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DFB-Präsident Reinhard Grindel gerät bei FIFA-Fragen in Rage und bricht Interview ab

Von SPOX

"Komm, wir lassen es!" Reinhard Grindel hat ein Interview mit der Deutschen Welle abgebrochen. Der DFB-Präsident geriet beim Themenblock, in dem es um die geplante Global Nations League ging, in Rage und beendete das Gespräch mit DW-Reporter Florian Bauer.

"Herr Bauer, das bringt doch jetzt nichts, Sie versuchen mir immer eine Bemerkung in den Mund zu schieben, mit der Sie was machen können, und ich weiche Ihnen seit zehn Minuten aus. Jetzt machen Sie doch vernünftige Fragen, auf die ich vernünftig antworten kann", sagte Grindel auf die anhaltenden Nachfragen zur Global Nations League, einer weltweiten Liga für Nationalmannschaften.

Grindel bestätigte, dass die FIFA die Idee einer Global Nations League vorantreiben will, darüber aber beim FIFA-Council in Miami am Freitag nicht abgestimmt werden soll. "Und auch nicht auf absehbare Zeit", schob Grindel nach.

Fragen zu ominösem FIFA-Deal bringen Grindel in Rage

Bei Bauers Einschub, dass es dabei schließlich auch um 25 Milliarden US-Dollar ginge, blockte Grindel ab. Bei der genannten Summe handelt es sich um ein mutmaßliches Angebot an den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino für die Rechte an der Klub-WM sowie einer möglichen Global Nations League. Beide Wettbewerbe will Infantino wohl reformieren.

Grindel wich aus und wollte stattdessen zum Themenblock Katar übergehen, der offenbar im Vor-Gespräch angerissen worden war: "Also Herr Bauer, ich beantworte jetzt noch drei Fragen zu Katar, und dann ist das Interview beendet."

Der Interview-Abbruch im Wortlaut:

Lassen Sie mich doch ...

Grindel "Nein, drei Fragen zu Katar und sonst hören wir gleich auf."

Aber Herr Grindel, ich frage doch offen...

Grindel: "Nein, Sie fragen nicht offen, Sie versuchen mir irgendwas in die Schuhe zu schieben ..."

Gar nicht.

Grindel: "... dass ich sage, es gäbe nie eine Global Nations League."

Das habe ich doch verstanden. Das ist doch in Ordnung, aber da muss ich doch anständig nachfragen.

Grindel: "Herr Bauer, drei Fragen zu Katar, sonst stehe ich auf."

Darf ich jetzt die 25 Milliarden nun noch einbringen?

Grindel: "Nein."

Das habe ich doch inhaltlich bisher noch nicht gefragt.

Grindel: "Herr Bauer, komm, wir lassen es."

Der DFB-Präsident nahm daraufhin sein Mikrofon ab und ging.

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