Houston Rockets - Cleveland Cavaliers 117:112

Harden überwältigt hilflose Cavs

Von Dirk Funk

Montag, 13.03.2017 | 05:27 Uhr
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Dank eines überragenden James Harden haben die Houston Rockets (46-21) die Cleveland Cavaliers (43-22) niedergerungen. Houston nutzte bei dem 117:112-Sieg eine eklatante Schwäche der Cavs schonungslos aus.

Triple-Double Nummer 16 setzte das nächste Ausrufezeichen hinter die MVP-Kampagne von James Harden. Mit 38 Punkten (13/28 FG), 11 Assists und 10 Rebounds führte er seine Rockets mit einer außergewöhnlichen Energieleistung zum Sieg gegen die Cavaliers.

Der Schlüssel zum Erfolg war dabei die großartige Arbeit an den Brettern. Die Gastgeber sammelten sagenhafte 20 Offensiv-Rebounds ein und konnten dabei kompensieren, dass sie im Vergleich zu den Cavs die deutlich schlechtere Wurfleistung zeigten (53 Prozent FG Cavs - 43 Prozent FG Rockets). Clint Capela (11 Rebounds - 4 offensiv) und Nene Hilario (4 Offensiv-Rebounds) waren dabei wichtige Faktoren und Ryan Anderson (16 Punkte, 4/7 FG) konnte immer wieder Entlastung von draußen liefern.

LeBron James konnte mit 30 Punkten (12/20 FG), 7 Rebounds und 5 Assists überzeugen, leistete sich aber auch 8 Ballverluste und konnte die große Baustelle seines Teams nicht entscheidend kompensieren. Kyrie Irving (28 Punkte, 10/23 FG, 8 Assists) überragte nur phasenweise und der perfekte Abend von Richard Jefferson (6/6 FG, 16 Punkte) war letztendlich umsonst.

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Die Reaktionen:

James Harden (Rockets): "Jedes Mal, wenn ich auf den Court gehe, versuche ich, einen Impact auf beiden Seiten des Courts zu haben. Wir haben in der zweiten Hälfte einen sehr guten Job defensiv gemacht. Der Sieg hier heute gibt uns viel Selbstvertrauen."

LeBron James (Cavs): "Sie haben einen guten Job an den Brettern gemacht. Offensichtlich hätten wir eine bessere Chance gehabt zu gewinnen, wenn wir ein paar mehr Rebounds bekommen hätten, haben wir aber nicht."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Cleveland begann die Partie mit Irving, Iman Shumpert, James, Jefferson und Tristan Thompson. Houston startete mit Harden, Patrick Beverly, Trevor Ariza, Anderson und Capela.

1. Viertel: Houston hielt nicht lange vor mit dem Gameplan und feuerte direkt aus allen Rohren. Sagenhafte 15 Dreier nahmen sie im ersten Viertel und trafen sieben davon. Lange Rebounds sorgten ebenfalls auch immer wieder für zusätzliche Possessions. Cleveland hatte zunächst Ladehemmungen von draußen und verließ sich eher auf spektakuläre Einzelaktionen von Irving. James fand ebenfalls früh seine Offensive. So konnte die verdiente Houston-Führung auf 33:26 reduziert werden.

2. Viertel: Die Second Unit der Cavs um Deron Williams funktionierte gut und konnte mit einem 11:0-Lauf wieder in Führung gehen. Die Cavs-Offensive rollte im gesamten Viertel. Gutes Ball Movement führte zu leichten Würfen und vor allem offenen Dreiern. 7 aus 11 trafen die Cavs von draußen. Jefferson lief dabei komplett heiß und traf jeden seiner vier Dreier. Cleveland erzielte 41 Punkte in dem Viertel und einzig Harden, der die letzten 15 Punkte seiner Mannschaft erzielte oder assistierte, verhinderte einen größeren Rückstand. Halbzeitstand: 67:58 Cavs.

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3. Viertel: Cleveland verlor sich anfangs zu sehr in die Isolation und brauchte eine Weile, bis der Ball wieder quer über den Court fegte. Die Cavaliers hielten die Führung, doch dann leitete Harden einen 11:0-Lauf ein und brachte die Rockets wieder zurück. Harden zog dabei immer wieder erfolgreich zum Korb. Houston zeigte nun wesentlich mehr Energie als die Cavs und schnappte sich gefühlt jeden verfügbaren Offensiv-Rebound. Ein weiterer Harden-Drive bescherte den Rockets die 90:86-Führung vor dem Schlussviertel.

