Die Hoeneß-Lösung

Von Jochen Rabe

Donnerstag, 05.10.2017 | 08:28 Uhr
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Insel-Gedränge! Schottland - England & Island - Wales
Primera División
Live
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Der FC Bayern München sorgt für einen Paukenschlag: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge übernimmt Jupp Heynckes als Interimstrainer bis Saisonende. Mit der Entscheidung für eine Übergangsvariante mit einem Elder Statesman und gegen eine sofortige Langzeitlösung mit Thomas Tuchel setzt sich Uli Hoeneß im internen Machtkampf mit Karl-Heinz Rummenigge durch. Der Umbruch des Rekordmeisters ist damit aufgeschoben - im kommenden Sommer steht jedoch wohl der radikalste Umbruch bevor, der möglich war.

"Ich tue das für den FC Bayern, der mir das Sprungbrett in den internationalen Fußball gegeben hat, und aus Freundschaft zu Uli Hoeneß." April 2009. Jupp Heynckes übernimmt als Interimstrainer beim FC Bayern München, weil Jürgen Klinsmann nach nicht einmal einer Saison gescheitert ist. Der zu dieser Zeit 64-Jährige unterschreibt als Freundschaftsdienst für seinen langjährigen Freund Uli Hoeneß und geht in seine zweite Amtszeit an der Säbener Straße.

"Ich war bereits zweimal Trainer beim FC Bayern und habe dabei immer das Klima geschätzt, in dem dort gearbeitet wird." März 2011. Der Rekordmeister gibt bekannt, dass Jupp Heynckes nach der Trennung vom schwierigen Charakter Louis van Gaal im kommenden Sommer als Dauerlösung etabliert wird. Ein Freund kehrt zu seiner "großen Liebe" zurück und soll diese mit einem Zweijahresvertrag zurück in Europas Spitze führen.

"Ich bin überzeugt, dass wir mit Jupp Heynckes eine erfolgreiche Zusammenarbeit haben werden", prophezeit der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zu dem Deal. Zwei Jahre später gewinnt der FC Bayern das Triple und Heynckes tritt ab. Auf dem Höhepunkt, im Olymp, als 68 Jahre alte Trainerlegende.

Die Bundesliga-Trainer der Bayern

Heynckes-Rückkehr beim FC Bayern

Oktober 2017. An einem späten Mittwochabend vermelden verschiedene Medien übereinstimmend, dass der Rekordmeister Jupp Heynckes aus dem Ruhestand holt. Die Nachricht ist ein Paukenschlag, hat sich der inzwischen 72-Jährige doch seit seinem Vertragsende im Sommer 2013 weitgehend zurückgezogen. Kaum Auftritte als Experte, wenig Rampenlicht, nur seltene Interviews. Nichts deutete auf eine Rückkehr hin.

Nun scheint es also tatsächlich zu seiner vierten Amtszeit zu kommen.

Mit der mutmaßlichen Verpflichtung des Triple-Trainers von 2013 setzt sich Präsident Uli Hoeneß im internen Machtkampf gegen Karl-Heinz Rummenigge durch.

Hoeneß und Rummenigge im Machtkampf

Seit Hoeneß' Rückkehr ins Präsidentenamt haben die beiden Macher "noch nicht wieder geheiratet" (Rummenigge) und sind in entscheidenden Fragen immer wieder konträr gegangen. Ob bei der Bewertung der vergangenen Saison mit "nur" der Meisterschaft, beim Verhältnis zwischen Internationalisierung und heimatlicher Verwurzelung, bei der Einordnung der Asienreise im Sommer, der Reaktion auf das umstrittene Interview von Robert Lewandowski oder dem Umgang mit der Trennung von Carlo Ancelotti.

Oder jüngst eben bei der Suche nach einem Nachfolger für den Italiener: Hoeneß galt als Befürworter einer Übergangslösung - im Idealfall mit Stallgeruch - bis zum Sommer, um dann möglichst Julian Nagelsmann von der TSG Hoffenheim zu verpflichten. Rummenigge dagegen präferierte dem Vernehmen nach eine sofortige Langzeitlösung mit einem Engagement des derzeit vereinslosen Thomas Tuchel. Gespräche mit dem ehemaligen BVB-Trainer fanden auch statt, das ist verbrieft.

Es lief auf eine Grundsatzentscheidung zwischen Übergangssaison mit langfristigem Neuaufbau und sofortiger Revolution hinaus. Hoeneß hat sich mit dem nun mutmaßlichen Resultat erstmals seit seiner Rückkehr in einer entscheidenden Frage, nämlich bei der Besetzung der sportlich wichtigsten Position im Verein, durchgesetzt. Nachhaltig, mit Ausrufezeichen.

Für Hoeneß zählt nicht nur maschineller sportlicher Erfolg. Werte wie Wärme, Volksnähe und Identifikation sind ihm für "seinen" FC Bayern mindestens genauso wichtig.

Watzke trat gegen Tuchel nach

Rummenigge-Kandidat Tuchel ist sportlich über jeden Zweifel erhaben, gilt jedoch als kompliziert. Borussia Dortmunds Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Watzke formulierte nach der Trennung: "Es geht bei der Wahrnehmung von Führungsverantwortung nicht ausschließlich um das Ergebnis. Es geht immer auch um grundlegende Werte wie Vertrauen, Respekt, Team- und Kommunikationsfähigkeit, um Authentizität und Identifikation. Es geht um Verlässlichkeit und Loyalität." Worte, die auch von Hoeneß hätten stammen können.

