Nächster Homerun: Kepler auf Playoff-Kurs

Von Stefan Petri

Samstag, 23.09.2017 | 10:44 Uhr
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Max Kepler hat mit den Minnesota Twins einen weiteren Schritt Richtung Playoffs gemacht: Beim Sieg über die Detroit Tigers gelang dem Deutschen ein Homerun. Die Cubs fahren den nächsten Sieg im zehnten Inning ein, St. Louis bleibt an der Wildcard dran. Und die Los Angeles Dodgers freuen sich über den Titel in der National League West.

National League

Pittsburgh Pirates (69-85) - St. Louis Cardinals (81-72) 3:4 BOXSCORE

  • Vierter Sieg in Folge für die Cardinals, die die zweite Wildcard in der National League immer noch nicht abgeschrieben haben. Dabei lag das Team in Pittsburgh vor dem neunten Inning 2:3 zurück - und Felipe Rivero hatte in der kompletten Saison erst einen Save verpatzt.
  • Egal: Piscotty begann mit einem Double, ein Pinch-Hit-Double von Gyorko stellte auf 3:3. Mit einem Out hatten die Cards dann den Runner an der dritten Base, doch Shortstop Jody Mercer konnte einen Ground Ball nicht kontrollieren - 4:3 Cards.
  • Dieses Team gibt einfach niemals auf", betonte Starter Michael Wacha (5 IP, 2 ER, 4 SO). "Das war ein wichtiger Sieg, nach der Aufholjagd", freute sich Paul DeJong. "Ein bisschen schlampig hier und da, aber wir haben gewonnen."
  • Den Cardinals fehlen damit noch 1,5 Spiele auf die Rockies (83-71), dicht hinter ihnen lauern aber noch die Brewers (81-73).

New York Mets (66-87) - Washington Nationals (92-61) 7:6 BOXSCORE

  • Die Nationals haben den Platz in der Postseason bereits sicher, also verzichtete Manager Dusty Baker gegen die Nets auf alle Starter. "Wir wollen uns anschauen, was die anderen draufhaben", erklärte er, die "Big Boys" bräuchten eine Pause.
  • So kam das Lineup der Nats insgesamt nur auf 6 Hits, darunter aber immerhin ein 2-Run-Shot von Adam Lind. Starter Edwin Jackson (4.2 IP) kassierte sechs Runs.
  • Bei den Mets überragte Catcher Travid d'Arnaud mit zwei Homeruns, darunter ein 3-Run-Shot im fünften Inning. 15 Homeruns in einer Saison sind eine neue Bestmarke für ihn.

Milwaukee Brewers (81-73) - Chicago Cubs (86-67) 4:5 F/10 BOXSCORE

  • Schon wieder ein Sieg für die Cubbies in Extra-Innings - und die Playoffs kommen für den Champion immer näher. Diesmal war es ein Walk mit den Bases loaded, der für den entscheidenden Run im zehnten Inning sorgte: Nachdem Chicago ein frühes 0:3 wettgemacht hatte, zog Pinch Hitter Tommy La Stella den Walk gegen Milwaukees Closer Corey Knebel.
  • Bei fünf Spielen Vorsprung und noch neun Partien ist das Ding durch, oder? "Nein, überhaupt nicht", betonte Manager Joe Maddon. "Mich interessieren nur Ein-Spiel-Siegesserien. Morgen will ich noch eine davon."
  • Wer wird in den Playoffs für die Cubs starten? John Lackey vielleicht nicht: Gegen die Brewers gab der Veteran in vier Innings drei Runs ab, darunter zwei Homeruns. Das macht 36 in diesem Jahr, kein anderer hat mehr als 30 auf dem Konto.

Atlanta Braves (69-83) - Philadelphia Phillies (61-93) 7:2 BOXSCORE

  • 14 Homeruns hat Kurt Suzuki seit Anfang Juli auf dem Konto - ein waschechter Slugger ist aus dem Catcher der Braves geworden. Gegen die Phillies gelangen ihm wieder zwei Long Ball. "Das wäre schon cool - wenn wir um die Playoffs spielen würden", wehrte er anschließend ab. "
  • Das Spiel war für die Braves früh im Sack, Phillies-Starter Blake Lively hängte man in den ersten beiden Innings schon sechs Runs an.
  • Phillys Super-Rookie Rhys Hoskins ging diesmal leer aus (0-4, SO).

