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Corrie Sanders: Der Sniper, der die Klitschkos prägte

Donnerstag, 21.09.2017 | 13:27 Uhr
Am 22. September 2012 – also vor fünf Jahren – wurde Schwergewichts-Champion Corrie Sanders in Südafrika angeschossen. Einen Tag später starb er an den Folgen. SPOX blickt auf den Mann zurück, der das Leben der Klitschkos maßgeblich beeinflusst hat
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Sanders begann seine Profikarriere 1989. Nach 23 Siegen in Serie unterlag er 1994 erstmals, als er gegen den Amerikaner Nate Tubbs K.o. ging
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Es folgten 15 Siege und eine Niederlage, ehe am 8. März 2003 der größte Tag im sportlichen Leben des Südafrikaners aus Pretoria anstand
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Sanders - mittlerweile schon 37 Jahre alt - bekam es in Hannover mit Wladimir Klitschko zu tun. Es ging um nichts weniger als Klitschkos WBO-Titel
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Der Sniper, wie Sanders aufgrund seiner harten Linken genannt wurde, galt aufgrund der viel zu kurzen Vorbereitungszeit als untrainiert, weshalb Klitschko als glasklarer Favorit in den Ring stieg
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Dann der Hammer: Sanders vermöbelte Klitschko regelrecht, schickte ihn schon in der ersten Runde zwei Mal in den Ringstaub. Bruder Vitali und Trainer Fritz Sdunek waren derart geschockt, dass sie in der Pause kaum ein Wort herausbekamen
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Sanders schickte Klitschko mit seinem linken Hammer gleich noch zwei Mal zu Boden, ehe der Ringrichter bereits in der zweiten Runde abbrach. Die Boxwelt war auf den Kopf gestellt, die Sensation perfekt - Sanders war Weltmeister!
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Dabei hätte Klitschko gewarnt sein müssen. Sanders‘ früherer Gegner Matthew Brooks meinte nach seiner K.o.-Niederlage in der ersten Runde, dass er gedacht habe, ihm wäre ein Amboss auf den Kopf gefallen
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Klitschko hatte seinen Gegner nicht zu 100 Prozent ernst genommen. Eine Lektion, die ihm dabei half, sich auf jeden Gegner mit totaler Ernsthaftigkeit vorzubereiten: "Er hat mich kalt erwischt. Sowas passiert mir nie wieder"
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Sanders selbst hätte nach seinem Sieg gegen Wladimir als Weltmeister mit Kämpfen gegen schwache Gegner viel Geld verdienen können. Stattdessen gab er den Titel ab, weil er unbedingt gegen Vitali in den Ring steigen wollte
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Am 24. April 2004 war es im Staples Center in Los Angeles soweit - ein Mega-Ereignis
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Sanders lieferte einen harten Fight, beförderte Vitali sogar zu Boden. Er unterlag trotzdem in der achten Runde durch technischen K.o.. "Sanders war der am schwierigsten zu boxende Gegner, gegen den ich jemals gekämpft habe", sagte Vitali dennoch
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Fakt ist - und das betonten auch die Klitschkos häufig -, dass die Kämpfe gegen Sanders die Brüder im Guten wie im Schlechten extrem geprägt haben. Die Fights gegen Sanders hätten ihnen geholfen, sich selbst zu definieren
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Nach dem Fight gegen Vitali schlug Sanders Alexey Varakin, Colin Wilson und Daniel Bispo. Am 2. Februar 2008 wurde er dann allerdings von seinem Landsmann Osborne Machimana durch Knockout in der ersten Runde in Rente geschickt
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Obwohl Sanders 42 Siege in 46 Kämpfen feierte, verdiente er nie das ganz große Geld. Deshalb schleppte er in Südafrika für eine Bank Autos von Kunden ab, die ihre Kredite nicht zurückzahlen konnten
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Am 23. September 2012 endete Sanders' Leben mit 46 Jahren tragisch. Er war bei einer Geburtstagsfeier in einem Fast-Food-Restaurant, als drei Männer den Laden überfielen und schossen. Sanders wurde im Bauchbereich getroffen und starb einen Tag später
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"Corrie Sanders war für Vitali und mich immer ein fairer Sportsmann und ein toller Mensch", sagt Wladimir Klitschko über den Mann, der ihm eine der schlimmsten Niederlagen seines Lebens beigebracht und damit Box-Geschichte geschrieben hat, noch heute
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