Ob dies tatsächlich der ausschlaggebende Punkt für den Rekordmeister war, sich gegen eine sofortige Verpflichtung Tuchels zu entscheiden, ist Spekulation.

Fakt ist jedoch: Heynckes ist von seinem Profil deutlich eher der Trainer, den Hoeneß in der derzeitigen Situation gesucht hat. Er ist die Hoeneß-Lösung. Oder zumindest Teil eins davon.

Die Bayern setzen offenbar darauf, aus der aktuellen Saison, aus dem aktuellen Kader noch das Maximale herauszuholen und erst im Sommer einen Neuanfang zu starten. Dann, wenn womöglich weitere Stützen wie Franck Ribery und Arjen Robben wegbrechen.

Heynckes und die Teamchemie

Zwar ist der 72-Jährige seit viereinhalb Jahren aus dem Trainergeschäft raus. Allerdings tritt er als Elder Statesman von der Art des Auftretens eher in die Fußstapfen des kürzlich geschassten Ancelotti.

Heynckes kann den grundsätzlichen Stil des Italieners weiterführen, hat jedoch ein ungleich höheres Standing in der Mannschaft und der Öffentlichkeit. Die Risse innerhalb des Teams, der "Feind im eigenen Bett" waren nach der Problem-Analyse wohl einer der wichtigsten Anknüpfungspunkte für den Verein bei seiner Trainersuche.

Das Hauptargument für eine Tuchel-Verpflichtung wäre die sportliche Kompetenz und die taktische Flexibilität gewesen. Er wäre eine Lösung im Guardiola-Erbe. Seine bisweilen komplexen Ideen zu implementieren, hätte jedoch Zeit gebraucht, während er den Draht zur Mannschaft erst aufbauen müsste, das Chemie-Problem also womöglich weiter bestünde. Zumal mit Mats Hummels einer der Führungsspieler nicht gut auf ihn zu sprechen ist.

Das Hauptargument für Heynckes dagegen ist seine Persönlichkeit. Zu den Spielern pflegte er immer ein gutes Verhältnis. Neun Akteure im aktuellen Kader kennt er bereits aus seiner dritten Amtszeit, gewann mit ihnen das Triple. Darunter die zuletzt unzufriedenen Ribery, Robben und Boateng sowie die seit geraumer Zeit formschwachen Alaba und Müller. Dazu arbeitete er mit Arturo Vidal in Bayer Leverkusen zusammen und formte diesen zum internationalen Star. Seine Spanischkenntnisse erleichtern ihm auch den Aufbau einer Beziehung zu Thiago, James Rodriguez oder Juan Bernat.

Einen Großteil der mannschaftlichen Stützen, der großen Egos, wird er direkt hinter sich wissen. Zudem genießt er spätestens seit dem Triple-Gewinn 2013 einen guten Ruf bei den Fans.

Für Heynckes selbst stellt sich die Frage nach der Beschmutzung seines Denkmals nicht, die Erfolge der Vergangenheit könnte ihm auch eine unglückliche Halbsaison nicht nehmen.

FIFA 18: So gut sind die Bayern-Spieler

Kein Bayern-Umbruch inmitten der Saison

Eine Garantie, dass die Maßnahme eine historisch-erfolgreiche Saison garantiert und nicht eben diese unglückliche Halbsaison eintritt, haben die Bayern freilich nicht. Nach einer Woche Überlegung und Analysen entschieden sie sich jedoch offenbar dafür, den Umbruch nicht inmitten der Spielzeit zu wagen, da dieser die Wahrscheinlichkeit einer historisch-erfolgreichen Saison wohl deutlich verringern würde.

Der Umbruch allerdings ist dadurch nicht aufgehoben, sondern aufgeschoben. Bis zum Sommer. Und dann könnte es den größtmöglichen aller Umbrüche geben. Dann nämlich, wenn Hoeneß einmal mehr seinen Willen durchsetzt und es schafft, Nagelsmann aus Hoffenheim loszueisen.

Es wäre eine für den FC Bayern seit dem Klinsmann-Experiment untypisch progressive Entscheidung. Er wäre dann der jüngste Trainer der Vereinsgeschichte, der bislang kaum über internationale Erfahrung verfügt und noch nie mit absoluten Megastars zusammenarbeitete. Doch es wäre die Entscheidung für einen Trainer, der sich bereits jetzt mit dem Klub identifiziert, sich menschennäher gibt als etwa Tuchel und das Potenzial hat, eine der kommenden großen Nummern im deutschen Fußball zu werden. Eine Verpflichtung wäre der Versuch, einen zweiten Fall Jürgen Klopp zu vermeiden, gegen den sich der Verein einst entschied und der dann beim BVB durchstartete.

Und eine Verpflichtung wäre ein weiterer Fall, in dem sich Hoeneß mit seinen Ideen durchsetzt. Eine weitere Hoeneß-Lösung.

Datenschutz|Allgemeine Geschäftsbedingungen
Jobs|Impressum|powered by cmsWorks

Copyright ©2018 SPOX.com Alle Rechte vorbehalten. Die auf SPOX veröffentlichten Informationen dürfen ohne vorherige schriftliche Erlaubnis von SPOX nicht veröffentlicht, verbreitet, umgeschrieben oder umverteilt werden.

www.performgroup.com