Arizona Diamondbacks (89-65) - Miami Marlins (72-81) 13:11 BOXSCORE

  • Schützenfest! Sieben Homeruns sahen die Zuschauer im Chase Field. Zwei Homeruns von Marcell Ozuna (3 RBI). Ein 3-Run-Shot von Justin Bour. Nummer 42 von J.D. Martinez in dieser Saison. Und Arizonas Catcher Chris Ianetta mit dem Spiel seines Lebens: 3 Hits, 2 Homeruns, darunter ein Grand Slam - und gleich 8 RBI. Das gab Extra-Applaus von den Fans und einen Curtain Call.
  • 7:7 stand es zur Hälfte des dritten Innings, mit fünf Runs im sechsten Inning stellten die Diamondbacks die Weichen dann auf Sieg. Da verkraftete man auch einen schwachen Auftritt von Ass Zack Greinke, der nur vier Innings schaffte (8 ER). Mit einem Sieg am Samstag und einer gleichzeitigen Niederlage der Cardinals könnte man den Playoff-Platz bereits fest machen.
  • Für die Marlins ist es schon die achte Saison in Folge mit negativer Bilanz. "Ich weiß nicht, was ich da noch sagen kann", stellte Dee Gordon (3-6, SB) fest.

San Diego Padres (69-85) - Colorado Rockies (83-71) 1:4 BOXSCORE

  • Nach 23 Innings ohne eigenen Run und dem drastisch zusammengeschrumpften Vorsprung im Wildcard-Rennen durften die Rockies endlich wieder jubeln. Und natürlich war es mal wieder Superstar Nolan Arenado: Der Third Baseman stellte die Weichen im fünften Inning per Solo-Homerun auf Sieg. Desmond und Story legten jeweils Solo-Shots nach.
  • Mehr als genug Unterstützung für Colorado-Starter Jon Gray (6 IP, 1 ER, 8 SO), der Bullpen blieb danach makellos. Closer Greg Holland holte seinen 41. Save der Saison.

Los Angeles Dodgers (98-56) - San Francisco Giants (60-94) BOXSCORE

  • Die Dodgers sind der Champion in der NL West: Zum fünften Mal in Folge holte das Powerhouse aus L.A. den Titel in der Division, am 6. Oktober wird man nun die erste Playoff-Serie mit Heimvorteil eröffnen.
  • Warum hat es so lange gedauert? Weil die Konkurrenz in der eigenen Division mit den Diamondbacks und Rockies sehr stark war. Egal: Nachdem Closer Kenley Jansen im neunten Inning seinen dritten Strikeout in Serie fest gemacht hatte, war das Ding durch - und die Feier begann.
  • Starter Rich Hill (6 IP, 1 ER, 9 SO) hatte zuvor richtig stark vorgelegt, das Lineup machte das beste aus seinen fünf Hits gegen Giants-Starter Jeff Samardzija (4.1 IP, 4 ER). Darunter war Homerun Nr. 39 von Cody Bellinger. Damit brach der 22-Jährige den Rookie-Rekord der NL aus den Jahren 1930 und 1956. Dabei hatte er die ersten 20 Spiele der Saison noch verpasst.

Interleague Play

Cincinnati Reds (66-88) - Boston Red Sox (89-64) 4:5 BOXSCORE

  • Schlechter hätte es für die Red Sox kaum losgehen können: Rick Porcello war noch nicht aus dem ersten Inning raus, da schlug Scooter Gennett - der vier-Homerun-Mann - seinen 27. Long Ball der Saison gegen ihn. Und die Bases waren auch noch voll = Grand Slam! Immerhin gab der amtierende Cy-Young-Champion danach keinen Run mehr ab, spielte aber auch nur vier Innings.
  • Doch die Red Sox schlugen zurück und fuhren den zwölften Sieg in den letzten 15 Spielen ein. Rookie Rafael Devers stellte im vierten Inning per 3-Run-Shot auf 5:4, der Bullpen blieb danach undurchdringlich.
  • Dabei durfte auch der eigentliche Starter David Price wieder ran - und zeigte mit 4 Strikeouts in 2.2 Innings eine gute Partie. "Wenn wir gewinnen, ist alles gut. Es ist uns egal, was die Yankees machen", sagte er anschließend über das Titelrennen in der AL East.
  • Gennett schrieb mal wieder Geschichte: Es war schon sein vierter Grand Slam in dieser Saison, damit ist er der einzige Spieler neben Yankees-Legende Lou Gehrig, der in einer Saison vier Grand Slams und vier Homeruns in einem Spiel schlug.

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