4. Viertel: Erneut konnte Cleveland die Zeit mit Harden auf der Bank ausnutzen und übernahm wieder die Führung. Harden kam aber schnell zurück und Houston überragte erneut mit großem Einsatz. Etliche Male folgte auf einen Offensiv-Rebound ein Foul der Cavs und so war Cleveland schnell über dem Foul-Limit und spielte den Rockets damit in die Karten. Irving und James hielten zwischenzeitlich dagegen, am Ende ging den Cavs aber auch die letzte Energie aus und mit noch 1:53 zu spielen sorgte Beverly mit einem Dreier zum 116:107 für die Vorentscheidung. Endstand: 117:112 Rockets.

Rockets vs. Cavaliers: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: James Harden. Der gefürchtetste Bart der NBA zeigte eine wahrlich MVP-würdige Leistung. Seine überragenden individuellen Statistiken wurden noch von dem mit großem Abstand besten +- Wert der Rocktets (+23) abgerundet. Vor allem Letzteres war unübersehbar, da das Spiel der Rockets komplett auseinanderbrach, sobald Harden auf der Bank saß.

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Der Flop des Spiels: Tristan Thompson. Der 25-jährige Kanadier gilt normalerweise als einer der besten Rebounder der NBA. Heute wurde er von den Rockets komplett dominiert. 8 Punkte und 8 Rebounds lesen sich dabei noch wesentlich besser, als es war. Dass die Cavs mit ihm auf dem Platz -23 waren, beschreibt seine Leistung schon eher.

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Das fiel auf:

  • Im zweiten Viertel nutzten die Cavs die Zeit von James Harden auf der Bank eiskalt aus, 22:10. Ohne Harden wurde die Offensive der Rockets deutlich berechenbarer. Cleveland kam so besser in die Defensive und hatte es offensiv leicht. James stand nämlich noch auf dem Court und die Rockets hatten anfangs keinen Spieler auf dem Platz, der LeBron annähernd stoppen konnte. Ariza saß mit Harden auf der Bank und so war Gordon mit der Aufgabe komplett überfordert.
  • Houston deckte eine Schwäche der aktuellen Cavs auf. Thompson war ungewohnt energielos und ohne Kevin Love haben die Cavs Probleme mit Teams, die aggressiv am offensiven Brett sind. Die meist langen Würfe der Rockets sorgten für dementsprechend lange Abpraller und erschwerten somit die Aufgabe für Cleveland. LeBron müsste in solchen Situationen mehr Verantwortung übernehmen, der King befand sich beim Rebounding und der Rim Protection jedoch eher im Schongang, bzw. "Regular-Season-Modus". Einen ganz schwachen Job machten aber auch die Guards der Cavs, allen voran Irving, die bei den langen Rebounds hätten aushelfen müssen.
  • Neuzugang Williams machte einen starken Eindruck. Die Chemie zwischen ihm und James ist offensichtlich, aber auch ohne den King ist D-Will in der Lage, das Spiel der Second Unit zu dirigieren. Sein eigener Wurf fiel zwar nicht immer (2/6 FG), seinen starken Auftritt konnte er dennoch mit einem starken +- Wert von +10 zementieren.
  • Houston hat mit Beverly und Ariza theoretisch zwei gute Verteidiger für Irving und James, die Cavs wussten sich aber ganz leicht zu helfen und provozierten beim Pick&Roll immer wieder Switches. Dabei suchten sie sich einfach den vermeintlich schwächsten/unbeweglichsten Verteidiger (Ryan Anderson) heraus und attackierten ihn ohne Gnade. Cleveland machte hier jedoch einen Fehler, indem sie vermehrt in den one-on-one-Situationen stagnierten und sich selbst aus der vorher so gut fließenden Offensive nahmen.
  • Den Crossover des Abends zeigte ein Fan, der im zweiten Viertel auf den Platz rannte und den Sicherheitsbeauftragten Probleme beim Einfangen bereitete.

Der Spielplan im Überblick

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