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So geht es den Leihspielern der Bundesligisten

Von SPOX Österreich

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Einige prominente Spieler der österreichischen Bundesliga-verabschiedeten sic h im Sommer leihweise ins Ausland. Von Athen bis Rijeka: SPOX zeigt, wie es den Leihspielern der Bundesliga ergeht.

Matej Jelic -> HNK Rijeka

800.000 Euro soll der SK Rapid im Sommer 2015 für Matej Jelic' Dienste an MSK Zilina überwiesen haben. Durchsetzen konnte er sich nicht und so wollte Sportdirektor Fredy Bickel den Kroaten zumindest von der Gehaltsliste streichen. Und so wechselte der 26-Jährige leihweise zu Austrias Europa-League-Gegner HNK Rijeka.

In der Liga kam Jelic für den kroatischen Meister zu Saisonbeginn regelmäßig zum Einsatz - meist als Joker. Ein Tor gelang ihm aber nicht. In den letzten vier Runden blieb Jelic aber ohne Einsatz, in der Europa League gegen AEK war er nicht im Kader. Ein kleines Erfolgserlebnis konnte er in der Vorwoche trotzdem verbuchen: Im Sechzehntelfinale des kroatischen Cups erzielte Jelic beim 3:1-Sieg gegen Vrbovec einen Doppelpack. Tore, die Jelic Hoffnung machen werden. Rijeka besitzt übrigens eine Kaufoption in unbekannter Höhe.

Arnór Ingvi Traustason -> AEK Athen

EURO-Held Arnór Ingvi Traustason kam im vergangenen Sommer, von Ex-Rapid-Sportdirektor Andreas Müller verpflichtet, für saftige 2,3 Millionen Euro von Norrköping. Doch Traustason mutierte schnell vom Hoffnungsträger zum Rohrkrepierer und konnte den Hütteldorfern nicht entscheidend weiterhelfen. Ein Käufer ließ sich für den Isländer nicht finden und so lieh sich AEK Athen den Offensivspieler aus.

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Doch auch in Griechenland hat Traustason massive Probleme. Lediglich 53 Minuten absolvierte er in der Liga, zuletzt stand er beim Tabellenführer nicht im Kader. In der Europa League gegen Rijeka blieb er ebenfalls ohne Einsatzminute. Bessert sich Traustasons Situation nicht, dürfte AEK die Kaufoption wohl nicht ziehen.

Dimitri Oberlin -> FC Basel

Dimitri Oberlin zählt zweifelsfrei zu den talentiertesten Spielern, die die österreichische Bundesliga zuletzt sah. Doch der 19-Jährige hatte nach seiner erfolgreichen Leihe bei Altach (9 Tore, 4 Vorlagen) nicht nur mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, sondern kam laut der Kronen Zeitung auch mehrmals in Berührung mit der Polizei.

Und so ließ Red Bull Salzburg seine Offensivperle leihweise Richtung Basel ziehen. Beim größten Schweizer Verein agiert Oberlin als Joker für die Schlussminuten. Zuletzt stand er in der Liga gegen den FC Zürich sogar in der Startelf und erzielte beim 1:0-Sieg seinen zweiten Saisontreffer. Basel wird die Kaufoption über fünf Millionen Euro wohl ziehen.

Marco Djuricin -> Grasshopper Club Zürich

Mit Marco Djuricin verlieh Red Bull Salzburg einen zweiten Stürmer in die erste Schweizer Liga. Der ehemalige Sturm-Goalgetter kickt beim Traditionsverein Grasshopper. Der Österreicher stand gleich in seinem ersten Ligaspiel gegen den Stadtrivalen FC Zürich in der Startelf (0:2). Auch das zweite Spiel gegen Bern ging verloren (0:4).

Eine Verletzung setzte Djuricin dann aber über ein Monat außer Gefecht. Mitte September kehrte der 24-Jährige wieder zur Mannschaft zurück und erzielte im Cup-Spiel gegen Biel-Bienne einen Hattrick (5:0). Im folgenden Ligaspiel gegen Thun folgte ein Kurzeinsatz. Gegen Lugano verblieb Djuricin zuletzt aber auf der Bank. Auch in Djuricins Vertrag ist eine Kaufoption inkludiert.

Valentino Lazaro -> Hertha BSC

Der Wechsel von Valentino Lazaro in die deutsche Hauptstadt zog sich wie ein Kaugummi. Auch, weil sich der 21-jährige ÖFB-Kicker zuvor einen Außenbandanriss im Sprunggelenk zuzog. Und so lieh sich die Hertha Lazaro erst aus - jedoch mit Kaufverpflichtung, sollten Komplikationen ausbleiben.

Noch wartet Lazaro wegen seines Trainingsrückstands auf seinen ersten Bundesliga-Einsatz, jedoch debütierte der Offensivspieler für die U23 der Hertha gegen Neustrelitz. Dabei gelang ihm sogar ein Treffer. "Schön, dass er gleich getroffen hat. Der Plan ging also auf. Wir schauen uns Tino in den nächsten Tagen an und entscheiden dann, ob er schon so weit für das Europa-League-Spiel am Donnerstag ist", so Hertha-Coach Pal Dardei.

Asger Sörensen -> SSV Jahn Regensburg

Ralf Rangnick holte den Innenverteidiger Asger Sörensen im Jänner 2014 von Midtjylland nach Salzburg und setzte ganz große Hoffnungen in den Norweger. Jedoch war der 21-Jährige mehr verletzt als fit. "Wir haben Sörensen genau dafür geholt, dass er aufgebaut wird für einen unserer beiden Innenverteidiger. Dass der aber auch noch zu einem Dauerpatienten wird, damit konnten wir nicht rechnen. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler. Ich hoffe inständig, dass er jetzt gesund bleibt", sollte Rangnick damals sagen.

Nun ist Sörensen an den deutschen Zweitligisten Regensburg verliehen und ist dort nicht nur fit, sondern auch unangefochtener Stammspieler. Sörensen wurde zuletzt auch wieder in die U21-Nationalmannschaft Norwegens einberufen.

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