Theo Berger landet Sensationserfolg beim 100. HTT-Saisonturnier

Von Claus Lippert

Mittwoch, 27.09.2017 | 03:00 Uhr
© Hobbytennistour

Theo Berger ist am Dienstag Nachmittag zur ganz großen Sensation des September-HTT-500-Turniers avan...

Theo Berger ist am Dienstag Nachmittag zur ganz großen Sensation des September-HTT-500-Turniers avanciert. Der 16jährige HTT-Jungstar prolongierte auch im Endspiel der 24. Auflage des Sandplatz-Klassikers im UTC La Ville seinen völlig unerwarteteten Erfolgslauf, und fertigte mit dem topgesetzten Ranglisten-Siebenten Christoph Beutler den Topfavoriten des 100. Saisonturniers in nur 64 Minuten mit 6:3 und 6:3 ab. Berger holte in seinem 20. Karriere-Turnier und mit Einzelsieg Nr. 30 Titel Nr. 3, stellte im Head to Head mit Beutler auf 1:1 und zog mit 500 errungenen Ranglistenpunkten zum ersten Mal in seiner Laufbahn in die Top 20 der HTT-Entry-List ein. Für Christoph Beutler geht hingegen nach einer mehr als dürftigen Final-Vorstellung die Horrorbilanz in HTT-Endspielen weiter. Mittlerweile hält der 34jährige von der Marswiese bereits bei 13 Niederlagen nach 18 Finalteilnahmen. Ein Bericht von C.L

Berger gewinnt 300. HTT-500-Turnier der Geschichte ohne Satzverlust und schlägt mit Wolf und Beutler erstmals zwei Top-Ten-Stars in Serie

Der erst 16jährige Theo Berger hat in seinem ersten HTT-500er-Finale gleich den Titel erobert und am Dienstag Nachmittag für eine riesige Sensation gesorgt. In 9 Versuchen auf 500er-Ebene nie in Erscheinung getreten und nur ein einziges Mal – beim drittklassig besetzten Juni-HTT-500-Turnier im vergangenen Jahr – ins Semifinale vorgestoßen, setzte der August-HTT-250-Champion am letzten Wochenende zu einem nie und nimmer erwarteten Höhenflug an, der auch im Finale vom großen Titelfavoriten Christopb Beutler nicht gestoppt werden konnte. Berger ist damit nach Vorjahressieger Christoph Niedhart der zweite September-HTT-500-Sieger der Meisterschaft spielend beim Heeres TC in Diensten steht. Bemerkenswert auch, dass der 16jährige Jungstar das 300. HTT-500-Turnier der Open Ära ohne Satzverlust gewann, und mit Matthias Wolf und Christoph Beutler zum ersten Mal in seiner Karriere zwei Top-Ten-Spieler in Serie schlug.

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Experten und HTT-Community beim Facebook-Tippspiel im Vorfeld in Sachen Favoritenrolle für topgesetzten Christoph Beutler einig

Bei phantastischen Wetter-Verhältnissen an einem der letzten Spätsommer-Tage bei strahlenden Sonnenschein und angenehmen 20 Grad Lufttemperatur, standen sich der haushohe und nach 500 Punkten für die HTT-Tour-Finals-Qualifikation strebende Favorit Christoph Beutler und der als klarer Underdog gehandelte Jungspund Theo Berger zum zweiten Mal in ihrer HTT-Karriere gegenüber. Das erste Duell gab es auch schon beim September-HTT-500-Turnier, und zwar im Achtelfinale der Vorjahres-Ausgabe, als Beutler den damals 15jährigen mit 6:3, 6:4 nach Hause schickte. Doch nicht nur deswegen standen alle Zeichen auf Beutler-Sieg. Die Extraklasse des 2fachen HTT-Wimbledon-Finalisten schien zu deutlich zu sein, von der Erfahrung des 34jährigen ganz zu schweigen. Selbst die elende Finalbilanz des Marswiese-Topstars schien da nicht ins Gewicht zu fallen, und so hatten alle HTT-Experten und ein Großteil der Teilnehmer am Tipp-Gewinnspiel auf Facebook den an Nummer 1 gesetzten 5fachen Titelträger aus Neuwaldegg auf dem Zettel.

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Entscheidung im vierten Game – Beutler schenkt Berger mit drei Doppelfehlern in Serie das einizige Break des ersten Satzes

Aufmerksame Beobachter des Geschehens beim 24. September-HTT-500-Turnier hatten aber im Verlauf des 100. Saison-Events einen Theo Berger wahrgenommen, der sich mit aggressivem Grundlnien-Tennis ohne Satzverlust in die Vorschluss-Runde spielte, und dort auch den höher eingeschätzten und vorallem als verdammt konstant bekannten Matthias Wolf in zwei Sätzen ausschaltete. Schon in diesem Semifinale war Berger “on fire” und mit seiner Vorhand spielbestimmend unterwegs. Und auch gleich zu Beginn seines dritten Karriere-Finales stand der Junior mächtig unter Strom. Bis 2:1 tat Berger was er tun musste, hielt seinen Aufschlag und den ersten Durchgang offen, ehe Beutler sich seinen ersten kapitalen Ausrutscher leistete. Drei Doppelfehler am Stück, so “schenkte” der Titelaspirant dem Underdog das erste Break dieses Finales zum 3:1, und hatte damit die Entscheidung praktisch selbst herbeigeführt. Denn überraschender Weise genügte Berger die Steilvorlage seines Gegners in Form dieses einen Breaks nach 32 Minuten zur 1:0 Satzführung.

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Beutler mit zwei Breaks schwächelnd, Berger cool und abgezockt agierend, auch der zweite Satz geht mit 6:3 an den 16jährigen HTT-Jungstar

Wer an die erwartete Wende zugunsten Beutlers glaubte, wurde dann spätestens im fünften Game eines Besseren belehrt. Berger mit mächtiger Performance am Return, Beutler schwächelnd vorallem auf der Rückhand-Seite, und so ging das erste Break des zweiten Durchgangs zum 3:2 an Theo Berger. Das der Jungstar in der Folge cool und abgezockt agierte, und sich auch im Finish nicht aus der Ruhe bringen ließ, war wohl mindestens genauso überraschend wie der Umstand, dass der verunsichert und frustriert wirkende Christoph Beutler nicht mehr zusetzen konnte. Im folgenden Aufschlagspiel kam Beutler bis auf 30:30, mit zwei Vorhand-Geschossen zertrümmerte Berger aber Beutlers Hoffnungen auf ein promptes Re-Break und ging 4:2 in Führung. Einmal konnte Beutler noch zum 3:4 verkürzen, und den Druck auf den servierenden Jungstar erhöhen. Doch Berger blieb ruhig und konzentriert, in seinem Spiel konstant und stellte ohne große Probleme auf 5:3, während Beutler beim Versuch den Matchverlust abzuwenden abermals schwächelte. Zwei Matchbälle noch abgewehrt, leistete sich der topgesetzte Marswiese-Star am Ende einen entscheidenden vierten Doppelfehler, und musste mit dem zweiten Break die 3:6, 3:6 Niederlage nach nur 64 gespielten Minuten akzeptieren.

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