotta trust the process

Von Ole Frerks

Montag, 06.03.2017 | 16:57 Uhr
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Nach dem Saisonende von Joel Embiid erscheint das Rookie of the Year-Rennen wieder komplett offen - aber ist es das wirklich? SPOX stellt einen nicht gerade überwältigenden Jahrgang vor und gibt einen Ausblick.

Joel Embiid: 31 Spiele hat der Process in dieser Saison absolviert, ein weiteres wird nicht mehr hinzukommen. Kann das wirklich für den Award als Rookie des Jahres reichen? Im Endeffekt ist es wohl eine Definitionsfrage. Am Ende der Saison werden einige Spieler vom Volumen her "mehr" geliefert haben als der Sixers-Center. Mehr beeindruckt als er hat jedoch definitiv niemand.

Embiid führt die Rookies bei den Punkten (20,2), Rebounds (7,8) und Blocks (2,5) an - vor allem bei den Punkten richtig deutlich. Sein Player Efficiency Rating von 24,2 ist gut für Platz 14 - in der kompletten NBA. Statistisch hat kaum ein Big Man jemals eine imposantere Rookie-Saison hingelegt als Embiid, der seinen Schaden zudem ja in bloß 25,4 Minuten pro Spiel angerichtet hat.

Embiid hat den Dreier im Arsenal, eine Hakeem-Olajuwon-artige Fußarbeit und bereits jetzt überragende Instinkte in der Defense - obwohl er das Spiel noch lange nicht in all seinen Facetten verstanden hat. Es gäbe überhaupt keinen Zweifel daran, dass Embiid auf dem Weg zum Superstar wäre, wenn man nicht ständig Angst um seine Gesundheit haben müsste.

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Dario Saric: "Es kann keinen Zweifel geben, dass der Rookie des Jahres von uns kommen muss", sagte Brett Brown vor wenigen Tagen. Der Sixers-Coach war nur nicht sicher, ob die Ehre Embiid oder Saric winken würde. Tatsächlich macht sich der Kroate immer besser und ist mittlerweile der zweitbeste Scorer (11,6) unter allen Rookies.

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Kann einer der anderen Rookies Joel Embiid (r.) die Trophäe noch streitig machen?

Seine Quoten sind dabei noch immer nicht beeindruckend, zeigen aber zumindest in die richtige Richtung. In seinem bisher besten Monat Februar lieferte Saric 17 Punkte und 7,9 Rebounds bei 44,3 Prozent aus dem Feld - nach bloß 38 Prozent im Vormonat. In den letzten neun Spielen gelangen ihm fünf Double-Doubles, bei den Rebounds (6,3) ist unter den Rookies auch nur Embiid besser.

Wenn Saric diesen Output einigermaßen bestätigen kann, hat er vermutlich die besten Karten, seinen Teamkollegen noch abzufangen. Kurios: Sowohl Saric als auch Embiid wurden bereits 2014 gedraftet. Das spricht nicht wirklich für den diesjährigen Jahrgang.

Malcolm Brogdon: Und das auch nicht: Der bisher wohl konstanteste Rookie außerhalb von Philadelphia wurde in der zweiten Runde geholt. Brogdon ist mit seinen 24 Jahren der vielleicht "reifste" Rookie und lieferte in Milwaukee von Beginn an ordentliche Leistungen ab. Seine 10 Punkte, 4,1 Assists und 1,1 Steals bei 45,1 Prozent aus dem Feld sind deutlich besser als die von Matthew Dellavedova, dessen Backup er bei den Bucks gibt.

Mehr noch: Brogdon strahlt als einer der wenigen Spieler in der Bierstadt Gefahr von draußen aus (42,8 Prozent 3FG) und sorgt von Zeit zu Zeit sogar für richtige Highlights - gegen Cleveland etwa dunkte er im gleichen Spiel über LeBron James und Kyrie Irving. Für einen Rookie-Guard macht er erstaunlich wenige Fehler (nur 1,6 Ballverluste).

Wenn seine Leistungen seit dem All-Star Break (14,6 Punkte, 48 Prozent 3FG, 3,3 Assists) irgendeine Aussagekraft haben sollten, dürften sich noch mehr Teams in den Allerwertesten beißen, die Brogdon bis auf Platz 36 im Draft fallen ließen.

Jamal Murray: 8,9 Punkte, 39 Prozent aus dem Feld, 32,8 Prozent von der Dreierlinie - diese Zahlen schreien nicht unbedingt nach einem tödlichen Scorer, als der Murray vorm Draft ja angekündigt wurde. Allerdings gibt es beim Kanadier mildernde Umstände. Allen voran den überfüllten Backcourt in Denver, in dem er sich Spielzeit mit Gary Harris, Emmanuel Mudiay, Jameer Nelson, Malik Beasley und Will Barton teilen muss.

Murray hat bisher keine klar definierte Rolle, durchschnittlich 24,1 Minuten im November sanken auf nur noch 17 im Januar, als die Nuggets nach und nach die Talentförderung hinten anstellten und sich mehr aufs Playoff-Rennen konzentrierten. Für einen erst 20-Jährigen ist dies mit Sicherheit nicht leicht, aber Murray hatte immerhin schon seine Momente.

Die Nummer-eins-Picks seit 1987

Den Bulls, Utah und OKC etwa schenkte er in aufeinanderfolgenden Spielen über 20 Punkte ein, auch gegen die Sixers und Spurs knackte er diese Marke. Er hat bewiesen, dass er scoren kann - unter anderem ja auch bei der Rising Stars Challenge, als er mit neun Dreiern MVP wurde. Der No.7-Pick muss lediglich die Konstanz noch finden. Gut möglich, dass dies in Denver erst nach zwei oder drei Moves im Sommer passieren kann.

Marquese Chriss: Konstanz ist auch beim No.8-Pick das Stichwort, obwohl Chriss immerhin schon fast die ganze Saison über starten darf. Seine Minuten haben sich bisher im jeden Monat gesteigert - und da die Suns mittlerweile komplett im Tanking-Modus sind, dürfte der Forward sich im restlichen Saisonverlauf noch ziemlich viel austoben dürfen.

Suns-Coach Earl Watson sagte kürzlich, dass er von Chriss auf eine ähnliche Entwicklung wie von Devin Booker in der letzten Saison hoffen würde - dafür gibt es bisher allerdings wenige Indizien. Chriss produziert zwar mit spektakulären Chasedown-Blocks und Fastbreak-Dunks massig Highlights, wenn er sich jedoch nicht mit seiner Athletik durchsetzen kann, wirkt er regelmäßig ziemlich verloren.

Andererseits ist Chriss natürlich auch erst 19 - und zuletzt zeigten seine Leistungen klar in die richtige Richtung. Seit dem All-Star Break legte er 11,7 Punkte bei 55,8 Prozent aus dem Feld und 38,9 Prozent von der Dreierlinie hin (dazu 1,5 Blocks) - darauf lässt sich aufbauen. Über seine Freiwurfquote in diesem Abschnitt (45,5 Prozent) decken wir dagegen lieber den Mantel des Schweigens. Er ist noch lange kein fertiger Spieler.

Seite 1: Von Embiid bis Chriss

Seite 2: Von Brown bis Yogi - und Fazit

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