Andreas Müller kritisiert das Red-Bull-Imperium

"Salzburg muss sich nach Leipzig richten"

Von SPOX Österreich

Dienstag, 21.03.2017 | 00:00 Uhr
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Ex-Rapid-Sportdirektor Andreas Müller äußerte sich in einer Reportage kritisch gegenüber dem Red-Bull-Imperium. Für ihn sei eine Teilnahme beider Vereine im internationalen Geschäft nicht regelkonform.

Red Bull im Fußball: Dieses Thema polarisiert vor allem im deutschsprachigen Raum. Zuletzt Thema Nummer eins: Was passiert, wenn sich sowohl RB Leipzig als auch Red Bull Salzburg für das internationale Geschäft qualifizieren? Aktuell ein realistisches Szenario. Gar von einem Zwangsabstieg einer der Vereine war erst die Rede. Laut einem Bericht der Sport Bild soll dieses Problem für das Fuschler Brause-Imperium aus der Welt geschafft sein.

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Der Grund: Salzburg kassierte aus Transfers - pikanterweise die meisten nach Leipzig - so viel Geld, dass der Anteil des direkten Investments von Dietrich Mateschitz unterhalb von 30 Prozent liegt. Diese 30 Prozent sind in den Regeln des Financial Fair Plays festgeschrieben. Somit dürfen sowohl die Leipziger als auch Red Bull Salzburg nächste Saison im Europacup spielen. Interessant: RB Leipzig dürfte die besagte 30-Prozent-Grenze deutlich überschreiten: der Klub generierte bislang keine Transfer-Erlöse.

Müller kritisiert Red Bull

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Im Laufe der Woche beschäftigte sich der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in einer Reportage mit der Verstrickung beider Vereine. Dabei kam auch Ex-Rapid-Sportdirektor Andreas Müller zu Wort. Und dieser formulierte zur Causa eine klare Meinung. "Rasen Ballsport Leipzig kommt wohl in die Champions League, Salzburg wird als Meister an der Qualifikation teilnehmen. Und man stellt sich dann schon die Frage: Ist das eigentlich noch konform mit den Regeln der FIFA und UEFA? Da sage ich absolut 'Nein'."

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Damit spielte Müller auf Artikel 5 (Integrität von Champions League und Europa League) in den Regularien der UEFA an. Demnach dürfe kein Sponsor und keine Person bei mehr als einem Klub Einfluss haben. "Es gibt mit Mintzlaff einen, der für beide Vereine zuständig ist. Ich kann mir vorstellen, dass in diesem Red-Bull-Gebilde Nervosität aufkommt. Eines ist ganz klar: Viele Dinge sind durch Ralf Rangnick und Mintzlaff vorgeben. Ich denke schon, dass sich Salzburg nach Leipzig richten muss."

Beispiele dafür seien nicht nur der Bernardo-Transfer, sondern auch die Verpflichtung von Marcel Sabitzer, die Müller hautnah als Rapid-Sportdirektor miterlebte. Eine eigene Klausel sollte einen Sabitzer-Transfer von Wien nach Salzburg verhindern. So kaufte Leipzig Sabitzer und verlieh ihn kurzerhand nach Salzburg. "Ich habe damals mehrmals betont, dass ich das nicht in Ordnung finde. Wir haben damals ernsthaft überlegt, den Schritt zu gehen, das von der UEFA prüfen zu lassen. Ist das ein Umgehungsgeschäft? Verstößt das gegen die Gesetze, die da sind?," so Müller.

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