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Hudson-Odoi vor Wechsel zum FC Bayern: Chelseas verzweifelter Kampf

Von Kerry Hau

Hasan Salihamidzic bestätigt die intensiven Bemühungen des FC Bayern um Callum Hudson-Odoi. Der englische Shootingstar vom FC Chelsea strebt nach Informationen von Goal und SPOX einen sofortigen Wechsel zum deutschen Rekordmeister an. Die Liebesbekundungen der Londoner kommen offensichtlich zu spät.

Maurizio Sarri ist eigentlich nicht dafür bekannt, Lobeshymnen auf einzelne Spieler zu singen. Schon gar nicht auf junge Spieler, die noch am Beginn ihres Schaffens stehen. Bei Callum Hudson-Odoi rückt der Trainer des FC Chelsea dieser Tage aber ziemlich oft von seinem Credo ab. Er lässt keine Chance ungenutzt, dem 18-jährigen Supertalent Honig ums Maul zu schmieren.

"Er hat sehr gut gespielt. Wie ein Spieler, der schon 25 oder 26 Jahre alt ist. Sehr, sehr gut", sagte Sarri nach der 0:1-Pleite im Carabao Cup bei Tottenham Hotspur am Dienstagabend.

Callum Hudson-Odoi erhält Lob nach Duell mit Tottenham

Hudson-Odoi war zum zweiten Mal in Folge in die Startelf der Blues gerückt. Schuld an der Niederlage hatte der Außenstürmer nicht, mit Ausnahme von Eden Hazard präsentierte sich kein anderer Akteur der Sarri-Elf so agil wie der englische U-Nationalspieler. Er gewann zwar nur 33,33 Prozent seiner Dribblings, traute sich im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen aber wenigstens zu, ins Eins-gegen-Eins zu gehen und den Abschluss zu suchen.

Hudson-Odoi gab bis zu seiner Auswechslung in der 79. Minute insgesamt zwei Schüsse auf das Tor der Spurs ab, schlug zudem zwei gefährliche Flanken und punktete mit einer Passquote von 81 Prozent. Die englische Presse geriet anschließend ins Schwärmen. Als "vielversprechenden Jungen" bezeichnete ihn der Guardian, während die Sun von einem "beeindruckenden Auftritt" schrieb. "Er verbessert sich immer mehr. Offensiv wie defensiv", urteilte Sarri.

Callum Hudson-Odoi strebt Wechsel zum FC Bayern an

Dass Hudson-Odoi sich in Zukunft weiter unter den Fittichen des Italieners verbessert, ist unwahrscheinlich. Sarris Worte der Anerkennung sind zugleich Worte der Sorge. Er kämpft um einen Verbleib und eine Verlängerung des nur noch bis 2020 an die Blues gebundenen Hochbegabten. Ein Kampf, der von Tag zu Tag verzweifelter und hoffnungsloser wird.

Hudson-Odoi strebt einen sofortigen Wechsel zum FC Bayern an. Nach Informationen von Goal und SPOX sind die Verhandlungen zwischen beiden Vereinen weit fortgeschritten. Der deutsche Rekordmeister hat seine Offerte zum vierten Mal erhöht. 39 Millionen Euro winken den Blues mittlerweile für ihren Nachwuchsspieler, der seit seinem achten Lebensjahr das blaue Trikot trägt.

"Er hat mich natürlich nach Deutschland gefragt", verriet sein Chelsea-Kollege Antonio Rüdiger nach dem Duell mit den Spurs. "Ich wünsche mir, dass er bleibt, denn er hat das Zeug, um ein ganz Großer zu werden. Am Ende des Tages muss er aber selbst entscheiden, was das Beste für ihn ist."

Um den gebürtigen Londoner mit ghanaischen Wurzeln zu ködern, bieten die Münchner ihm sogar die Rückennummer 10, die Arjen Robben nach der laufenden Saison frei macht. Es ist genau die Form von Anerkennung, die Hudson-Odoi bei seinem Jugendverein so lange vermisst hat. Bevor das Interesse des FCB aufkeimte, galt er auch intern nur als U23-Kicker mit Profi-Perspektive.

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Hasan Salihamidzic bestätigt Interesse an Callum Hudson-Odoi

"Er ist ein sehr interessanter Spieler, den wir unbedingt verpflichtet wollen", bestätigte Hasan Salihamidzic am Mittwoch ungewohnt offensiv die regen Bemühungen der Bayern um Hudson-Odoi. Dem Sportdirektor zufolge verfüge der Youngster über "großes Potenzial" und "die Qualitäten, die zu unserem Spiel passen". Er sei "schnell, dribbelstark" und habe "einen starken Zug zum Tor".

In der laufenden Spielzeit kommt Hudson-Odoi auf vier Torbeteiligungen (ein Treffer, drei Vorlagen) für die Profis. Seine Einsätze lassen sich an zwei Händen abzählen. Trotzdem, und das zeigte einmal mehr die Partie gegen den Lokalrivale Tottenham, ist er schon sehr weit für sein Alter. Auch mental. Die Gerüchte um einen Wechsel nach München lässt er sich jedenfalls nicht anmerken. "Er ist ganz normal drauf, trainiert und spielt gut", berichtete Sarri, "vielleicht liest er ja keine Zeitungen."

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