Fussball

BVB: Marcel Schmelzer redet Klartext über Thomas Tuchel, Pfiffe der Fans und seine Zeit als Kapitän

Von SPOX

Marcel Schmelzer hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, er wäre verantwortlich für den Rauswurf von Thomas Tuchel bei Borussia Dortmund. Außerdem sprach der ehemalige BVB-Kapitän über die schwierige Zeit als Spielführer und Pfiffe der Fans gegen ihn.

"Die Leute haben mich dafür verantwortlich gemacht, dass Thomas Tuchel entlassen wurde. Ich bin aber sicher nicht derjenige bei Borussia Dortmund, der Trainer einstellt und entlässt", sagte Schmelzer im Interview mit dem Dortmunder Fan-Blog schwatzgelb.de.

Der damalige Kapitän der Borussia kritisierte Tuchel nach dem Pokalfinale 2017 öffentlich für die Nichtberücksichtigung von Nuri Sahin. Das Interview schlug hohe Wellen, Schmelzer wurde zudem vorgeworfen, er hätte Matthias Ginter, der im Finale statt Sahin auf der Sechs startete, diskreditiert. Schmelzer betonte nun, dass es sich dabei um ein Missverständnis gehandelt habe und er das Interview heute vielleicht nicht mehr so geben würde.

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Thomas Tuchel und sein damaliger Kapitän Marcel Schmelzer auf der Pressekonferenz vor besagtem Pokalfinale.

Marcel Schmelzer: Pfiffe stoßen auf "pures Unverständnis"

In der Folge wurde der heute 31 Jahre alte Linksverteidiger von den eigenen Fans ausgepfiffen. "Ich bin der Meinung, dass man einen Spieler, solange er das Trikot des Vereins trägt, einfach nicht auspfeift", meinte Schmelzer. Innerhalb der Mannschaft würden solche Pfiffe gegen einzelne Spieler "zu 100 Prozent " auf "pures Unverständnis" treffen, erklärte er.

Generell hält Schmelzer die öffentliche Wahrnehmung für problematisch. "Die Leute wollen, dass Spieler ihre Meinung sagen, authentisch sind und auch mal klare Kante zeigen. Aber wenn einer das dann macht, dann wird er dafür angeprangert", sagte Schmelzer. Sobald Spieler keine Worthülsen von sich geben, würden Aussagen sofort hochstilisiert werden.

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Marcel Schmelzer spielt bei Borussia Dortmund nur noch eine untergeordnete Rolle.

Marcel Schmelzer: "Aber selbst spiele ich so eine Grütze"

Wie schwierig dieser Spagat ist, erlebte Schmelzer vor allem in seiner Zeit als Spielführer des BVB - gerade in der sportlich schwachen Saison 2017/18. "Es gab allgemein Spannungen, die auch das Team mitbekommen hat. Es wäre für jeden, der zu der Zeit Kapitän gewesen wäre, nicht einfach gewesen", sagte Schmelzer.

Die Kapitänsbinde habe ihn auch persönlich verändert. Schmelzer erklärte, er wollte es stets jedem recht machen: "Meinen Mitspielern, meinem Trainer, den Verantwortlichen, den Fans. Aber selbst spiele ich so eine Grütze, weil ich mich nicht mehr auf mich konzentriere."

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