Neuzugang Mahmoud Dahoud beim BVB bislang nur Mitläufer: Dahoud ohne Mut

Von SPOX
Mahmoud Dahoud hat beim BVB bislang noch nicht überzeugt
© getty

Mahmoud Dahoud hat seit seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund noch nicht auf sich aufmerksam machen können. Der Deutsch-Syrer läuft seit Sommer der Musik hinterher, unter dem neuen BVB-Trainer Peter Stöger könnte aber möglicherweise seine Stunde schlagen.

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Zwischenzeitlich kam sogar kurz die Frage auf, wo Mahmoud Dahoud überhaupt stecken würde. Peter Bosz, mittlerweile Ex-Trainer von Borussia Dortmund, sprach nur selten über den Sommer-Neuzugang.

Der BVB hatte Dahoud bereits vor dem letzten Jahr von Thomas Tuchel auf dem Zettel und als der Wechsel für zwölf Millionen Euro letztlich klappte, war Tuchel bei der Borussia schon Geschichte.

Viel sprechen und Auskünfte erteilen, das gibt es von Dahoud kaum. Interviews mit ihm sind rar gesät. Klar ist auch so: Den Start beim neuen Klub wird sich der Ex-Gladbacher deutlich anders vorgestellt haben.

In 15 der 24 BVB-Pflichtspiele ist er in dieser Saison zum Einsatz gekommen, davon acht von Beginn an und in lediglich vier ging es über die gesamte Spielzeit. Kleinere Blessuren warfen ihn immer wieder zurück, sodass der Weg zu alter Form und Wettkampfhärte bis heute ein weiter ist.

Unter Stöger könnte die Stunde von Dahoud schlagen

So läuft der Deutsch-Syrer der Musik seit Sommer hinterher, seine Darbietungen gerieten nie zu echten Empfehlungsschreiben. Bosz tüftelte auf der Sechser- und Achterposition viel herum, ohne auf eine stabile Lösung zu kommen. Dahoud war für ihn nur selten eine Option.

Das könnte sich unter dem neuen Coach Peter Stöger nun ändern. Dahouds Leistung beim Auswärtsspiel in Madrid war ordentlich, nicht mehr. Gegen Mainz kam Dahoud 20 Minuten zum Einsatz und dabei zu zwei Abschlussmöglichkeiten. Wie sehr ihm der Mut und die Selbstverständlichkeit aktuell fehlen, konnte man an den beiden kümmerlichen Schüssen Richtung Tor gut ablesen.

Allerdings müssen beim BVB in Mario Götze und Gonzalo Castro derzeit zwei Achter verletzungsbedingt passen, was Dahoud automatisch näher an die erste Elf rücken lässt. Das wäre auch die Position, auf der sich der 21-Jährige am wohlsten fühlt. Bei Bosz kam er auch mal als Sechser zum Einsatz, war dort aber genauso verloren wie alle anderen Kandidaten, die der Niederländer dort ausprobierte.

Sollten die Schwarzgelben unter Stöger wieder zu einem gemäßigteren Pressingverhalten zurückkehren und die Positionen im Mittelfeld klarer besetzen, könnte Dahouds Stunde schlagen. Julian Weigl dürfte unter dem Österreicher wieder auf seiner geliebten "Tuchel-Position" zentral vor der Abwehr agieren, sodass es für ein besseres Passspiel und Bälle in die Tiefe einen spielstarken Achter wie Dahoud definitiv braucht.

Dahoud braucht Rhythmus für die BVB-Startelf

In Gladbach zeichneten Dahoud vor allem seine Drehungen und Wendungen in engen Räumen aus, hinzu kommen Stärken in der Antizipation und der Ballbehandlung. Er muss aber über konstantes Training und Spiele zwingend wieder in den Rhythmus kommen, den er seit seiner Zeit in Dortmund bisher vermissen ließ.

Gelingt dies, könnte Dahoud noch die Verstärkung werden, die man sich durch ihn erhofft hat. Den vermissten Führungsspieler, der vorangeht und andere mitreißt, wird man aus ihm in Bälde nicht machen können.

An der Ausstrahlung muss Dahoud noch arbeiten, sein fußballerisches Können steht aber außer Frage. Oder wie Gladbachs Manager Max Eberl über ihn sagte: "Er will spielen. Das Ballyhoo drumherum mag er nicht."

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