Verbände auf Konfrontations-Kurs

SID

Freitag, 22.09.2017 | 16:16 Uhr
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Die Präsidenten von sechs führenden Basketball-Nationen, darunter DBB-Chef Ingo Weiss, suchen im Streit um die neu eingeführten Länderspielfenster den offenen Konflikt mit der EuroLeague. In einem gemeinsamen Statement kündigten sie am Freitag an, Spieler von EuroLeague-Klubs für die WM-Qualifikationsspiele im Herbst und Frühjahr zu nominieren, obwohl die Königsklasse im europäischen Klubbasketball sich bislang weigerte, dafür zu pausieren.

Neben Weiss sagten die Präsidenten der Verbände aus Griechenland, Italien, Russland, Spanien und der Türkei ihren Kollegen Unterstützung zu, falls sie es ihnen gleichtun wollen und forderten die Verlegung jeweils eines EuroLeague-Spieltages im November und im Februar.

Auch für den Weltverband FIBA wäre dies eine Lösung des Problems. "Die Saison könnte eine Woche früher beginnen. Es gibt weitere Alternativen. Doch es ist Realität, dass die EuroLeague Nationalteams als unnütz und störenden Teil der Basketball-Familie sieht", teilte die FIBA am Freitag in einer Stellungnahme mit.

EuroLeague ignoriert Kalender der FIBA

Die EuroLeague hatte tags zuvor ein Schreiben veröffentlicht und ihre Lösungsidee im Konflikt aufgezeigt, war dabei aber kein Stück von der eigenen Position abgerückt. Die Nationalteams sollen demnach wie bislang ausschließlich im Sommer spielen. Die FIBA kritisierte den Vorstoß der EuroLeague mit harten Worten. Der Vorschlag der Gegenpartei sei ein "plumper Ablenkungsversuch", der Ansatz sei "unseriös und inakzeptabel".

Schon vor drei Jahren hatte die FIBA für 2017 Fenster eingeführt, die auch Qualifikationsspiele im Herbst und Frühjahr vorsehen. Die Idee dahinter ist, den Nationalteams mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Doch die EuroLeague will in dieser Zeit nicht pausieren und ignoriert den Kalender.

Nach der neuen Idee der EuroLeague würden 38 Wochen im Jahr ganz den Klubwettbewerben gehören, ausschließlich im Juli sollen Turniere (EM, WM, etc.) oder Qualifikationsspiele ausgetragen werden. Es gäbe kaum einen Unterschied zur bisherigen Situation.

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