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Grindel contra E-Sports: "Kabinenschweiß riechst du nicht auf Facebook"

Von SPOX

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Bei einer Diskussionsrunde in Northeim hat sich DFB-Präsident Reinhard Grindel unter anderem zur Situation der Nationalelf und zum Thema E-Sports geäußert. Er zeigte sich erfreut über die Leistung der Nationalmannschaft gegen Frankreich und forderte zudem mehr Fußballplätze in den Innenstädten.

"Viele Mannschaften haben große Probleme ihre Mannschaften stabil zu halten", erklärte Grindel und machte dafür längere Schulzeiten und große Entfernungen verantwortlich. "Wo bleibt dann noch Zeit für Training", wenn man die restliche Zeit auch noch am Bildschirm verbringen würde, fragte er.

Fußball sei von unschätzbarem Wert, auch was das soziale Miteinander angehe: "Kabinenschweiß riechst du nicht auf Facebook. Fußball auf Rasen ist durch nichts zu ersetzen."

Spiele wie FIFA seien "in der dritten Halbzeit kein Problem", sagte Grindel, der auch E-Sports beim DFB nicht ausschloss. Allerdings "nur fußballspezifische Spiele": Fortnite und ähnliches "wurden früher als Killerspiele bezeichnet. Auf Leute zu schießen hat mit Sport nichts zu tun."

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Für DFB-Präsident Reinhard Grindel ist die EM 2024 ein "Leuchtturmprojekt".

Grindel über EM 2024: "Kommunen müssen etwas zurückgeben"

Sehr hoffnungsvoll äußerte sich der DFB-Präsident zur Europameisterschaft im eigenen Land. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Euro für den Fußball ein Leuchtturmprojekt ist, das in alle Vereine abstrahlt. Das bewegt das ganze Land", sagte er. Dafür sei es jedoch wichtig, an der Basis zu arbeiten, neue Spieler zu integrieren und die Infrastruktur zu verbessern.

Das sei schwierig, weil Stadtplaner einen "leicht erotischen Blick auf Fußballplätze" hätten. Der Sport habe den Kommunen Vorteile gebracht, "dann müssen sie dem Fußball auch etwas zurückgeben."

Zur Niederlage gegen Frankreich in der Nations League äußerte sich Grindel "schon etwas enttäuscht. Das war das beste Spiel der Nationalmannschaft in diesem Jahr. Ein Punkt wäre schön gewesen, um die Chancen zu haben, die Gruppe zu halten." Angesichts des neuen Teams "sollte man die Erwartungen nicht so hoch schrauben", betonte er allerdings.

Die junge Truppe habe "zweifellos einen Umbruch sybolisiert.Es hat sich gezeigt, dass wir ein wirklich gutes, entwicklungsfähiges Team mit vielen neuen Spielern haben. Das ist eine gute Perspektive in Richtung Euro 2020."

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