US-Girls triumphieren im Team

SID

Dienstag, 09.08.2016 | 23:32 Uhr

Final-Gala ohne Überraschung: Die deutschen Kunstturnerinnen haben trotz ansprechender Übungen erwartungsgemäß ihre erste olympische Team-Medaille seit 28 Jahren verpasst. In Rio de Janeiro landete die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) um die Mehrkampf-Meisterin Sophie Scheder nach vier Geräten mit 173,672 Punkten auf dem sechsten Rang. 1988 hatte die DDR-Auswahl in Seoul Bronze gewonnen.

"Wir sind sehr zufrieden. Nach vorne wird es immer knapper", sagte Pauline Schäfer. Elisabeth Seitz stimmte ein: "Es war ein toller Wettkampf und ein Riesenerlebnis." Bundestrainerin Ulla Koch meinte: "Es ist optimal gelaufen. Die Amerikanerinnen sind unsere großen Vorbilder. Die sind herausragend."

Das Team USA holte wie vor vier Jahren in London Gold. Der Weltmeister um Star-Turnerin Simone Biles, die in Rio fünfmal Gold anpeilt, setzte sich mit einem überwältigenden Vorsprung von 184,897 Zählern vor Russland (176,688) und China (176,003) durch.

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London hatte die erfahrene Oksana Chusovitina für das deutsche Team am Sprung Bronze gewonnen. Da die 41 Jahre alte "Turn-Oma" am Zuckerhut aber wieder für ihr Heimatland Usbekistan antrat und somit eine zuverlässige Turnerin wegfiel, waren die Hoffnungen auf eine Mannschaftsmedaille gering. Der Einzug in den Endkampf war bereits als größtmöglicher Erfolg verbucht worden, schließlich war es die erste olympische Finalteilnahme einer deutschen Frauen-Riege seit der Wiedervereinigung.

Schäfer stark am Schwebebalken

In der nicht ganz ausverkauften Rio Olympic Arena musste das Quintett von Bundestrainerin Ulla Koch zunächst auf den Schwebebalken. Das fehleranfällige Gerät entpuppte sich allerdings nicht wie befürchtet als "Zitterbalken", alle deutschen Turnerinnen blieben oben und auch Spezialistin Pauline Schäfer stand den nach ihr benannten Salto sicher. Am Boden, in der Qualifikation das schwächste Gerät, wurden danach aber wertvolle Punkte gelassen.

Die Medaillenränge waren zu diesem Zeitpunkt bereits in weite Ferne gerückt, aber die DTB-Riege verabschiedete sich mit Anstand. Erst am Sprung und dann vor allem am Stufenbarren turnten die Deutschen mit Ausdruck und Grazie.

Bessere Medaillenchancen als mit dem Team besitzen Scheder und ihre Vorgängerin Elisabeth Seitz im Finale an ihrem Paradegerät, an dem am Sonntag mit etwas Glück ein Podestplatz herausspringen kann. Zuvor steht am Donnerstag (16.00 Uhr OZ/21.00 Uhr MESZ) für das Duo die Entscheidung im Mehrkampf an.

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